Versteckte Inhalte mit der Browsersuche auffindbar machen

Das neue HTML-Attribut hidden=until-found lässt den Browser auch in Tabs oder Akkordeons versteckte Inhalte finden.

Akkordeons oder Tabs sind beliebte Möglichkeiten auf Webseiten Inhalte zu strukturieren. Bei FAQs bieten sich beispielsweise sehr oft ein Akkordeon an. Statt Frage und vor allem die meist längeren Antworten zeitgleich einzublenden, wird nur die Frage als Link sofort angezeigt, und der Inhalt „fährt aus“, sobald der User auf die Frage klickt. Tabs funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, hier muss der User aktiv das Tab wechseln, um den Inhalt angezeigt zu bekommen.

Auf den ersten Blick eine schicke und technisch inzwischen relativ leicht umzusetzende Möglichkeit eine Seite nicht mit Inhalten vollzuknallen, sondern es dem User zu überlassen zum Beispiel gezielt die Antwort auf eine Frage anzusurfen.

Doch wie alles im Leben, haben auch Akkordeons oder Tabs ihre Haken. Zum einen steht zwar außer Frage, das Google auch nicht sofort sichtbare Inhalte indiziert, weil der Algorithmus sich nicht um das Design kümmert, sondern den Code ausliest – zum anderen, na ja, zumindest wird darüber schon lange heiß diskutiert ob sofort sichtbare Inhalte nicht doch mehr Gewicht bekommen als die Inhalte von Tab2 oder Tab3.

Wer die Inhalte von Tab2 oder eingeklappten Antworten auf eine Frage in einem Akkordeon aber garantiert nicht findet, ist die Suchfunktion des Browsers.

Doch genau das könnte sich jetzt ändern – zumindest bei Browsern auf Chromebasis über der Version 102. Allerdings braucht auch ein moderner Chrome-Browser ein wenig Hilfestellung, in Form eines neuen Attributs:

hidden=until-found

Wer dieses HTML-Attribut zum Beispiel in den Div-Container des anzuzeigenden Inhaltes einfügt, macht diesen auch für die Suchfunktion des Browsers (i.d.R. aufrufbar mit Strg.+f) auffindbar. Auch die Sprungfunktion zum Ziel funktioniert.

In meinem Test hatte die Sache aber trotzdem noch einen Haken. Ich hatte den Inhalt eines 2. Tabs entsprechend ausgezeichnet, der Browser fand den Inhalt, sprang an die entsprechende Stelle – zeigt aber immer noch das Tab im Vordergrund. Der User bekommt also keinerlei Hinweis, wo sein gesuchter Inhalt eigentlich zu finden ist. Im Falle eines Akkordeons, bei dem der Browser zum Beispiel auf die entsprechende Frage zur Fundstelle springen würde, wäre dieses Verhalten vielleicht verschmerzbarer. So reicht die Interaktivität des Browsers aber wohl noch nicht aus, um dem neuen Attribut zum Durchbruch zu verhelfen.

Mehr zum Thema: Making collapsed content accessible with hidden=until-found

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