Schlagwort-Archiv: Content Marketing

SEO im Jahr 2017: Auf was steht Google wirklich?

… und eigentlich ist das auch schon die falsche Frage. Denn es hat zwar lange gedauert, aber inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass genau jene Seiten am besten ranken, die nicht für Google sondern für den echten Nutzer geschrieben wurden.

“Am Ende sind wir wieder bei Matt Cutts, der vor 15 Jahren gesagt hat ‘Build great content’ – und wir befürchten das das wahr sein könnte.”, Prof. Mario Fischer.

Aber deshalb müssen SEO’s jetzt nicht befürchten arbeitslos zu werden und nein, SEO ist immer noch nicht tot. Auch 2017 sollte dieser Berufsstand noch überleben können. Was man als SEO hingegen alles wissen sollte, hat sich SISTRIX mal wieder gefragt und gleich 16 der bekanntesten SEO-Experten des Landes zum Talk eingeladen. Bei t3n kann man sich die dabei herausgekommenen Videos in aller Ruhe ansehen und durchaus etwas lernen.

Die wichtigsten Erkenntnisse und natürlich auch noch ein bisschen Senf von mir als Zusatzbeigabe habe ich mal zusammengestellt:

Der Rankingfaktor Links

  • Links sind auch 2017 ein Rankingfaktor,
  • langfristig sinkt die Bedeutung allerdings.
  • Beim Ranking können Links auch das Zünglein an der Waage sein!
  • Kenne die Richtlinien von Google für Links!

Externe Backlinks haben ihren Wert nicht prinzipiell verloren, spätestens seit Pinguin kann Google die Links aber besser bewerten. Die Abhängigkeit von Google was Links angeht, ist also insgesamt gesunken. Was langfristig wohl noch zunehmen wird, denn wie Marcus Tandler, Gründer von OnPage.org, treffend bemerkt, Google muss immer mehr von extern beeinflussbaren Faktoren unabhängiger werden. Einfach auch, weil es sich nicht manipulieren lassen will, um dem User das beste Ergebnis zu liefern.

Mit anderen Worten, Links sollte man weiter als SEO nutzen. Allerdings ist es wichtiger denn je auf Qualität, statt Quantität zu setzen. Wenn natürlich auch ein Link der richtig Traffic liefert besser ist, als ein von Usern nicht geklickter Link. Doch Vorsicht, wer es mit dem Linkbuilding übertreibt, kann sich schnell ein Eigentor schießen. Mario Fischer aus Würzburg empfiehlt wohl auch deshalb nicht zu Unrecht manch Linkbuilding-Sünde von früher zu beseitigen.

Was die Zielseite angeht, gilt der Tipp, dass man nicht jede Seite mit Links versorgen muss (oder sollte), weil der eingehende Linkjuice z.B. auch auf andere Produktseiten übergeht. Jede Produktseite hier mit gleichmäßig Links zu versorgen könnte einem Google als Muster erkennen und übel nehmen. Im Zweifel sollte man die Startseite als Zielseite nehmen, auch weil sie die dauerhafteste Seite ist, wenn sich die URL-Struktur ändert.

Googles Richtlinien für Links: Sollte man die Grenzen von Google austesten, oder davon ausgehen, dass Google es früher oder später rausfindet, ob ein Link gekauft wird? Markus Hövener, Head of SEO bei Bloofusion, tendiert nicht ganz zu Unrecht zu letzterem. Google scheint bei vielen Seiten durchaus die Strategie zu fahren tolerant zu sein, aber irgendwann kann der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen.

Konkrete Tipps:
  • Eine Landingpage muss erst einmal wachsen, ein selbständiges Grundrauschen entwickeln, bevor man selbst Links für sie besorgt.
  • Um Linkpower anzulocken taugt am besten eine entkommerzialisierte Zone, wie etwa ein Blog.

Mein Praxistipp: Statt Links einzukaufen sollte man sich die Mühe machen Seiten aufzustöbern, von denen man gerne verlinkt werden würde, weil es Sinn macht. Viele werden zwar nein sagen, aber ein paar eben doch.

Verwendung von Keywords

  • Keywords müssen auf die Suchintention ausgerichtet sein.
  • Keywords in URL, Meta-Description und H1-Überschirften machen meist Sinn.
  • Keywords helfen beim Ranking, beim Schaffen von Content, sollten aber nicht überbewertet werden.

