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Was die Mondlandung mit Software-Engineering zu tun hat

Das der Computer von Apollo 11 kaum mit heutigen Smartphones, oder gar Taschenrechnern mithalten könnte, weiß jeder. Aber wer die Software geschrieben hat, das wissen meist nur Nerds.

Margaret Hamilton in action.jpg
Von NASA – http://www.nasa.gov/50th/50th_magazine/scientists.html, Gemeinfrei, Link

Informatik und Frauen ist auch heute leider noch so eine Sache. Ich weiß noch, als ich Wirtschaftsinformatik studiert habe, war der Studiengang damals schon etwas besonderes, allein weil in meinem Jahrgang mehr als ein Dutzend Studentinnen zu finden war. Und an manch Uni wäre er das wahrscheinlich auch heute noch. Der Frauenanteil in der Informatik war und ist erschreckend gering – was im Angesicht der steigenden Bedeutung des Fachs immer mehr zu einem Problem für uns alle wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn wir am 20. Juli an das Jubiläum der Mondlandung von Apollo 11 denken, kommt uns natürlich zuerst Neil Armstong in den Sinn. Wie er aus der Mondlandefähre steigt und seine inzwischen legendären Worte vom großen Schritt für die Menschheit spricht. Nun, er hätte es nie so weit geschafft, wenn da nicht noch eine andere Eigenart der Beziehung zwischen Frauen und Informatik gebe. Bei den wirklich entscheidenden Dingen, war dann doch immer irgendwie eine Frau beteiligt. In diesem Fall hieß sie Margaret Hamilton, die Leiterin des Programmiererteams, das die Software für die NASA schrieb.

Die Software zu schreiben war in diesen Zeiten eher ein undankbarer Job, dem man im Vergleich etwa zu den Ingenieuren, die an Raketen oder Mondlandefähren bauten, eher wenig Beachtung schenkte. Um das ein wenig anzugleichen, erfand Hamilton den Begriff Software- Engineering – der sich heute längst eingebürgert hat. Das war aber längst nicht das einzige, was wir heute noch Margaret Hamilton und ihrem Team zu verdanken haben:

Was die Software von Apollo 11 über die Programmiererin hinter der Mondmission verrät

Es gibt ein Foto von Margaret Hamilton, das sie neben einem Stapel des ausgedruckten Programmcodes zeigt. Sie muss ihn stützen, der Papierstapel ist beinahe so groß, wie sie selbst. Das mag nach viel klingen, ist aber eigentlich auch erstaunlich wenig, im Vergleich zu modernem Programmiercode. Und dennoch, illustriert dieses Bild ein Stück Pionierarbeit, an das sich heutige Programmierer noch mit Hochachtung erinnern. Es wundert nicht, dass etwa Google Margarete Hamilton mit einem gigantischen Gemälde aus das Mondlicht aufnehmenden Spiegel ehrt. Ein Kunstwerk, größer als der Central Park in New York: Wahnsinn – Google ehrt NASA-Entwicklerin Margarete Hamilton mit gigantischem Mondlichtporträt

Von Thomas Matterne

Thomas Matterne ist ausgebildeter Journalist mit einem Diplom in Wirtschaftsinformatik. Er arbeitete als Leiter der Online Redaktion von TV touring und als Chefredakteur von DenkZeit. Aktuell schreibt er neben dieser Seite in diversen anderen Online-Veröffentlichungen, wie z.B. das Kaffee Journal. Auf dieser Seite finden sich vor allem Themen aus den Bereichen Content- und Online-Marketing, sowie dem Feld IT allgemein.

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