SEO im Jahr 2017: Auf was steht Google wirklich?

… und eigentlich ist das auch schon die falsche Frage. Denn es hat zwar lange gedauert, aber inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass genau jene Seiten am besten ranken, die nicht für Google sondern für den echten Nutzer geschrieben wurden.

„Am Ende sind wir wieder bei Matt Cutts, der vor 15 Jahren gesagt hat ‚Build great content‘ – und wir befürchten das das wahr sein könnte.“, Prof. Mario Fischer.

Aber deshalb müssen SEO’s jetzt nicht befürchten arbeitslos zu werden und nein, SEO ist immer noch nicht tot. Auch 2017 sollte dieser Berufsstand noch überleben können. Was man als SEO hingegen alles wissen sollte, hat sich SISTRIX mal wieder gefragt und gleich 16 der bekanntesten SEO-Experten des Landes zum Talk eingeladen. Bei t3n kann man sich die dabei herausgekommenen Videos in aller Ruhe ansehen und durchaus etwas lernen.

Die wichtigsten Erkenntnisse und natürlich auch noch ein bisschen Senf von mir als Zusatzbeigabe habe ich mal zusammengestellt:

Der Rankingfaktor Links

  • Links sind auch 2017 ein Rankingfaktor,
  • langfristig sinkt die Bedeutung allerdings.
  • Beim Ranking können Links auch das Zünglein an der Waage sein!
  • Kenne die Richtlinien von Google für Links!

Externe Backlinks haben ihren Wert nicht prinzipiell verloren, spätestens seit Pinguin kann Google die Links aber besser bewerten. Die Abhängigkeit von Google was Links angeht, ist also insgesamt gesunken. Was langfristig wohl noch zunehmen wird, denn wie Marcus Tandler, Gründer von OnPage.org, treffend bemerkt, Google muss immer mehr von extern beeinflussbaren Faktoren unabhängiger werden. Einfach auch, weil es sich nicht manipulieren lassen will, um dem User das beste Ergebnis zu liefern.

Mit anderen Worten, Links sollte man weiter als SEO nutzen. Allerdings ist es wichtiger denn je auf Qualität, statt Quantität zu setzen. Wenn natürlich auch ein Link der richtig Traffic liefert besser ist, als ein von Usern nicht geklickter Link. Doch Vorsicht, wer es mit dem Linkbuilding übertreibt, kann sich schnell ein Eigentor schießen. Mario Fischer aus Würzburg empfiehlt wohl auch deshalb nicht zu Unrecht manch Linkbuilding-Sünde von früher zu beseitigen.

Was die Zielseite angeht, gilt der Tipp, dass man nicht jede Seite mit Links versorgen muss (oder sollte), weil der eingehende Linkjuice z.B. auch auf andere Produktseiten übergeht. Jede Produktseite hier mit gleichmäßig Links zu versorgen könnte einem Google als Muster erkennen und übel nehmen. Im Zweifel sollte man die Startseite als Zielseite nehmen, auch weil sie die dauerhafteste Seite ist, wenn sich die URL-Struktur ändert.

Googles Richtlinien für Links: Sollte man die Grenzen von Google austesten, oder davon ausgehen, dass Google es früher oder später rausfindet, ob ein Link gekauft wird? Markus Hövener, Head of SEO bei Bloofusion, tendiert nicht ganz zu Unrecht zu letzterem. Google scheint bei vielen Seiten durchaus die Strategie zu fahren tolerant zu sein, aber irgendwann kann der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen.

Konkrete Tipps:
  • Eine Landingpage muss erst einmal wachsen, ein selbständiges Grundrauschen entwickeln, bevor man selbst Links für sie besorgt.
  • Um Linkpower anzulocken taugt am besten eine entkommerzialisierte Zone, wie etwa ein Blog.

Mein Praxistipp: Statt Links einzukaufen sollte man sich die Mühe machen Seiten aufzustöbern, von denen man gerne verlinkt werden würde, weil es Sinn macht. Viele werden zwar nein sagen, aber ein paar eben doch.

Verwendung von Keywords

  • Keywords müssen auf die Suchintention ausgerichtet sein.
  • Keywords in URL, Meta-Description und H1-Überschirften machen meist Sinn.
  • Keywords helfen beim Ranking, beim Schaffen von Content, sollten aber nicht überbewertet werden.

Keywords sind wie Links wichtig, verlieren aber ebenfalls an Wert. Heute sollte man aber auch auf das semantische Umfeld setzen, denn Ziel von Google spielt nicht das Ergebnis aus, dass genau dem Keyword entspricht, sondern der Suchintention. Dennoch sollte man sich immer die Keywords vor Augen halten, wenn man einen Content schafft.

Die einfachen Regeln wie Keyworddichte erscheinen Laien zwar griffig, funktionieren aber eben nicht mehr. Wenn der Content dem User nichts bringt, kann man es ohnehin vergessen. Eine Seite muss auf den User ausgerichtet sein!

On-Site-Optimierung jenseits von Keywords

  • Usability ist enorm wichtig.
  • Die Technik, z.B. Ladezeiten müssen gut sein.
  • Google crawlt die Seite nur dann oft, wenn auch neuer Content vorhanden ist.
  • Ergebnisse für den User liefern, Lösungen anbieten.

Es gilt positive Nutzersignale zu senden, also dem Nutzer eine Seite anzubieten, auf der er sich wohlfühlt. Das gilt für Design und Usability ebenso, wie etwa auch das Anbieten einer guten Suche. Es gilt aber auch die Ladezeit der Seite nicht quälend lang zu machen, eine gute Struktur sowohl für den Benutzer, als auch den Bot anzubieten.

Der Content

  • Content muss den Nutzer zufriedenstellen, niemanden sonst!
  • Content Marketing ist ein Muss, aber bitte mit Strategie!

Google lernt etwa am Nutzerverhalten, wie gut der Content wirklich ist. Heute ist der Algorithmus darin besser denn je. Man sollte also tunlichst weder Content für Google schaffen, oder um sich selbst darzustellen, sondern genau das was der User erwartet und auch sehen will. Wer also gut ranken will, muss zuerst einmal feststellen, was das eigene Zielpublikum eigentlich will. Das gilt sowohl für den Inhalt, als auch auf dessen Darstellung.

