Schlagwort-Archiv: Urheberrecht

Wo bekommen ich kostenlos Bilder für meine Webseite?

Bilder sind für viele Blogger und Webseitenbetreiber ein leidiges Thema. Vor allem in unseren Breitengraden, in denen trotz gegenteilig behaupteter Bemühungen Seitens der Politik Abmahnungen noch immer eine einträgliche Geschäftsidee sind. Man könnte fast behaupten, wer noch nicht abgemahnt wurde, gehört irgendwie nicht dazu.

Das Fotos ein durchaus häufiger Abmahngrund sind, liegt gar nicht mehr so sehr an gedankenlosen Bloggern, die ihre Bilder einfach per Google suchen und dann einfach einbinden. Das dort Urheberrechte verletzt werden, hat sich inzwischen zumindest weitgehend herumgesprochen und zur Sicherheit warnen Google und Bing dann noch einmal den Nutzer.

Problematisch sind in vielen Fällen die komplexen Regelungen, etwa was die Nennung des Urhebers angeht. Vor einigen Jahren machte der Dienst Pixelio Schlagzeilen. Ein Webseitenbetreiber hatte ein Bild von der Plattform online gestellt, den Urheber auch genannt – allerdings eben nur auf der Webseite. Der Fotograf aber wies daraufhin, dass man sein Bild ja auch separat abrufen könne und dort fehle die Urhebernennung. Es blieb beim Einzelfall, aber die Geschichte zeigt deutlich, dass man selbst mit der von der Plattform genannten Variante des Urheberrechtes nicht per Definition auf der sicheren Seite ist.

In Zeiten von Facebook & Co. kommt noch die Frage hinzu, wie die rechtliche Situation aussieht, wenn die Fotos als Thumbnail in den sozialen Netzwerken auftauchen. Selbst kommerzielle Fotodienste sind hier schwach aufgestellt, viele ignorieren diesen Fall noch immer.

lichteffekt

Was also tun? Sich eine gute Digitalkamera kaufen und einen Fotokurs in der VHS besuchen? Ja, das wäre eine Möglichkeit, aber leider auch nicht der Königsweg. Denn zum einen muss man erst einmal die Fotomotive auch haben, die man abknipsen will. Zum anderen können einem Fotos auch dann zum rechtlichen Bumerang werden, wenn man selbst auf den Auslöser gedrückt hat. Schlagwort: Recht am eigenen Bild! Und selbst wenn man sich an alle Regeln gehalten hat, etwa Menschen nur auf öffentlichen Plätzen fotografiert usw., ein Restrisiko bleibt auch dann.

Und viele Regelungen sind so absurd, dass man nie im Leben darauf kommen könnte. Der Klassiker in dieser Kategorie steht in Paris und nennt sich Eifelturm. Dieser darf problemlos fotografiert werden, allerdings nur am Tage. Wer die Nachtbeleuchtung abfotografiert, verstößt strenggenommen gegen das Gesetz – nur klagt das Unternehmen, das für die Beleuchtung zuständig ist, ihr Recht nicht ein.

Ein Restrisiko bleibt immer!

Egal also woher man seine Bilder bekommt, ein Restrisiko bleibt immer. Auch dann, wenn man sich etwa bei Wikipedia bedient und sich an die Nennung der Lizenz hält.

Allerdings gibt es zumindest auch Webseiten, auf denen Fotografen ihre Werke ganz gezielt kostenlos zur Verfügung stellen. Free Public Domain-Fotos findet man zum Beispiel bei GoodFreePhotos. Die Seite hat auch Grafiken und Vektorgrafiken im Angebot, sowie eine Reihe von historischen Fotos, deren Urheberrechte abgelaufen sind. Das Angebot besticht durch die gute Struktur, die dem Nutzer auch mal einladen sich einfach ziellos durch das Fotoarchiv zu klicken.

Eine weitere Seite ist Pexels, auf die auch ich gerne und häufig zurückgreife. Das Model, das bei meiner wöchentlichen Veröffentlichung von empfehlenswerten Links zu sehen ist, ist dank Pexel & Co. inzwischen schon überall im Netz zu finden. Die Fotos dort stehen unter der CCO-Lizenz, also mit anderen Worten, man darf sie auf seiner privaten Webseite ebenso nutzen, wie zu kommerziellen Zwecken. Sie dürfen verändert werden und der Urheber muss weder verlinkt, noch genannt werden. Einzige Bedingung, man darf die Fotos nicht in gewissen negativen, beleidigenden usw. Zusammenhängen nutzen.

