#WannaCrypt-Virus: Die Kacke ist am dampfen

Freunde, wenn Microsoft mit seine eigene Ankündigung ignoriert und ein Patch für Windows XP ausspielt, dann muss die Kacke aber wirklich am Dampfen sein. Ursache ist WannaCrypt, Ransomeware die sich durch eine Windows-Lücke gerade weltweit verbreitet, als sei es die Spanische Grippe für PC’s. Und das beste ist, man muss nicht mal einen PC haben, um den Virus in Aktion zu sehen:

Aber Spaß beiseite, denn die hier genutzte Lücke hat durchaus eine Geschichte. Man erzählt sich, dass es ausgerechnet die amerikanische NSA gewesen ist, die schon lange von ihr gewusst hat und sie für die eigenen Zwecke nutzte. Aber was die NSA kann, können Kriminelle schon lange und deshalb dürfte der Erpresservirus auch kein allzu seltener Gast auf den Rechnern dieser Welt sein.

Ganz ehrlich, ich möchte kein Admin in einem Unternehmen sein. Aber wir wissen ja, wie das jetzt dann ablaufen wird. Der Chef brüllt den Admin an, der Admin sagt „Scheiß Windows, deshalb nutze ich privat nur Linux“ und Schuld ist am Ende keiner, d.h. der andere. Vielleicht dann doch ein wenig der Admin, denn zumindest Microsoft hat nach Bekanntwerden der Lücke einen Patch ausgespielt – wie gesagt selbst noch für XP – und zwar im März. Und die Moral:

Kein Sicherheitsupdate,
kein Mitleid!

Mitleid hatten interessanterweise am Ende die Cyberkriminellen, weil sie einen Killschwitch in ihr Programm eingebaut hatten. Das sich der Virus so rasant ausbreitete und eben nicht nur die Bildschirmanzeigen der Deutschen Bahn, sondern auch Computer in Krankenhäuser und anderen Einrichtungen lahm legen könnte, hat wohl auch ihnen ein wenig schlechtes Gewissen gemacht. Fragt sich nur, ob die nächsten von den gleichen Gewissensbissen geplagt werden.

About Thomas Matterne

Thomas Matterne ist Chefredakteur des dreisprachigen Online-Magazins DenkZeit und als Online-Marketing-Manager tätig. Der ausgebildete Journalist hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik, und schreibt an dieser Stelle über IT-, Online-Marketing- und SEO-Themen - unteranderem.

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