Content Marketing als Strategie wird auch der Meinung von Markus Hövener nach noch bei vielen Unternehmen viel zu wenig berücksichtigt. Und wenn doch, dann ohne eine Strategie dahinter zu verfolgen. Und zum Content Marketing gehört es auch den eigenen Content zu verbreiten.

Holistischer Content ist insofern die Gegenwart, als dass man durch ihn gut mehrere Suchintentionen abdeckt und auch Longtails gut darin unterbringen kann. Und weil man statt 100 kleiner Einzelseiten eine große Seite baut, ist es eigentlich auch kein großer Mehraufwand. Und wer mit seiner Seite auch eine (Suchan-)Frage beantwortet, sendet auch gute Nutzersignale an Google zurück und kann den Benutzer so zufriedenstellen, dass er durch einen Call to action auch eine Conversion bringt.

Konkrete Tipps:

  • Ein Blog ist immer gut, aber einfach drauf los zu bloggen macht auch wenig Sinn.
  • Wer seinen Kunden über einen informativen Inhalt auf die eigene Seite bringt, kann ihnen im Anschluss gezielt Google Ads, Facebook Ads usw. einblenden lassen.

Mein Praxistipp: Eine Landingpage die einen holistischen Content als Inhalt hat, sollte man gestalten wie eine eigene Webseite – also übersichtlich, gut aufbereitet und strukturiert.

Soweit also die „kurze“ Zusammenfassung, aber was ist jetzt die Moral der Geschichte? Leider wohl auch, das man Top-Platzierungen bei Google weder geschenkt bekommt, noch sich erkaufen (erschwindeln) sollte. Denn auch wenn es beruhigend für manchen in der Branche sein mag, dass man mit Linkbuilding und Keywords noch immer Ergebnisse erreichen kann, so ist das auch noch immer in gewisser Weise ein Fluch, denn a) setzt sich das beim Kunden fest und b) glaubt er damit schnell und billig zum Erfolg zu kommen. Damit treibt er die seriösen Anbieter, die wissen, dass das so nicht geht, in den Wahnsinn. Denn während die ihm On-Site-Maßnahmen empfehlen, die aufwendig sind, Geld kosten und sich mittel- bis langfristig auszahlen, will der lieber die Versprechen der schwarzen Schafe hören, die ihm für ein paar Euro mit gekauften Links versorgen und einem erzählen es würde schon reichen Content dadurch zu perfektionieren, dass man den Text halt anhand der Formel WDF*IDF optimiert.

 

Der heiße Scheiß der Woche (073)

+ + + Jeder vierte Deutsche will Chatbots nutzen + + +

Chatbots gehören zu den üblichen Paradoxien der schönen neuen Welt. Sie können das Leben des Einzelnen deutlich vereinfachen, mit der Übernahme des Kundenservice durch Chatbots, erhöhen sie aber auch die Chance, dass sie sich niemand mehr leisten kann.

+ + + Office 365 ab heute aus der deutschen Cloud verfügbar + + +

Die deutsche Microsoft Cloud ist da – kostet dann aber auch ein bisschen mehr. Wenn man bedenkt, dass der Datenschutz bei deutschen Unternehmen sowieso nur eine Ausrede war, kann man nur hoffen ihnen jetzt kein Kostenargument geliefert zu haben.

+ + + Die 5 beliebtesten Fehler im Content Marketing + + +

Content Marketing ist sinnvoll, aber keine 08/15-Sache. Und man kann durchaus den ein oder anderen Fehler machen. Dann nämlich, wenn man Content Marketing mit Vertriebsbotschaften verwechselt, oder einfach mal was dahinrotzt.

 

4 todsichere Methoden Themen fürs Content Marketing zu finden

Wer textet kennt das Problem. Es gibt Projekte, da fliegen einem die Themen nur so zu und man braucht sich nur die Rosinen raus zu picken. Ja, und dann gibt es noch DIE Projekte. Wobei natürlich anzumerken ist, dass auch das sich die Rosinen rauspicken gelernt sein will.

Was aber tun, wenn man vor dem Bildschirm sitzt und man so gar keine Idee für den angeforderten Hubartikel hat? Na ja, man setzt sich hin und spielt so durch, was einem helfen kann:

  • Brainstorming (am besten nicht alleine)
  • Recherche
  • Beobachtung
  • und das Zielpublikum fragen

Dafür gibt es zahlreiche Methoden und ebenso viele Tools. Diese Infografik vom Textdienstleister Textbroker hat wohl die wichtigsten davon zusammengetragen:

Infografik Themenfindung im Content-Marketing

Infografik via Textbroker

 

Braucht mein Online-Shop ein Blog? (Teil III)

In den ersten beiden Teilen haben wir uns mal angesehen, welche erfolgreichen Online-Shops bloggen und auch wie sie bloggen. Danach ging es um die Frage, ob du selbst mit deinem Shop unter die Blogger gehen solltest. Folgerichtig geht es jetzt darum, wie man die Sache richtig macht.

Brauche ich wirklich Leidenschaft und Unmengen von Content?

Auch wenn es ein legitimer Grund fürs Bloggen sein mag, dass man einer an Content schwachen Seite einfach mehr Masse geben will, wenn das der einzige Grund ist – dann sollte man es lieber bleiben lassen. Eine Leidenschaft fürs Bloggen vorauszusetzen ist aber auch deutlich übertrieben. Sagen wir, man sollte einfach nicht zu jenen Menschen gehören, die sich jeden Satz mühsam aus den Fingern saugen müssen. Das es mitunter schwer ist regelmäßig Artikel zu schreiben, kann natürlich nicht nur an einer Schreibunlust liegen, sondern auch weil man denkt ohnehin keine Themen zu finden. Der übliche Marketingguru würde jetzt rufen, es gibt immer Themen! Am Ende hat er zwar recht, aber aus praktischer Erfahrung weiß ich, dass es Themen gibt die es einem verdammt schwer machen regelmäßig darüber etwas schreiben zu können. Mit anderen Worten, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Wie viel und wie oft soll ich bloggen?