Keywords sind wie Links wichtig, verlieren aber ebenfalls an Wert. Heute sollte man aber auch auf das semantische Umfeld setzen, denn Ziel von Google spielt nicht das Ergebnis aus, dass genau dem Keyword entspricht, sondern der Suchintention. Dennoch sollte man sich immer die Keywords vor Augen halten, wenn man einen Content schafft.

Die einfachen Regeln wie Keyworddichte erscheinen Laien zwar griffig, funktionieren aber eben nicht mehr. Wenn der Content dem User nichts bringt, kann man es ohnehin vergessen. Eine Seite muss auf den User ausgerichtet sein!

On-Site-Optimierung jenseits von Keywords

  • Usability ist enorm wichtig.
  • Die Technik, z.B. Ladezeiten müssen gut sein.
  • Google crawlt die Seite nur dann oft, wenn auch neuer Content vorhanden ist.
  • Ergebnisse für den User liefern, Lösungen anbieten.

Es gilt positive Nutzersignale zu senden, also dem Nutzer eine Seite anzubieten, auf der er sich wohlfühlt. Das gilt für Design und Usability ebenso, wie etwa auch das Anbieten einer guten Suche. Es gilt aber auch die Ladezeit der Seite nicht quälend lang zu machen, eine gute Struktur sowohl für den Benutzer, als auch den Bot anzubieten.

Der Content

  • Content muss den Nutzer zufriedenstellen, niemanden sonst!
  • Content Marketing ist ein Muss, aber bitte mit Strategie!

Google lernt etwa am Nutzerverhalten, wie gut der Content wirklich ist. Heute ist der Algorithmus darin besser denn je. Man sollte also tunlichst weder Content für Google schaffen, oder um sich selbst darzustellen, sondern genau das was der User erwartet und auch sehen will. Wer also gut ranken will, muss zuerst einmal feststellen, was das eigene Zielpublikum eigentlich will. Das gilt sowohl für den Inhalt, als auch auf dessen Darstellung.

Content Marketing als Strategie wird auch der Meinung von Markus Hövener nach noch bei vielen Unternehmen viel zu wenig berücksichtigt. Und wenn doch, dann ohne eine Strategie dahinter zu verfolgen. Und zum Content Marketing gehört es auch den eigenen Content zu verbreiten.

Holistischer Content ist insofern die Gegenwart, als dass man durch ihn gut mehrere Suchintentionen abdeckt und auch Longtails gut darin unterbringen kann. Und weil man statt 100 kleiner Einzelseiten eine große Seite baut, ist es eigentlich auch kein großer Mehraufwand. Und wer mit seiner Seite auch eine (Suchan-)Frage beantwortet, sendet auch gute Nutzersignale an Google zurück und kann den Benutzer so zufriedenstellen, dass er durch einen Call to action auch eine Conversion bringt.

Konkrete Tipps:

  • Ein Blog ist immer gut, aber einfach drauf los zu bloggen macht auch wenig Sinn.
  • Wer seinen Kunden über einen informativen Inhalt auf die eigene Seite bringt, kann ihnen im Anschluss gezielt Google Ads, Facebook Ads usw. einblenden lassen.

Mein Praxistipp: Eine Landingpage die einen holistischen Content als Inhalt hat, sollte man gestalten wie eine eigene Webseite – also übersichtlich, gut aufbereitet und strukturiert.

Soweit also die “kurze” Zusammenfassung, aber was ist jetzt die Moral der Geschichte? Leider wohl auch, das man Top-Platzierungen bei Google weder geschenkt bekommt, noch sich erkaufen (erschwindeln) sollte. Denn auch wenn es beruhigend für manchen in der Branche sein mag, dass man mit Linkbuilding und Keywords noch immer Ergebnisse erreichen kann, so ist das auch noch immer in gewisser Weise ein Fluch, denn a) setzt sich das beim Kunden fest und b) glaubt er damit schnell und billig zum Erfolg zu kommen. Damit treibt er die seriösen Anbieter, die wissen, dass das so nicht geht, in den Wahnsinn. Denn während die ihm On-Site-Maßnahmen empfehlen, die aufwendig sind, Geld kosten und sich mittel- bis langfristig auszahlen, will der lieber die Versprechen der schwarzen Schafe hören, die ihm für ein paar Euro mit gekauften Links versorgen und einem erzählen es würde schon reichen Content dadurch zu perfektionieren, dass man den Text halt anhand der Formel WDF*IDF optimiert.

