Ob bei Experten oder sogenannten Experten, wie viele Jobs durch die Digitalisierung am Ende tatsächlich wegfallen, darüber herrscht ziemliche Uneinigkeit. Die Zahlen gehen weit auseinander. Das es allerdings diesmal nicht Arbeiter in Fabriken trifft, darüber ist man sich einig.

Es sind die sogenannten „White Collar“-Jobs, die wegfallen werden. Kurz gesagt, Buchhalter ist kein Beruf mit Zukunft. Es wird aber auch Menschen treffen, die eigentlich ganz nah am Thema dran sind, im Online Marketing etwa. Oder sollte man besser sagen, es trifft sie bereits?

turi.de berichtet, das Zalando, eines der wenigen Flaggschiffe, die wir in Deutschland haben, plant 200 bis 250 Stellen im Marketingbereich zu streichen. Die Arbeit soll künftig Kollege Computer übernehmen, gestützt auf den vorhandenen Daten soll die Kundenansprache damit noch effizienter werden.

In diesem Fall wird der ein oder andere betroffene Mitarbeiter wohl noch glimpflich davon kommen, denn insgesamt wächst Zalando stark und benötigt auch neue Mitarbeiter. Weshalb das Unternehmen auch Alternativstellen zur Verfügung stellen will,  Umschulungen oder, na ja, Abfindungen, die einem das Gehen erleichtern. Denn gefragt sind jetzt vor allem Entwickler, was zuerst ziemlich logisch erscheint. Allein, auch die werden nicht ewig rosige Zeiten haben, denn auch hier rechnet manche Studie mit einer Jobverlustquote von 50%. Der Witz am Maschine Learning ist ja, dass die Methode zwar im Augenblick stumpfes Trial & Error ist, aber dennoch nicht uneffektiv wegen der großen Geschwindigkeit. Auch manche Programme werden künftig von Programmen geschrieben werden, statt von Programmierern.

Wer weiß, vielleicht wird ein Wirtschaftshistoriker einst genau dieses Ereignis als jenes identifizieren, als alles begonnen hat. Bleibt die Hoffnung, dass die Gesellschaft bis dahin gelernt hat mit dieser völlig neuen Situation umzugehen.

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