Tja, das weiß leider niemand so genau. Was die Länge der Blogartikel angeht, gibt es im Wesentlichen zwei Parteien. Die einen sagen man müsse mindestens 250 bis 300 Wörter schreiben, die anderen schwören auf ein Minimum von 1000 Worte. Die Wahrheit dürfte wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen. Wobei natürlich auch ein Inhalt unter 250 Worten gut ranken kann, wenn er denn wertvoll genug ist. Ich persönlich würde die 250  als Minimalziel immer anpeilen, solange die Qualität des Textes darunter nicht leidet. Und was die 1000 angeht, nicht jeder haut drei 1000er die Woche raus, aber es ist oft leichter als man denkt. Wo wir schon bei der Häufigkeit wären, oder besser Regelmäßigkeit, denn regelmäßig sollte man schon veröffentlichen. Wobei dieses „regelmäßig“ nicht bedeuten sollte alle zwei Jahre einen Artikel zu schreiben. Ich würde etwas zwischen einer Woche und einem Monat empfehlen, es sei denn natürlich man hat im Idealfall mehr zu schreiben.

Welche Technik soll ich verwenden?

Man hat dir dein Shopsystem natürlich als eine Eier legende Wollmilchsau verkauft, aber im Zweifel würde ich immer ein Blogsystem empfehlen, das entsprechend in die Domain eingebunden ist. Es empfiehlt sich WordPress, aber es gibt da durchaus auch noch andere. WordPress bietet für diesen Zweck aber einfach ein Rundumsorglospaket, das von deinem Shopsystem auch mittels zusätzlicher Plugins so nicht geboten wird – mögen die Entwickler es auch „Blog“ nennen. Ein eigenes Shopsystem hat übrigens noch einen weiteren Vorteil, dazu komme ich im nächsten Abschnitt.

Soll mein Blog überhaupt unter der gleichen URL wie der Shop erreichbar sein?

Wenn man meiner zugegebenermaßen nicht nach allen Regeln der Statistik erhobenen Untersuchung in Teil I dieser Serie glaubt, dann ist das nicht in der Shopseite integrierte Blog die berühmte Ausnahme von der Regel. Ich persönlich tendiere inzwischen auch dazu ein Blog in die Shopseite zu integrieren, allerdings ist es dann enorm wichtig deutlich zu machen, dass im Blog nichts direkt verkauft werden soll. Es muss für Google klar ersichtlich sein, dass hier Informationen und nicht Waren angeboten werden. An dieser Stelle kann ein eigenes CMS auch ein wichtiges Signal an die Suchmaschine sein. Ist dagegen leicht erkennbar, dass es sich hier doch nur um eine reine Verkaufsveranstaltung handelt, ist die ganze Mühe mehr oder weniger umsonst.

Wie soll das Blog heißen?

Oder solle es überhaupt Blog heißen? Wer sich mit der Materie beschäftigt, kommt der Begriff „Blog“ inzwischen fast schon ein bisschen altbacken vor. Aber unter uns, Google ist das egal und die Mehrheit der Internetuser besucht zwar täglich Blogs, weiß es aber nicht. (Zumindest deutet das die alljährliche ARD-ZDF-Internetstudie immer wieder an.) In meiner Untersuchung behielten die meisten Unternehmen den Begriff bei, wenn das Blog allerdings optisch einen deutlichen Magazincharakter angenommen hat, wurde es auch oft so benannt. Das ist eine Vorgehensweise, an der man sich durchaus orientieren kann.

Das war natürlich nur ein kleiner Einblick, um ein erfolgreiches Blog zu starten. Viele Punkte sind schlicht auch unerwähnt geblieben, wie zum Beispiel eine On-Site-Optimierung unter SEO-Gesichtspunkten, die Anbindung an deine Social Media-Accounts usw. usf. Genauso wie die kurz angerissenen Themen kann man aber auch über diese Punkte einen eigenen Artikel schreiben – vielleicht mache ich das demnächst mal.


zu Teil I: Analyse der Blogs der größten deutschen Online-Shops
zu Teil II: In welchen Fällen brauche ich ein Blog?
zu Teil II: Tipps, damit deine Blog ein Erfolg wird.

 

Braucht mein Online-Shop ein Blog? (Teil II)

Die Antwort auf die Frage könnte ein klares Ja sein, aber das wäre zu einfach. Wie bei fast allen Dingen im Internet, ist es ein wenig kompliziert. Die Antwort lautet also: Ja, wahrscheinlich.

Im ersten Teil dieser kleinen Serie hatte ich ja zehn Blogs der umsatzstärksten deutschen Online-Shops unter die Lupe genommen, allerdings hat natürlich nicht jeder Händler auf seiner Webseite ein Weblog. Diese Sichtweise verführt natürlich ein bisschen sich bei den Großen auch abzugucken, ob man denn ein Blog braucht oder nicht. STOP! Da liegt ein Missverständnis vor. Diese Auflistung dient eher der Inspiration, wenn man denn ein Blog für seinen Online-Shop einführen will, nicht der Frage, ob man es machen sollte. Zumindest dann, wenn die Argumentation gegen ein Blog lautet: Ja, wozu denn, Amazon oder Otto haben doch auch keines! Aber um es mal schonungslos zu sagen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Online-Shop desjenigen, der sich aufgrund dieses Artikels gerade die Frage nach einem Blog stellt, nicht Amazon oder Otto.

Drei Gründe sprechen für ein Blog

Auf einen Blick! Wann braucht mein Online-Shop ein Blog?


  • Ich verkaufe ein bestimmtes Produkt, vielleicht noch ein bisschen Zubehör, aber ich habe nicht wirklich so viele Produkte um allein durch Produktbeschreibungen massiv Content zu produzieren, auf den Suchmaschinen ansprechen.
  • Ich habe zwar durchaus ein umfangreicheres Produktspektrum, das sich aber nicht von anderen Angeboten absetzt. Ich möchte meinen Online-Shop aufwerten, in dem ich mich als Experte auf meinem Gebiet positioniere.
  • Ich möchte mein Unternehmen darstellen, zum Beispiel um es persönlicher werden zu lassen oder schlicht ein gutes Image aufzubauen.

Beim ersten Punkt handelt es sich um Suchmaschinenoptimierung, bei den beiden anderen um Online-Marketing? Jein, denn eigentlich handelt sich bei allen drei Punkten um Content Marketing.

