Windows XP – Beliebt, wie eh und je!

Ich will ja nix gesagt haben … Okay, verglichen mit seinen direkten Nachfolgern konnte man schon verstehen, dass bei vielen XP-Usern die Lust zu wechseln nicht gerade groß war. Damals hat man das ja noch verstehen können, aber heute? Gut, das völlig andere Konzept von Windows 8 mag dann auch noch manchen abgeschreckt haben, aber seit Windows 10 sind doch die beiden Welten endlich gut vereint worden.

Und selbst wenn es nicht einfach nur dumm wäre mit einem Betriebssystem unterwegs zu sein, das nicht mehr upgedatet wird und damit jede neu erkannte Sicherheitslücke für den Nutzer zum nicht gelösten Problem wird, ist man angesichts der Alternativen doch auch so recht ratlos.

Vielleicht wäre man bei Microsoft gut beraten gewesen auch für XP-Nutzer ein kostenloses Update auf Windows 10 anzubieten. Auf der anderen Seite muss man aber wohl davon ausgehen, dass das Gros der XP-Nutzer auch auf PC’s unterwegs sind, die seit gut einem Jahrzehnt im Einsatz sein könnten. Kostengründe sind wohl auch der Hauptgrund, warum selbst in vielen kleineren und mittleren Unternehmen das gute alte XP noch im Einsatz ist. Doch die alte IT-Weisheit Never change a running system könnte sich in diesem Fall ausnahmsweise mal als falsch erweisen. Falsch und risikoreich. Obwohl, auf der anderen Seite, hat jemand schon gehört, dass XP ein größeres Einfallstor für Hacker usw. gewesen ist. Zumindest peinliche Hiobsbotschaften sind mir jetzt nicht bekannt.

Mit XP unterwegs zu sein war ja auch schon vor Ablauf der Supportzeit mitunter schon nervend. Ich kenne da etwa einen Unternehmen, dessen IT-Abteilung keine anderen Browser als einen IE installieren wollte, man aber mit einem CMS arbeiten musste, das die letzte auf XP mögliche Version des IE’s nicht mehr unterstützte. Blöde Zwickmühle, aber eine wahrscheinlich nicht einzigartige Anekdote aus einem Land, das manchmal dann doch nicht ganz zu Unrecht in Sachen IT als Entwicklungsland verschrien ist.

About Thomas Matterne

Thomas Matterne ist Chefredakteur des dreisprachigen Online-Magazins DenkZeit und als Online-Marketing-Manager tätig. Der ausgebildete Journalist hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik, und schreibt an dieser Stelle über IT-, Online-Marketing- und SEO-Themen - unteranderem.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.