Schlagwort-Archiv: Windows Phone

Der heiße Scheiß der Woche (055)

In dieser Woche sind wir auf der Suche nach vermissten Mitarbeitern, stellen fest, dass doch nicht alles bei Google umsonst ist und natürlich noch einiges mehr. Hier sind die Lesetipps der vergangenen Woche.

+ + + Wo ist Joe Belfiore und wohin soll er bei Microsoft zurückkehren? + + +

Bei Windows Area fragt man sich was aus Joe Belfiore geworden ist bzw. noch werden wird. Das Gesicht von Windows Phone hat sich ja ein Jahr Auszeit genommen, währenddessen seine Abteilung – na ja, mehr oder weniger vor die Tür gesetzt wurde.

+ + + Why LinkedIn should kill the résumé and replace it with the experience graph + + +

Der klassische Lebenslauf bei LinkedIn (oder Xing) wirkt mit seinem linearen Aufbau tatsächlich ein wenig wie ein typisches Element der Papierzeit, das so 1 zu 1 ins Digitale übernommen wurde. Und was könnte das Internet in einem solchem Zusammenhang besser ins Spiel bringen, als das lebenslange Lernen.

+ + + Google Keyword-Planer wird kostenpflichtig + + +

Das Tool durfte in keiner Empfehlungsliste fehlen, wenn es darum ging Betreibern von kleinen Webseiten beim finden der richtigen Keywords zu helfen. Auch wenn man lange spekuliert hat, die Entscheidung kommt dann doch überraschend. Ist das Teil am Ende zu gut und vermasselt Google die AdWords-Gewinne durch organische Suchergebnisse?

+ + + WordPress 4.6 “Pepper” + + +

Die Jazztour von WordPress geht weiter. In dieser Woche wurde WordPress 4.6 veröffentlicht. Diesmal scheint vor allem unter der Haube gearbeitet worden zu sein, in der Benutzeroberfläche dürfte bei der Arbeit im Plugin-Manager einiges besser werden.

+ + + Moz, vormals SEOmoz, entlässt über 50 Mitarbeiter – SEO wieder im Fokus! + + +

SEO liegt ja gefühlt seit gut zehn Jahren im Sterben. Und selbst so mancher SEO macht sich Sorgen um die Zukunft seiner Branche. Das ist mitunter nicht falsch, ist eine einseitige Konzentration auf SEO zu Ungunsten von Content und Inbound Marketing doch relativ sinnlos, aber tot ist SEO noch lange nicht.

WindowsPhone ist tot – schon wieder?

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Ein Vorgängermodel mit WindowsPhone

Mal unter uns, ich habe inzwischen mein viertes Smartphone mit Windows und dafür schon einiges an Häme einstecken müssen. Wer mit einem Windowshandy unterwegs ist, erfährt schließlich im besten Fall Interesse, weil sein Gegenüber noch nie eines gesehen hat. Als ich vor ein paar Monaten in einer großen AdWords-Agentur zu Gast war, wurde mir lächelnd erwidert: “Ach, Sie sind das!” Bei meinem Ex-Arbeitgeber, wo Linux als cool galt, warf man mir schon Blicke zu, die mich irgendwie auf das “Ex” hätten vorbereiten können. 😉

Aber ernsthaft, seit ich WindowsPhone oder jetzt Windows 10 nutze, wird das System schon für tot erklärt. Man gewöhnt sich dran und freut sich dennoch auf die neue Version.

Jetzt, wo am Ende bei Nokia noch mehr Mitarbeiter gehen müssen, als ohnehin erwartet, erhebt sich das Todesrufen der Konkurrenzanhänger erneut. Allerdings habe ich von meinem “Leidensgenossen” Martin Geuß gerade auch heute einen der klügsten Beiträge zu dem Thema gelesen, den ich hiermit als Leseempfehlung abgebe: Windows 10 Mobile ist nicht das neue Blackberry – und der Vergleich mit Android und iOS passt nicht mehr

Lesenswert ist dieser Beitrag auch, weil er einen weiteren Punkt mit einschließt, der als Sau in den letzten Tagen durchs Dorf getrieben wurde, der angebliche Abschied Microsofts vom durchschnittlichen Konsumenten. An diesem Punkt ist was dran, aber eben auch wieder nicht. Ich persönlich kann das durchaus nachvollziehen, einer der großen Vorteile durch die Nutzung von Windows ist bei mir schlicht die Möglichkeit vollkommen plattformübergreifend arbeiten zu können. Einfach ausgedrückt, es ist vollkommen gleichgültig an welchem Gerät ich wo sitze. Mal abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass in dem Rechnerpark, den ich täglich gebrauche, auch noch ein altes Windows 7 läuft. Aber selbst da kann Windows jenes Versprechen wahr machen, das sich Apple-User für teures Geld kaufen und doch nur einbilden. (Ironischerweise hat sich ein altes iPad in meinen täglichen Workflow ja auch dann erst wirklich integriert, als Office & Co. darauf zur Verfügung stand.)