Natürlich dient der Aufbau eines Blogs unter dem ersten Gesichtspunkt erst einmal dazu Content zu schaffen, den die Suchmaschine als themenrelevant erkennt und deshalb bei einer entsprechenden Suchanfrage diesen einen Online-Shop bevorzugt. Infolge dessen sollte auch bei einem Blog stets mitgedacht werden, indem man etwa seine Beiträge Keyword optimiert, mit multimedialem Content anreichert usw. Noch vor ein paar Google Updates hätte es noch ausgereicht das Blog allein unter diesen Gesichtspunkten zu führen. Oder um es klar zu sagen: Man hätte nicht für den Kunden gebloggt, sondern für die Suchmaschine.

Oder gibt es nur einen Grund?

Doch dieses klassische Onsite-Optimierung greift heute immer weniger, nicht weil sie wertlos wäre, sondern weil sie schlicht Standard ist. Was Google oder Bing heute jedoch immer besser beherrschen und zweifellos auch weiter optimieren, ist das Verständnis eines Inhaltes. Der Algorithmus wird insofern immer klüger, als das er etwa einen Text nicht nur in seine Bestandteile zerlegt, sondern ein immer menschenähnlicheres Verständnis hat. Und das hat zur Folge, dass ein Blogbeitrag der einzig und allein Futter für Google sein soll, von Google als solches erkannt und somit als für den echten User mehr oder weniger wertlos eingestuft wird.

Die Grenzen zwischen den drei Punkten verschwimmen also immer mehr. Wer also ein Produkt hat, das es so oder so ähnlich auch bei einem Konkurrenten zu bestellen gibt, muss sich von diesem absetzen. Das kann er zum Beispiel damit tun, in dem er sich als ein Experte auf seinem Gebiet positioniert. Wer dem Kunden darlegen kann, dass er sich auf dem Gebiet besonders gut auskennt, gewinnt einen Vertrauensvorschuss. Das kann der entscheidende Unterschied zur Konkurrenz sein, die nur einen lieblos dahingeklatschten Shop betreibt. Und was der Kunde als gut empfindet, findet auch die Suchmaschine gut.

Im Großen und Ganzen trifft das auch dann zu, wenn das Blog etwa das Unternehmensimage verbessern soll. Dann etwa, wenn man – im Gegensatz zur Konkurrenz – auch die Menschen hinter dem Shop in Erscheinung treten lässt. Das erzeugt Vertrauen. Ein Gut das nicht zu unterschätzen ist, schließlich will man ja, dass einem der Kunde seine Kreditkartendaten anvertraut.


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Braucht mein Online-Shop ein Blog? (Teil I)

2017 mögen Blogs manchmal ein bisschen altbacken wirken, zumindest wer sich mit dem Thema Online-Marketing beschäftigt, sagt das Wort schließlich mindestens fünf Mal am Tag. Dabei kann ein Blog auch für Online-Shops nach wie vor Gold wert sein.

Wie man ein Blog am Besten für den Erfolg seines Online-Shops nutzen kann, habe ich mir mal bei bestehenden Shopseiten angesehen. Als Grundlage diente eine Liste der umsatzreichsten Online-Shops in Deutschland, die bin ich durchgegangen und habe mir die ersten zehn Blogs (eigentlich 11, da Zalando zwei betreibt) mal angesehen, die ich in der Auflistung gefunden habe.

Auffällig ist übrigens zuerst einmal, dass die ganz Großen der Branche keine Blogs betreiben, also etwa Amazon oder Otto. Auf der anderen Seite ist das durchaus nachvollziehbar, dient ein Blog doch auch der Generierung von Content, war aber allein mit seinen Produktbeschreibungen Server füllen kann, der kann aus diesem Gesichtspunkt auch gut und gerne darauf verzichten. Als Argument gegen ein Blog taugt das Beispiel Otto oder Amazon nicht, denn beide dürften ein paar tausend Produkte mehr im Lager haben, als der durchschnittliche deutsche Online-Shop.

Die einzelnen Blogs habe ich grob in drei Gruppen geteilt: Reiner Unternehmens- bzw. Produktblogs, themenspezifische Blogs und gemischte. Unter themenspezifischen Blogs verstehe ich Seiten, die sich zwar um das Leistungsspektrum des jeweiligen Shops drehen, aber eben den User informieren wollen, statt reine Verkaufsbeiträge zu veröffentlichen. Mit insgesamt 4 sind sie genauso stark vertreten, wie die Unternehmensblogs, der Rest macht mehr oder weniger eine Mischung aus beidem. Übrigens heißen vier Blogs gar nicht Blogs, sondern werden meist als „Magazin“ bezeichnet. Bei Zalando läuft das ganze unter der Überschrift „Editorial“, während das Unternehmensblog wieder schlicht „Blog“ heißt.

Content oder Image – man merkt den Unterschied

Manche Unternehmen haben es ziemlich plump auf die Generierung von Content abgesehen, Weltbild News sollte hier ein abschreckendes Beispiel sein. Blogs die ganz allein der Imagepflege dienen finden sich dagegen nicht, irgendeine Content Generierung ist immer dabei. Hauptsächlich natürlich in Text und Bildform, aber auch Videos sind in Form von Tutorials oder Fitnessübungen hier und da vertreten. Letztere Unternehmen stecken natürlich besonders viel Aufwand in die einzelnen Seiten.

Zehn Blogs der umsatzstärksten deutschen Online-Shops

An dieser Stelle aber erst einmal genug der Analyse, hier ist ein kleiner Überblick über die von mir ausgewerteten Blogs:

Name: Tchibo Blog
Unternehmen: Tchibo GmbH
Domain: http://blog.tchibo.com/
Beschreibung: Tchibo lässt seine Mitarbeiter bloggen. Dabei geht es vorwiegend um das Unternehmen selbst. Im Zentrum stehen aber auch zum Beispiel soziale Aktivitäten der Mitarbeiter, was natürlich zur Weihnachtszeit einen größeren Raum einnimmt. Da es im Blog aber natürlich auch um das Thema Kaffee geht, kommt der Kunde an dieser Stelle auch zu seinen Informationen. Um ein „Wir preisen unsere Produkte an“-Blog handelt es sich hier aber nicht.
Bewertung: Ein Blog mit dem eindeutigen Ziel das Image des Unternehmens aufzuwerten und es damit menschlicher werden zu lassen. Etwas konventionell, aber das entspricht ja durchaus dem Unternehmensbild. Sagen wir 7 von 10 Punkten.