Der heiße Scheiß der Woche (038)

Diesmal mit einer der ältesten Fragen, seit es Webseiten gibt, die Frage nach der Zukunft von Windows auf dem Smartphone, oder auch die Frage, wie privat wir noch auf Facebook unterwegs sind.

 

+ + + Rainers Schwafelbox – Folge 3: Gekommen, um zu bleiben + + +

Windows kann im Smartphonemarkt nach wie vor nicht wirklich Fuß fassen, da kann man in Redmond offenbar machen, was man will. Kein Wunder also, dass immer wieder geschrieben wird, Microsoft würde hier bald das Handtuch werfen. Interessanterweise aber eben quasi schon, seit es Windows Phone gibt. Und so dürfte man sich diese Plädoyer doch mal die Kirche im Dorf zu lassen durchaus zu Herzen nehmen.

+ + + Autoren erleiden “kolossale Niederlage” gegen Google + + +

Die Ablehnung der Revision ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir Zeuge einer großen Umverteilung von Wohlstand vom Kreativsektor zur IT-Branche sind, nicht nur bei Büchern, sondern über das ganze Spektrum der Künste”, sagte Roxana Robinson, Präsidentin der Authors Guild. Dem möchte ich mich eigentlich anschließen, einzig vielleicht noch mit dem Hinweis, dass diese Umverteilung bei Weitem nicht bei den Künsten aufhört, sondern beinahe allumfassend wird.

+ + + Web designers, can you speak web? + + +

Müssen Designer coden können? Oder schlimmer noch, müssen Coder etwas von Gestaltung verstehen? Weil es selten Leute gibt, die in beidem gleichzeitig wirklich gut sind, ist diese Frage so alt wie die Webseite an sich selbst. Wobei, wie HJ Chen in diesem Beitrag anmerkt, das jetzt auch noch nicht mal 30 Jahre sind.

+ + + Warum wir gar nicht dringend wieder Privates auf Facebook posten sollten + + +

Posten wir noch die wirklich privaten Dinge bei Facebook, oder tun es zumindest unsere Facebook-Freunde noch? In der Wired findet man nein, Jens Scholz widerspricht. Für ihn hat der Anteil privater Nachrichten nicht abgenommen, er wird nur nicht mehr mit allen geteilt und geht vor allem neben all den abonnierten Unternehmensseiten unter.

+ + + Subdomain oder Ordner – Was ist eigentlich besser? +  + +

Auch diese Woche versuchen wir eine sehr alte und lang diskutierte Frage zu beantworten, diesmal aus dem Bereich SEO. Was rankt besser, eine Subdomain oder doch ein Ordner? Google ist es inzwischen angeblich egal, die Internet Kapitäne aber sagen, wer seinen Content in Ordner packt, rankt besser. Was an sich auch recht logisch klingt, findet sich der Content doch in einem Topf. Allein, die Versuchsmenge war tatsächlich eher gering.

WAS BLEIBT – DIE WOCHE IN LINKS (019)

Das lukrative Werbegeschäft mit dem Fotodienst
Wie Wirtschaftswoche wirft einen eher kritischen Blick auf ein inzwischen auf Instagram alltägliches Phänomen. Unternehmen nutzen bekannte Instagrammer als Werbebotschafter. Das deutsche Wettbewerbsrecht sieht das in der Tat kritisch, inwieweit es da aber noch am Puls der Zeit ist, darf durchaus aber auch hinterfragt werden. … mehr

Daimler würde mit Google oder Apple kooperieren
Die deutsche Automobilindustrie will mit Silicon Valley kooperieren, aber nicht zum Zulieferer werden. Das einzige Problem dürfte sein, dass Daimler, VW & Co. am Ende genau das werden: Zulieferer für Silicon Valley, wenn sie nicht schnell aufwachen und selbst ihr Geschäftsmodell modernisieren. … mehr