Der heiße Scheiß der Woche (073)

+ + + Jeder vierte Deutsche will Chatbots nutzen + + +

Chatbots gehören zu den üblichen Paradoxien der schönen neuen Welt. Sie können das Leben des Einzelnen deutlich vereinfachen, mit der Übernahme des Kundenservice durch Chatbots, erhöhen sie aber auch die Chance, dass sie sich niemand mehr leisten kann.

+ + + Office 365 ab heute aus der deutschen Cloud verfügbar + + +

Die deutsche Microsoft Cloud ist da – kostet dann aber auch ein bisschen mehr. Wenn man bedenkt, dass der Datenschutz bei deutschen Unternehmen sowieso nur eine Ausrede war, kann man nur hoffen ihnen jetzt kein Kostenargument geliefert zu haben.

+ + + Die 5 beliebtesten Fehler im Content Marketing + + +

Content Marketing ist sinnvoll, aber keine 08/15-Sache. Und man kann durchaus den ein oder anderen Fehler machen. Dann nämlich, wenn man Content Marketing mit Vertriebsbotschaften verwechselt, oder einfach mal was dahinrotzt.

4 todsichere Methoden Themen fürs Content Marketing zu finden

Wer textet kennt das Problem. Es gibt Projekte, da fliegen einem die Themen nur so zu und man braucht sich nur die Rosinen raus zu picken. Ja, und dann gibt es noch DIE Projekte. Wobei natürlich anzumerken ist, dass auch das sich die Rosinen rauspicken gelernt sein will.

Was aber tun, wenn man vor dem Bildschirm sitzt und man so gar keine Idee für den angeforderten Hubartikel hat? Na ja, man setzt sich hin und spielt so durch, was einem helfen kann:

  • Brainstorming (am besten nicht alleine)
  • Recherche
  • Beobachtung
  • und das Zielpublikum fragen

Dafür gibt es zahlreiche Methoden und ebenso viele Tools. Diese Infografik vom Textdienstleister Textbroker hat wohl die wichtigsten davon zusammengetragen:

Infografik Themenfindung im Content-Marketing

Infografik via Textbroker

Braucht mein Online-Shop ein Blog? (Teil III)

In den ersten beiden Teilen haben wir uns mal angesehen, welche erfolgreichen Online-Shops bloggen und auch wie sie bloggen. Danach ging es um die Frage, ob du selbst mit deinem Shop unter die Blogger gehen solltest. Folgerichtig geht es jetzt darum, wie man die Sache richtig macht.

Brauche ich wirklich Leidenschaft und Unmengen von Content?

Auch wenn es ein legitimer Grund fürs Bloggen sein mag, dass man einer an Content schwachen Seite einfach mehr Masse geben will, wenn das der einzige Grund ist – dann sollte man es lieber bleiben lassen. Eine Leidenschaft fürs Bloggen vorauszusetzen ist aber auch deutlich übertrieben. Sagen wir, man sollte einfach nicht zu jenen Menschen gehören, die sich jeden Satz mühsam aus den Fingern saugen müssen. Das es mitunter schwer ist regelmäßig Artikel zu schreiben, kann natürlich nicht nur an einer Schreibunlust liegen, sondern auch weil man denkt ohnehin keine Themen zu finden. Der übliche Marketingguru würde jetzt rufen, es gibt immer Themen! Am Ende hat er zwar recht, aber aus praktischer Erfahrung weiß ich, dass es Themen gibt die es einem verdammt schwer machen regelmäßig darüber etwas schreiben zu können. Mit anderen Worten, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Wie viel und wie oft soll ich bloggen?

Tja, das weiß leider niemand so genau. Was die Länge der Blogartikel angeht, gibt es im Wesentlichen zwei Parteien. Die einen sagen man müsse mindestens 250 bis 300 Wörter schreiben, die anderen schwören auf ein Minimum von 1000 Worte. Die Wahrheit dürfte wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen. Wobei natürlich auch ein Inhalt unter 250 Worten gut ranken kann, wenn er denn wertvoll genug ist. Ich persönlich würde die 250  als Minimalziel immer anpeilen, solange die Qualität des Textes darunter nicht leidet. Und was die 1000 angeht, nicht jeder haut drei 1000er die Woche raus, aber es ist oft leichter als man denkt. Wo wir schon bei der Häufigkeit wären, oder besser Regelmäßigkeit, denn regelmäßig sollte man schon veröffentlichen. Wobei dieses „regelmäßig“ nicht bedeuten sollte alle zwei Jahre einen Artikel zu schreiben. Ich würde etwas zwischen einer Woche und einem Monat empfehlen, es sei denn natürlich man hat im Idealfall mehr zu schreiben.