Name: Editorial Zalando
Unternehmen: Zalando SE
Domain: https://www.zalando.de/editorial-damen/ & https://blog.zalando.de/
Beschreibung: Der Online-Händler Zalando führt im Grunde zwei Blogs. Ein klassisches Unternehmensblog unter der Subdomain blog und ein magazinartiges Blog unter dem Namen Editorial. Dort beschäftigt man sich ganz mit dem Thema Mode um entsprechenden themenspezifischen Content aufzubauen.
Bewertung: Zalando fährt zweigleisig. Für das Image gibt es ein klassisches Unternehmensblog, während man auf der Seite selbst ein Magazin recht gut platziert hat. Dort spricht man den Kunden direkt an und betreibt klassisches Content-Marketing mit einem redaktionell betreuten Blog. Für das Editorial gibt es 8 von 10, fürs Blog 7 von 10 möglichen Punkten.

Name: Das Conrad Blog
Unternehmen: Conrad Electronics SE
Domain: http://blog.conrad.de/
Beschreibung: Unter den Onlineversandhändlern in der Technik-Computer-Sparte sticht Conrad mit seinem Blog aus der Reihe, denn die meisten sparen sich hier diese Art des Content-Marketings. Conrad geht dafür echt in die Vollen und reichert sein Blog unter anderem auch mit Videoinhalten in Form von Tutorials an. In der Kategorie „Conrad Inside“ gibt es die klassischen Unternehmensnews, ansonsten handelt es sich hier um klassisches Content-Marketing.
Bewertung: Conrad investiert einiges in sein Blog und macht es damit zu einer eigenständigen Seite, die dennoch mit dem Logo gebrandet ist. Dafür gibt es 9 von 10 Punkten.

Name: H & M Magazine
Unternehmen: H & M Hennnes & Mauritz AB
Domain: http://www.hm.com/de/magazine
Beschreibung: H & M stellt ein themenspezifisches Magazin ins Netz, dass sich mit den Themen Mode, Beauty und Fitness beschäftigt. Vorgestellt werden neben Trends auch Tipps, angereichert wird das ganze durch Video-Content etwa in Form von kleinen Fitnessvideos.
Bewertung: Ein im schick-simplen Design erstelltes Blog, das handwerklich top ist, dem es aber ein wenig an dem gewissen Etwas fehlt. Deshalb dann auch nur 7 von 10 Punkten.

Name: DocMorris Blog
Unternehmen: Versandapotheke DocMorris
Domain: http://www.docmorris-blog.de/
Beschreibung: Das deutsche Blog des niederländischen Versandhändlers ist in die Themen Ernährung, Gesundheit, Körper & Seele und DocMorris eingeteilt. Wobei die letztere Kategorie nicht das Unternehmen im Fokus hat, sondern meinungsgeprägte Artikel zu Gesundheitspolitik und andere Themen.
Bewertung: Vom Design her ein wenig zu bunt, aber das ist Geschmackssache. Der User wird durchaus über das Thema Medikamente und Gesundheit informiert, die Schlagzahl der veröffentlichten Beiträge ist aber eher mittelmäßig. Ich würde sagen 5 von 10 Punkten.

Name: t.blog
Unternehmen: Thomann GmbH
Domain: https://www.thomann.de/blog/de/
Beschreibung: Bei Thomann findet man nicht nur Musikinstrumente, sondern auch gleich Blogs in sechs Sprachen. Inhaltlich stellen die Macher das Unternehmen und die im Shop angebotenen Produkte vor, machen das aber auf eine so witzige Art und Weise, dass die einzelnen Beiträge seltenst in den Verdacht geraten langweilige Produktpräsentationen zu sein.
Bewertung: In dem Blog steckt Herzblut und Individualität der Mitarbeiter, da kann dann auch schon eine einfache Produktvorstellung lesenswert/sehenswert sein. Deshalb 7 von 10 Punkten.

Name: IKEA Unternehmensblog
Unternehmen: IKEA Deutschland GmbH & Co. KG
Domain: http://www.ikea-unternehmensblog.de
Beschreibung: Thematisch besonders umfangreich zeigt sich der schwedische Möbelhändler in seinem Unternehmensblog. Wobei der Wortbestandteil „Unternehmen“ fast schon eine Irreführung ist, berichten die Autoren an dieser Stelle doch auch über die bekannten nordischen Bräuche Bäume aus dem Fenster zu werfen, aber eben auch über soziales Engagement oder aktuell über einen eigens in Auftrag gegeben Zukunftsreport.
Bewertung: Insgesamt kein schlechtes Blog, aber die Themenvielfalt ist etwas zu groß geraten. Vielleicht könnte ein übersichtlicheres Design das ein bisschen ändern. Sagen wir 6 von 10 Punkten.

Name: Weltbild-News-Blog
Unternehmen: Weltbild GmbH & Co. KG
Domain: http://www.weltbild-news.de/
Beschreibung: In seinem Blog dreht sich bei Weltbild alles um die zu verkaufende Produkte. Bücher, Kalender usw. usf. Insgesamt ist alles aber eher billige Contentschinderei ohne viel Aufwand, so findet man etwa bei den Buchvorstellungen kaum mehr, als auch auf den Buchumschlägen steht – möglicherweise ist es sogar derselbe Text.
Bewertung: Mit seinem Blog sticht Weltbild vor allem deshalb heraus, weil es so schlecht ist. Inhaltlich und äußerlich bräuchte es dringend eine hilfreiche Hand, die das Wort Content-Marketing zumindest buchstabieren kann. 2 von 10 Punkten, mehr sind echt nicht drin.