Wer Essen fotografiert, kann gelassen bleiben
Die letzten Tage gab es diverse Medienberichte über Probleme mit Fotos von Restaurantessen, die von den Usern in diversen Sozialen Netzwerken geteilt werden. (Was wäre Instagram auch ohne Essensfotos?) Dieser Artikel gibt nicht nur Entwarnung, sondern vollzieht auch ganz nebenbei sehr gut nach, wie es zu der Aufregung in den Medien überhaupt kam. … mehr

Instagram verabschiedet sich vom Quadrat als einziges Bildformat
Das bisher nur quadratische Bilder bei Instagram möglich waren, war in gewisser Weise auch ein Markenzeichen des Angebots. Jedes 5. Foto, so Instagram war aber nur noch oberflächlich quadratisch, also eigentlich in einem anderen Format aber mit Rändern versehen. Dem hat sich das Angebot nun angepasst. … mehr

Who’s Doing the Talking on Twitter?
Es läuft nicht alles rund beim Kurznachrichtendienst Twitter, auch das haben wir diese Tage gelernt. Was wird aus der Vision, Twitter sei eine moderne Agora, also jener Ort, an den man gehen muss, um zu erfahren was die Welt gerade diskutiert? … mehr

 

WAS BLEIBT – DIE WOCHE IN LINKS (017)

26 reasons Google created Alphabet
Die Nachricht der Woche trudelte in Deutschland mit den Morgenstunden am Montag ein. Google organisiert sich gründlich um und schafft mehr Transparenz für die Börse. Denn alle anderen wissen ja, womit man bei Google Geld verdient und Geld verbrennt. … mehr

Telekom verkauft T-Online und Interactive Media an Ströer
Nach einer gefühlten Ewigkeit ist die Deutsche Telekom das Online-Portal T-Online nun doch los geworden. Als reichweitenstärkstes Online-Portal im Land müsste es sich dabei eigentlich ja um ein Kronjuwel handeln, aber ob sich Ströer damit wirklich ein Stück Zukunft eingekauft hat, wage zumindest ich mehr als zu bezweifeln. … mehr

Wie man NICHT auf Kritik reagieren sollte: Tinder verliert auf Twitter die NervenSocial Media ist in Sachen Kommunikation manchmal ein Minenfeld. Offenbar nicht nur für Unternehmen der Old-Economy, sondern auch für hippe Startups. Tinder zeigt deutlich, was man sowohl inhaltlich als auch handwerklich alles falsch machen kann, wenn man auf einen Artikel reagiert, der einem nicht gefällt. … mehr

Das Fotografieren von Essen könnte teuer werden
Wer in teuren Restaurants einfach so sein Essen fotografiert, könnte eine Urheberrechtsverletzung begehen – und damit für seinen Foodporno bei Instagram abgemahnt werden. Der gewöhnliche Burger von McDonalds dürfte aber weiterhin gefahrlos fotografiert werden, solange er nicht persönlich signiert wurde. … mehr

Geheime Tests: Zalando probt Styleberatung via WhatsApp
inFranken.de, eine Zeitungsportal in Mittelfranken, hat schon recht früh zaghafte Versuche mit WhatsApp und Journalismus gemacht. Wenn Zalando allerdings hier ernst macht, dürfte WhatsApp vor allem ein Tool für die Kundenbetreuung sein. Wie das allerdings dem Coolness-Faktor beeinflusst, ist durchaus auch eine Frage. … mehr

WAS BLEIBT – DIE WOCHE IN LINKS (012)

Instagram: Warum sich das Netzwerk für Ihr Unternehmen lohnt – Ein kurze Einführung in das Social Media Marketing mit einem meiner absoluten Lieblings-Netzwerke.

Cheat-Sheet für HTML5-Entwickler: Von wichtigen Tags bis zur Browser-Unterstützung – Mit Cheat Sheets tapeziere wahrscheinlich nicht nur ich meine Wände. Hier gibt es ein paar gute Tipps, wenn es um HTML5 geht.

EU-Parlament stimmt für kleine Urheberrechtsreform mit Panoramafreiheit – Much Ado about Nothing. Den Eifelturm bei Nacht zu fotografieren ist aber übrigens immer noch illegal, also offiziell.