Welche Technik soll ich verwenden?

Man hat dir dein Shopsystem natürlich als eine Eier legende Wollmilchsau verkauft, aber im Zweifel würde ich immer ein Blogsystem empfehlen, das entsprechend in die Domain eingebunden ist. Es empfiehlt sich WordPress, aber es gibt da durchaus auch noch andere. WordPress bietet für diesen Zweck aber einfach ein Rundumsorglospaket, das von deinem Shopsystem auch mittels zusätzlicher Plugins so nicht geboten wird – mögen die Entwickler es auch „Blog“ nennen. Ein eigenes Shopsystem hat übrigens noch einen weiteren Vorteil, dazu komme ich im nächsten Abschnitt.

Soll mein Blog überhaupt unter der gleichen URL wie der Shop erreichbar sein?

Wenn man meiner zugegebenermaßen nicht nach allen Regeln der Statistik erhobenen Untersuchung in Teil I dieser Serie glaubt, dann ist das nicht in der Shopseite integrierte Blog die berühmte Ausnahme von der Regel. Ich persönlich tendiere inzwischen auch dazu ein Blog in die Shopseite zu integrieren, allerdings ist es dann enorm wichtig deutlich zu machen, dass im Blog nichts direkt verkauft werden soll. Es muss für Google klar ersichtlich sein, dass hier Informationen und nicht Waren angeboten werden. An dieser Stelle kann ein eigenes CMS auch ein wichtiges Signal an die Suchmaschine sein. Ist dagegen leicht erkennbar, dass es sich hier doch nur um eine reine Verkaufsveranstaltung handelt, ist die ganze Mühe mehr oder weniger umsonst.

Wie soll das Blog heißen?

Oder solle es überhaupt Blog heißen? Wer sich mit der Materie beschäftigt, kommt der Begriff „Blog“ inzwischen fast schon ein bisschen altbacken vor. Aber unter uns, Google ist das egal und die Mehrheit der Internetuser besucht zwar täglich Blogs, weiß es aber nicht. (Zumindest deutet das die alljährliche ARD-ZDF-Internetstudie immer wieder an.) In meiner Untersuchung behielten die meisten Unternehmen den Begriff bei, wenn das Blog allerdings optisch einen deutlichen Magazincharakter angenommen hat, wurde es auch oft so benannt. Das ist eine Vorgehensweise, an der man sich durchaus orientieren kann.

Das war natürlich nur ein kleiner Einblick, um ein erfolgreiches Blog zu starten. Viele Punkte sind schlicht auch unerwähnt geblieben, wie zum Beispiel eine On-Site-Optimierung unter SEO-Gesichtspunkten, die Anbindung an deine Social Media-Accounts usw. usf. Genauso wie die kurz angerissenen Themen kann man aber auch über diese Punkte einen eigenen Artikel schreiben – vielleicht mache ich das demnächst mal.


zu Teil I: Analyse der Blogs der größten deutschen Online-Shops
zu Teil II: In welchen Fällen brauche ich ein Blog?
zu Teil II: Tipps, damit deine Blog ein Erfolg wird.

Braucht mein Online-Shop ein Blog? (Teil II)

Die Antwort auf die Frage könnte ein klares Ja sein, aber das wäre zu einfach. Wie bei fast allen Dingen im Internet, ist es ein wenig kompliziert. Die Antwort lautet also: Ja, wahrscheinlich.