Name: Ihr Klingel-Magazin
Unternehmen: K – Mail Order GmbH & Co. KG
Domain: http://www.klingel.de/magazin/
Beschreibung: Das Zielpublikum bei Klingel ist wohl eher weiblich, was man auch dem Magazin sofort anmerkt. Der Versandhändler bietet hier eine bunte Mischung aus Modetipps, Stilberatung und – na ja, Stilberatung nach Sternzeichen an. Darüber kann man denken was man will, aber wenn es beim Kunden ankommt, eine gute Strategie.
Bewertung: Okay, ich persönlich würde da nicht einkaufen. Aber das Blog von Klingel ist frisch aufgemacht und bietet eine gute Mischung zwischen Produktmarketing, Mitarbeitermitwirkung und ein bisschen Unterhaltung. 7 von 10 Punkten!

Name: Das Reuter Magazin
Unternehmen: reuter onlineshop GmbH
Domain: https://www.reuter.de/magazin/index.html
Beschreibung: Wer mit dem Namen Reuter nichts anfangen kann, sieht auch im Magazin sofort um was es geht: Küche, Bad, Leuchten usw. Ein schönes Beispiel für langweiliges Content Marketing, dass sich auf Lobpreisungen der eigenen Produkte beschränkt.
Bewertung: Handwerklich sauber gemacht, aber ohne Liebe zum Detail. Man merkt schnell, dass es hier wohl in erster Linie nur ums Generieren von Content ging, statt auch mal an den Kunden/Leser zu denken. Deshalb 4 von 10 Punkten.


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Warum Linkbuilding ohne Conent Marketing nicht funktioniert

Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Eine der ältesten Fragen der Menschheit ist eigentlich ziemlich leicht zu beantworten: das Huhn! Zumindest jenes Huhn, das wir im evolutionären Prozess als „Huhn“ definieren, weil es sich von seinem Vorfahr – mitunter auch schon mal ein Dino – zu einem Huhn entwickelt hat. Tja, und dieses ganz besondere Huhn legte dann das erste Ei.

Aber heute geht es nicht um Hühner, viel mehr habe ich mich geistig mal wieder ein wenig mit dem Thema Linkbuilding auseinander gesetzt. Ich gehöre ja nicht zu den SEO-Gurus, die behaupten man müsse nur tollen Content online stellen und schon läuft die Sache von selbst. Unter uns, das Internet ist geradezu überfüllt mit gerade zu fantastischem Content, den allerdings nie jemand zu Gesicht bekommt. Kurz: Linkbuilding ist eine sinnvolle Maßnahme.

Oder eigentlich sollte man lieber Folgemaßnahme schreiben, denn wer will das sein Content verlinkt wird, muss auch Content haben, den andere verlinken wollen. Und selbst wenn er hier und da mit ein paar Anreizen nachhilft, knallhart gesagt, Geld für gesetzte Forenbeiträge oder Gastbeiträge zahlt, wird er um den guten Content nicht herumkommen. Denn wenn das Linkziel den Eindruck erweckt wertloser Schrott zu sein, besteht ein Forenlink nicht lange und auch ein Blogger tut gut daran sich nicht mit solchen Gastbeiträgen die Glaubwürdigkeit abkaufen zu lassen. (Und tut er es dennoch, ist sein Blog auch für einen gekauften Gastbeitrag komplett wertlos geworden.)

Erst der Content, dann das Linkbuilding

Linkbuilding alleine ist also heute immer weniger wert. Es mag hier und da noch ein bisschen dem Ranking bei Google oder Bing auf die Füße helfen, aber die Kosten-Nutzen-Rechnung nähert sich langsam aber sicher dem Negativbereich. Der Honeypot/Linkmagnet, der gute Content, den andere auch von sich aus verlinken wollen, wird unerlässlich. Und der sollte naturgemäß schon existieren, ehe die Linkbuildingmaßnahmen beginnen.

Linkbuilding

Linkbuilding nur noch als Teil einer SEO-Maßnahme

In obiger Grafik habe ich mal eine typische SEO-Maßnahme skizziert. Am Anfang steht die Analyse, die sich ansieht wie der aktuelle Stand ist und fragt, was überhaupt erreicht werden soll. Danach kommt die Planung und schließlich starten die On-Site-Maßnahmen und gleichzeitig auch das Content-Marketing. Erst wenn genug verlinkenswerter Content vorhanden ist, beginnen die eigentlichen Linkbuildingmaßnahmen, während die Content-Marketingmaßnahmen wohlgemerkt nicht abgebrochen werden. Am Ende steht dann wieder eine Analyse der vorgenommenen Maßnahmen und vor allem eben ihrer Auswirkungen.

Links sind im Grunde immer noch genauso wichtig wie immer, aber sie teilen sich nicht mehr nur nach ihrer Herkunft auf. Früher musste man nur darauf achten, nicht gerade aus „schlechter Nachbarschaft“ Links zu bekommen, etwa von Pornoseiten oder Linkfarmen. Heute gibt es noch gute und schlechte Links. Was gut und schlecht ist, kann man etwa mit den Empfehlungen von Google AdWords oder Bing Ads erfahren. Dort steigt die Wahrscheinlichkeit für die Einblendung einer Anzeige dann, wenn der Link in der Anzeige auf eine Seite verlinkt, von der anzunehmen ist dass sie viel mit der Intention (der Suche, der Frage) des potentiellen Klickers zu tun hat. Mit anderen Worten, wie viel ein Link auf eine Seite am Ende wert ist, hängt mitunter auch von der Seite selbst ab. Kommt der Algorithmus zu dem Schluss, dass es sich um eine inhaltleere und lieblos dahin geklatschte Seite handelt, nützen noch so viele Links relativ wenig.

 

 

Der heiße Scheiß der Woche (058)

In dieser Woche sind wieder die Hauptthemen dieses Blogs hier vertreten: Microsoft, SEO, WordPress und ein wenig E-Commerce:

+ + + Online-Marketing-Studie 2016: Analysiert wurden die 197 größten deutschen Online-Shops + + +

Die Bedeutung von Google AdWords nimmt bei den großen Online-Shops weiter ab, während es nach wie vor immens wichtig ist in den organischen Suchergebnissen weit vorn dabei zu sein. So ließe sich zumindest die Studie über Trafficlieferanten zusammenfassen.

+ + + 4 gewaltige Gründe für Content Marketing und gegen Linkkauf + + +

Na ja, „gewaltig“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber der ein oder andere Grund ist natürlich ziemlich stichhaltig. Die Frage ist eher, ob man nicht beides beachten sollte. Wenn man sich allerdings tatsächlich festlegen will, spricht alles für Content Marketing.