Hinter all dem steckt nach wie vor eine weitestgehend unveränderte Strategie von Microsoft, die durch die Selbsterkenntnis, dass Nokia ein Fehlkauf war, eigentlich nicht wirklich tangiert wird. Gerade durch Innovationen wie Continuum hat Microsoft eine Entwicklung in der Hand, die – auch wenn es wohl nicht ohne langen Atem gehen wird – immer noch ein großer Wurf in der Businesswelt werden könnte. Und damit wäre übrigens auch wieder eine Hintertür zum Consumermarkt offen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ganz davon abgesehen möchte ich mich Martin Geuß auch in einem anderen Punkt durchaus anschließen. Oder besser in der Befürchtung, die durch die Frage aufgeworfen wird, ob die Dominanz von Android wirklich eine gute Entwicklung ist. Apple mag nicht über Nacht verschwinden, aber man ist doch inzwischen recht deutlich an seine Grenzen gestoßen. Mehr ist schlicht nicht drin, will man in Cupido nicht komplett von seiner Preispolitik herunterkommen. iPhone & Co. haben ihre treue Fangemeinde, die auch gerne mal einen Euro oder Dollar mehr ausgibt als notwendig. In gewisser Weise ist man hier den Windows 10 Mobile-Fans ja nicht unähnlich, zwar gab es auch in der Lumia-Reihe immer eine erschwingliche Version, aber trotzt aller Preissenkungen, nachgeworfen bekommt man die Modell doch nicht.

Das man von Lumia demnächst nichts mehr hören wird, dürfte allerdings wohl feststehen. Das die neuen Modelle nicht mehr “Nokia” gebrandet waren, sondern “Microsoft” war hier wohl schon ein Vorspiel. Microsoft ist eben, genau wie Google, dass ja sein Nexus auch von unterschiedlichen Herstellern produzieren lies, kein Hardwarelieferant. Vielmehr dürfte jetzt das Surface Phone wohl um einiges realistischer geworden sein. Und damit könnte man angesichts der Qualität der Surface-Reihe durchaus wieder auf die Siegerstraße gelangen, was die Aushängeschilder in Sachen Hardware betrifft.

Der heiße Scheiß der Woche (038)

Diesmal mit einer der ältesten Fragen, seit es Webseiten gibt, die Frage nach der Zukunft von Windows auf dem Smartphone, oder auch die Frage, wie privat wir noch auf Facebook unterwegs sind.

 

+ + + Rainers Schwafelbox – Folge 3: Gekommen, um zu bleiben + + +

Windows kann im Smartphonemarkt nach wie vor nicht wirklich Fuß fassen, da kann man in Redmond offenbar machen, was man will. Kein Wunder also, dass immer wieder geschrieben wird, Microsoft würde hier bald das Handtuch werfen. Interessanterweise aber eben quasi schon, seit es Windows Phone gibt. Und so dürfte man sich diese Plädoyer doch mal die Kirche im Dorf zu lassen durchaus zu Herzen nehmen.

+ + + Autoren erleiden “kolossale Niederlage” gegen Google + + +

Die Ablehnung der Revision ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir Zeuge einer großen Umverteilung von Wohlstand vom Kreativsektor zur IT-Branche sind, nicht nur bei Büchern, sondern über das ganze Spektrum der Künste”, sagte Roxana Robinson, Präsidentin der Authors Guild. Dem möchte ich mich eigentlich anschließen, einzig vielleicht noch mit dem Hinweis, dass diese Umverteilung bei Weitem nicht bei den Künsten aufhört, sondern beinahe allumfassend wird.

+ + + Web designers, can you speak web? + + +

Müssen Designer coden können? Oder schlimmer noch, müssen Coder etwas von Gestaltung verstehen? Weil es selten Leute gibt, die in beidem gleichzeitig wirklich gut sind, ist diese Frage so alt wie die Webseite an sich selbst. Wobei, wie HJ Chen in diesem Beitrag anmerkt, das jetzt auch noch nicht mal 30 Jahre sind.

+ + + Warum wir gar nicht dringend wieder Privates auf Facebook posten sollten + + +

Posten wir noch die wirklich privaten Dinge bei Facebook, oder tun es zumindest unsere Facebook-Freunde noch? In der Wired findet man nein, Jens Scholz widerspricht. Für ihn hat der Anteil privater Nachrichten nicht abgenommen, er wird nur nicht mehr mit allen geteilt und geht vor allem neben all den abonnierten Unternehmensseiten unter.

+ + + Subdomain oder Ordner – Was ist eigentlich besser? +  + +

Auch diese Woche versuchen wir eine sehr alte und lang diskutierte Frage zu beantworten, diesmal aus dem Bereich SEO. Was rankt besser, eine Subdomain oder doch ein Ordner? Google ist es inzwischen angeblich egal, die Internet Kapitäne aber sagen, wer seinen Content in Ordner packt, rankt besser. Was an sich auch recht logisch klingt, findet sich der Content doch in einem Topf. Allein, die Versuchsmenge war tatsächlich eher gering.