Im ersten Teil dieser kleinen Serie hatte ich ja zehn Blogs der umsatzstärksten deutschen Online-Shops unter die Lupe genommen, allerdings hat natürlich nicht jeder Händler auf seiner Webseite ein Weblog. Diese Sichtweise verführt natürlich ein bisschen sich bei den Großen auch abzugucken, ob man denn ein Blog braucht oder nicht. STOP! Da liegt ein Missverständnis vor. Diese Auflistung dient eher der Inspiration, wenn man denn ein Blog für seinen Online-Shop einführen will, nicht der Frage, ob man es machen sollte. Zumindest dann, wenn die Argumentation gegen ein Blog lautet: Ja, wozu denn, Amazon oder Otto haben doch auch keines! Aber um es mal schonungslos zu sagen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Online-Shop desjenigen, der sich aufgrund dieses Artikels gerade die Frage nach einem Blog stellt, nicht Amazon oder Otto.

Drei Gründe sprechen für ein Blog

Auf einen Blick! Wann braucht mein Online-Shop ein Blog?


  • Ich verkaufe ein bestimmtes Produkt, vielleicht noch ein bisschen Zubehör, aber ich habe nicht wirklich so viele Produkte um allein durch Produktbeschreibungen massiv Content zu produzieren, auf den Suchmaschinen ansprechen.
  • Ich habe zwar durchaus ein umfangreicheres Produktspektrum, das sich aber nicht von anderen Angeboten absetzt. Ich möchte meinen Online-Shop aufwerten, in dem ich mich als Experte auf meinem Gebiet positioniere.
  • Ich möchte mein Unternehmen darstellen, zum Beispiel um es persönlicher werden zu lassen oder schlicht ein gutes Image aufzubauen.

Beim ersten Punkt handelt es sich um Suchmaschinenoptimierung, bei den beiden anderen um Online-Marketing? Jein, denn eigentlich handelt sich bei allen drei Punkten um Content Marketing.

Natürlich dient der Aufbau eines Blogs unter dem ersten Gesichtspunkt erst einmal dazu Content zu schaffen, den die Suchmaschine als themenrelevant erkennt und deshalb bei einer entsprechenden Suchanfrage diesen einen Online-Shop bevorzugt. Infolge dessen sollte auch bei einem Blog stets mitgedacht werden, indem man etwa seine Beiträge Keyword optimiert, mit multimedialem Content anreichert usw. Noch vor ein paar Google Updates hätte es noch ausgereicht das Blog allein unter diesen Gesichtspunkten zu führen. Oder um es klar zu sagen: Man hätte nicht für den Kunden gebloggt, sondern für die Suchmaschine.

Oder gibt es nur einen Grund?

Doch dieses klassische Onsite-Optimierung greift heute immer weniger, nicht weil sie wertlos wäre, sondern weil sie schlicht Standard ist. Was Google oder Bing heute jedoch immer besser beherrschen und zweifellos auch weiter optimieren, ist das Verständnis eines Inhaltes. Der Algorithmus wird insofern immer klüger, als das er etwa einen Text nicht nur in seine Bestandteile zerlegt, sondern ein immer menschenähnlicheres Verständnis hat. Und das hat zur Folge, dass ein Blogbeitrag der einzig und allein Futter für Google sein soll, von Google als solches erkannt und somit als für den echten User mehr oder weniger wertlos eingestuft wird.

Die Grenzen zwischen den drei Punkten verschwimmen also immer mehr. Wer also ein Produkt hat, das es so oder so ähnlich auch bei einem Konkurrenten zu bestellen gibt, muss sich von diesem absetzen. Das kann er zum Beispiel damit tun, in dem er sich als ein Experte auf seinem Gebiet positioniert. Wer dem Kunden darlegen kann, dass er sich auf dem Gebiet besonders gut auskennt, gewinnt einen Vertrauensvorschuss. Das kann der entscheidende Unterschied zur Konkurrenz sein, die nur einen lieblos dahingeklatschten Shop betreibt. Und was der Kunde als gut empfindet, findet auch die Suchmaschine gut.

Im Großen und Ganzen trifft das auch dann zu, wenn das Blog etwa das Unternehmensimage verbessern soll. Dann etwa, wenn man – im Gegensatz zur Konkurrenz – auch die Menschen hinter dem Shop in Erscheinung treten lässt. Das erzeugt Vertrauen. Ein Gut das nicht zu unterschätzen ist, schließlich will man ja, dass einem der Kunde seine Kreditkartendaten anvertraut.


zu Teil I: Analyse der Blogs der größten deutschen Online-Shops
zu Teil II: In welchen Fällen brauche ich ein Blog?
zu Teil II: Tipps, damit deine Blog ein Erfolg wird.