+ + + Skype Teams: Microsoft arbeitet an einem Slack-Konkurrenten + + +

Skype will endlich Slack die Stirn bieten. Dazu hat es durchaus das Zeug, allein wird mancher wohl wieder objektive Kriterien Kriterien sein lassen und Slack einfach des Coolness-Faktors weiter benutzen.

+ + + Microsoft-Mitarbeiterin erwähnt erstmals das Surface Phone + + +

Während Microsoft die Lumia-Modelle in Onlineshops immer besser versteckt und aus den eigenen physischen Shops gar verbannt, kochen sie wieder besonders hoch, die Gerüchte um das Surface Phone.

+ + + Sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen für WordPress + + +

Die Sicherheit von WordPress wird von seinen Gegnern immer wieder als Gegenargument gebracht. Das wäre eigentlich einen eigenen Beitrag wert. Aber dieser verlinkte Beitrag zeigt erst einmal, wie schnell man WordPress durch ein paar einfache Kniffe noch sicherer machen kann.

 

Der heiße Scheiß der Woche (053)

Und in dieser Woche geht es natürlich wieder einmal um Neuigkeiten aus dem Bereich SEO, aber auch Online-Marketing und ein paar Bots haben sich auch eingeschlichen – sind ja gerade absolut trendy.

+ + + PageRank RankPage PrankRage + + +

Er ist einfach nicht unter die Erde zu bringen, der PageRank. Gerade in den letzten ein oder zwei Jahren sind mir auch immer häufiger Aussagen untergekommen, dass Google nicht den PageRank beeerdigt hat, sondern nur die einfache Möglichkeit seinen PageRank zu erfahren.

+ + + Contentstrategie: Wenn die Mitarbeiter nicht mehr mitziehen + + +

Mitarbeiter sind eine der mit Abstand besten Quellen, wenn es um das Thema Content Marketing geht. Oft scheint aber das Hauptproblem tatsächlich zu sein, diese Quelle auch ernst zu nehmen bzw. den Mitarbeitern zu vertrauen.

+ + + Firefox test shows you archived pages instead of 404s + + +

Manchmal glaube ich ja, diese Waybackmachine basiert einzig und allein auf einem Minderwertigkeitskomplex. Dinge im Internet lassen sich nämlich tatsächlich auch relativ schnell zum Verschwinden bringen. Und das macht auch Sinn, aber Sinnlosigkeit und Innovationen standen auf der anderen Seite ja immer in einem Zusammenhang.

+ + + Weiterleitungen auf weniger relevante Seiten ist wie eine Soft-404 + + +

Ich würde mal sagen, das fällt unter die Kategorie: Studie bestätigt den gesunden Menschenverstand. Da allerdings manche SEOs von jenem nur bedingt Gebrauch machen, ist so eine Studie vielleicht gar nicht mal so schlecht.

+ + + #Schichtwechsel: Die Skype-Bots sind da + + +

Nicht nur im Facebook-Messenger können Bots eine heiße Geschichte sein, natürlich könnten sie auch für die Nutzer von Skype eine gewisse Bedeutung haben. Bleibt nur noch abzuwarten, ob Bots am Ende nicht zur aktuellen Hypesau werden, die gerade durchs Dorf getrieben wird und an die man sich morgen schon nicht mehr erinnert.

 

Der heiße Scheiß der Woche (052)

Natürlich kommt man um den Verkauf von Yahoo diese Woche nicht herum, aber es ist auch eine einzigartige Chance abgelaufen, das Beste aus seinem Computer herauszuholen.

+ + + Verizon schluckt Web-Pionier Yahoo + + +

Man mag sich über Yahoos-Niedergang lustig machen und sich Fragen, warum Verizon es dennoch kauft. Dabei übersieht man aber eine wesentliche Kleinigkeit. Im Gegensatz zu so manchen gehypten Angeboten verdient Yahoo tatsächlich Geld.

+ + + Klarnamenzwang schützt nicht vor Hasskommentaren + + +

Gibt es weniger Hasskommentare, wenn die User unter ihrem richtigen Namen posten sollen? Eine Studie der Uni Zürich sagt nein. Man hätte allerdings auch nach Süd Korea gucken können, da hat man genau das nämlich versucht – und es hat nicht funktioniert, eher im Gegenteil.

+ + + 6 Tipps, wie du deinen Blog mit Interviews aufwertest + + +

Interviews sind tatsächlich erstklassiger Content für ein Blog. Zu den Tipps in diesem Beitrag würde ich noch hinzufügen, dass man bei einem Face to Face-Interview auch das Audio zur Verfügung stellen kann. Ob schriftliche Interviews dagegen tatsächlich so schlecht sind, wage ich allerdings zu bezweifeln.

+ + + Social-Media-Maulkorb: Unerlaubte Worte, Hashtags und Re-Tweets bei den Olympischen Spielen + + +

Wer mit einem Unternehmensaccount etwas zu den Olympischen Spielen posten will, kann vom IOC leicht abgemahnt werden. Schließlich geht es in Rio nicht um sportlichen Erfolg, sondern um Macht und Geld. Am Besten also gar nicht drauf eingehen.

+ + + Senf dazu: Selbst schuld, wer heute nicht auf Windows 10 umsteigt + + +

Ihr wolltet das beste Windows aller Zeiten – hab aber das Gratis-Update nicht genutzt? Ganz ehrlich, selbst schuld. Dann zahlt ihr halt beim nächsten Computerkauf Geld dafür. Nein, wirklich, einigen war halt wirklich nicht zu helfen.

 

Der heiße Scheiß der Woche (047)

Diesmal mit einem gut performenden Browser, dem neusten Buzzword in Sachen Marketing oder auch der Frage wer mehr wert ist, ein Facebook-Fan oder der Newsletter-Abonnent.

+ + + Edge übertrifft Chrome bei der Akkulaufzeit um bis zu 70 Prozent – sagt Microsoft + + +

Chrome gehört für mich zu den überflüssigen Browsern, wenn er auch am Anfang eine echte Alternative war. Inzwischen dürfte er aber Dank der Marktmacht von Google so schnell nicht vom Thron zu stürzen sein, daran ändern auch die guten Zahlen der Konkurrenz recht wenig.

+ + + Instagram now has half a billion monthly users  + + +

Im ganzen Hype rund um Snapchat, das mit dem Beitritt der First Lady wahrscheinlich jetzt offiziell tot ist, hat sich Instagram fast schon unbemerkt in den täglichen Ablauf seiner User eingeschlichen. Und es werden immer noch mehr.

+ + + Die 4 Phasen des Inbound Marketings: Wie sie aussehen und wie du sie gestaltest + + +

Inbound Marketing ist das neue Buzzword!  Unter uns, ich glaube ja, dabei handelt es sich nur um eine Variante von Content Marketing, bei der das Wort Content nicht vorkommen darf, weil Content nun mal nach Arbeit riecht. Wie auch immer, dieser Podcast vom Affenblog bietet einen netten Einstieg ins Thema.

+ + + Facebook vs. Newsletter: Warum Mail-Abonnenten wertvoller sind als Fans + + +

50.000 Facebook-Fans bringen weniger als 5.000 Newsletter-Abonnenten. Eine steile These? Vielleicht mag man mathematisch sogar das Gegenteil beweisen, aber an der Kernaussage ist wohl etwas wahres dran. Wie auch an der These, dass Facebook-Fans eher Interessenten vergleichbar sind, die lediglich einen Schaufensterbummel unternehmen.

 

Social Signals – Einer der wichtigsten SEO-Faktoren?

Okay, seien wir ehrlich, die Bedeutung von Social Signals auf das Ranking bei Google fällt eindeutig in diese legendäre „Janeinvielleicht“-Kategorie, in der allerdings auch fast alles landet, was irgendwie mit SEO zu tun hat. Man diskutiert darüber und zwischen „ohne geht gar nix mehr“ und „überschätzter Mist“ ist so ziemlich jede Position vertreten.

Was sind Social Signals?Social Signals sind Rückmeldungen von Usern, die über Soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook, Twitter und – ja, tatsächlich – Google+ abgegeben werden. Das kann ein Like, ein Tweet oder sonst was sein.

Bei Moz tauchen Social Signals als Rankingfaktor unter den Top 10 auf, andere schätzen ihren Wert allerdings eben doch weit geringer ein. Ich persönlich neige zur ersteren Partei, weil ein Teilen oder Bewerten in sozialen Netzwerken für mich einer jener Hinweise ist, auf die Google besonders scharf ist: Was denkt ein Mensch über den Inhalt der Seite? Diesbezüglich ist der Algorithmus von Google ja nach wie vor im Nachteil, er kann bestenfalls Signale heranziehen, wie die Verweildauer. Für SEOs klingt das natürlich auch nicht schlecht, lassen sich Tweets oder Likes ähnlich „besorgen“ wie heute Links. Aber das ist sicher ein anderes Thema.

In erster Line bekommt einmal jener Content Social Signals, der tatsächlich auch vom Nutzer als hochwertig oder interessant empfunden wird. Mit einer stärkeren Rolle würde Google weiterhin seine Strategie verfolgen, die Webmaster dieser Welt zu guten Inhalten zu zwingen – und Agenturen und Unternehmen zu Content Marketing.

Und es gibt noch einen weiteren Punkt, weshalb ich Social Signals für wichtig halte … Googles immer deutlich werdende Neigung den Autor eines Textes oder auch den Personen hinter der Marke, dem Unternehmen selbst usw. ein größere Bedeutung zuzuschreiben. Wo könnte er sich besser präsentieren, als in Sozialen Netzwerken.

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Jenseits der Frage wie stark die Auswirkungen von Social Signals für das Ranking jetzt sind, niemand dürfte (sollte) ernsthaft bestreiten, dass sie einen gewissen Einfluss haben. Was also ist zu tun, um für sich ein bisschen etwas davon abzubekommen?

4 Tipps für mehr Social Signals:

Mitmachen – Selbst aktiv sein!

Soziale Netzwerke leben von ihren Usern, wer hier ernsthaft Erfolg haben will, kommt um Dinge wie den eigenen Twitter-Account oder die Facebookseite nicht herum. An dieser Stelle würde ich übrigens auch das viel gedisste Google+ nicht ganz außen vor lassen. Ein Google+-Profil verdient vielleicht nicht so viel Pflege wie eine Facebookseite, aber wer öfter mal Personen googelt, wird mitunter auch den ein oder anderen Beitrag aus Googles eigenem Netzwerk relativ weit oben finden. Präsent sein alleine reicht allerdings nicht, man sollte den Social Media-Kanal auch als aktiven Kommunikationskanal begreifen und entsprechend im Auge haben.

Social Media Buttons einbinden

Man sollte es den Besuchern der Webseite so einfach wie möglich machen die Inhalte auch teilen zu können. Auch wenn die Buttons in Deutschland aufgrund des Datenschutzes eine leidige Geschichte sind, gibt es inzwischen genug Möglichkeiten die wichtigsten Buttons zum Teilen oder Liken rechtskonform einzubinden. Dabei sollte man auch darauf achten die jeweiligen Plugins immer aktuell zu halten.

Content für Soziale Netzwerke aufbereiten

Wer mit Plugins arbeitet bekommt bei den besseren gleich die Möglichkeit mitgeliefert die Inhalte fürs Teilen aufzubereiten. Tags eines Blogbeitrags lassen sich fürs Teilen bei Twitter etwa in Hashtags verwandeln. Ebenso wie eine Grafik für Twitter oder Facebook mit übergeben wird, damit das Netzwerk sich nicht eine unpassende oder gar keine sucht. Nicht zuletzt lässt sich zum Beispiel auch das Snippet für Facebook oder Google+ festlegen. Wer ohne Plugins arbeitet, für den halten die Netzwerke selbst Hinweise bereit, wie man im HTML-Code entsprechende Vorkehrungen treffen kann.

Guten Content bereitstellen

Wer allerdings keinen guten, interessanten oder verlinkenswerten Content bereitstellt, dem kann auch die stylischte Buttonsammlung nicht helfen. Mit gutem Content Marketing steht und fällt der Erfolg nun mal auch in dieser Kategorie.