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Alles wächst – nur Facebook nicht

Die Online-Ausgabe der Adweek hat vor kurzem Zahlen des GlobalWebIndex herausgebracht, die sich das weltweite Wachstum von sozialen Netzwerken vorgenommen haben. Verglichen wurde das 1. Quartal 2014 mit dem 1. Quartal diesen Jahres, wobei der chinesische Markt allerdings ausgeklammert blieb.

Herausgekommen sind folgende Zahlen, die vor allem ein fast 100%iges Plus bei Pinterest und Tumblr anzeigen, während Facebook als einziges vertretenes Netzwerk sogar einen Verlust von 8% hinnehmen musste:

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Weltweite Wachstumsrate sozialer Netzwerke (1. Quartal 2014 zu 1. Quartal 2015)

Das selbst der von Google eigentlich mehr oder weniger aufgegebene Dienst Google+ zulegt, während Facebook deutlich ins Minus rutscht, scheint auf den ersten Blick erstmal ein paar Sorgenfalten auf der Stirn von Mark Zuckerberg entstehen zu lassen. Auf der anderen Seite wäre es wohl zu verfrüht, daraus eine negative Tendenz für das weltweite Social Network Nummero Uno vorherzusagen. Facebook den baldigen Exitus vorher zusagen ist zwar gewissermaßen in Mode gekommen, Stichwort die Jugendlich verlassen das Netzwerk, aber auf der anderen Seite ist vom Funktionsumfang bekanntlich Google+ die einzige Alternative – und die scheint wie gesagt von der Mutter Google inzwischen eher ein bisschen Liebesentzug zu bekommen. Mal abgesehen davon, das Zuckerberg mit Instagram ja noch ein Pferdchen unter den Top 3 ins Ziel gebracht hat und nicht wenige der Jugendlichen, die in Facebook weniger aktiv sind, landen schließlich beim ebenfalls zum Konzern gehörenden WhatsApp.

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Seit heute bin ich Hootsuite Certified Professional

Hootsuite Certified ProfessionalDiese Woche habe ich das Angebot Hootsuite wieder entdeckt, eine Weboberfläche (und App) mit der man seine Social Media Kanäle aus einer Hand steuern kann. Vor allem wer mehr als einen Account bei Twitter hat oder mehrere Facebookseiten/-profile managen muss, findet hier ein ziemlich starkes Tool. Per bereitgestellter Apps lassen sich, wenn auch mit etwas weniger Funktionsumfang, auch so ziemlich alle anderen Netzwerke wie Tumblr, YouTube usw. als Stream in eines der dortigen Tabs einbinden. In meinem Fall habe ich in meinem Dashboard so unter anderem ein Tab in dem ich meinen Twitter-, Facebook-, Instagram- und XING-Feed auf einen Blick habe – also alle Netzwerke, die ich aktiv nutze. Zudem hat der Facebookfeed den unschätzbaren Vorteil, dass der Facebookalgorithmus hier nicht zuschlägt und ich wirklich alles sehen kann.

Damit ist das Angebot von Hootsuite allerdings noch nicht erschöpft, so lässt sich auch in der kostenlosen Version einiges mehr damit anstellen. So zum Beispiel ein Vorausplanen von Tweets oder Facebook-Postings, sowie auch das parallele Posten auf verschiedene Konten – so es denn einmal Sinn macht.

Für Social Media Manager von Unternehmen oder Agenturen, die die Social Media Initiativen für ihre Kunden durchführen bietet sich allerdings die Pro-Version für 9,99 $ im Monat an. Es dürfte vor allem das umfangreiche Angebot an Berichten sein, die in diesem Fall hilfreich sind. Außerdem lässt sich Hootsuite dann auch durchaus flächendeckend für eine interen Kommunikation mittels Social Media-Tools nutzen. Zusätzlich gibt es ein kleines Rechtemanagement, um zum Beispiel Tweets von Auszubildenden oder Praktikanten nicht ohne Gegencheck online gehen zu lassen – gerade im Minenfeld Social Media ist so schon der ein oder andere unbeabsichtigte Shitstorm losgegangen.

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Screenshot: Hootsuite University

Als zusätzliches Angebot gibt es auch die sogenannte Hootsuite University, die eine ganze Reihe von englischsprachigen Kursen aus dem großen Themengebiet Social Media im Angebot hat. Und mittels eines Online-Test kann man sich dort auch als Hootsuite Certified Professional in ein entsprechendes Verzeichnis eintragen lassen. Auch dazu gibt es einiges an Kursmaterial, um sich auf den Test vorzubereiten. Hier muss man 40 Fragen in maximal einer Stunde beantworten, um zu bestehen scheint man dabei dann mindestens 90% richtig beantworten zu müssen. Dafür hat man dann aber auch einen sehr guten Überblick über den gesamten Funktionsumfang von Hootsuite, also auch der Tools, die nur mit einem Pro-Account zur Verfügung stehen.

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Buchkritik: Erfolgreich mit Instagram

Auch in unseren Breitengraden setzt sich Instagram immer weiter durch und wird inzwischen auch für Unternehmen interessant, die sich die Möglichkeiten von Social Media nicht entgehen lassen wollen. Kristina Kobilkes Buch Erfolgreich mit Instagram – Mehr Aufmerksamkeit mit Fotos & Videos bietet Interessierten dabei einen schnellen und dennoch ausführlichen Einstieg in das Thema.

Allerdings ist der Ratgeber nicht ausschließlich an Marketingleute gerichtet, sondern teilt sich im Grunde in zwei Teile ein. In den ersten 2/3 des Buches geht es um Instagram direkt. Das Soziale Netzwerk, dessen Verknüpfungen auf geposteten Bildern und Videos basiert, wird kurz vorgestellt. Die Autorin geht ausführlich auf die diversen Möglichkeiten ein wie etwa ein erfolgreiches Profil gestaltet werden kann und welche Möglichkeiten es überhaupt in Sachen Contentbearbeitung gibt. Dabei stehen die Apps für iPhone und Android im Focus, die App Instagram beta für Windows Phone wird lediglich als Dritte im Bunde erwähnt. Kobilke geht auf die Besonderheiten der Fotografie mit Smartphones ein und gibt auch hier grundlegende Tipps, damit die Fotos einen Tick besser glücken – selbst wenn man die von Instagram zur Verfügung gestellten Filter noch nicht zum Einsatz bringt. Letztere werden natürlich auch erläutert.

Fotos sind zwar der Hauptbestandteil von Instagram, aber natürlich ist da auch noch die Verknüpfung mit Gleichgesinnten. Wie lockt man möglichst viele Follower an? Sollte man überhaupt so erpicht darauf sein eine möglichst hohe Followerzahl zu haben? Was sind die ungeschriebenen Gesetze in Instagram? Ist Instagram ein Social Network wie jedes andere auch?

Nicht ganz, denn Kobilke weißt zurecht auf die diversen kleinen aber feinen Unterschiede zwischen Instagram und Angeboten wie Facebook oder Twitter hin. Schon am Anfang betont sie die positive Grundstimmung, die innerhalb von Instagram herrscht. Böse Kommentare oder gar ein Shitstorm sind hier verschwindend gering, Anerkennung für die Bilder anderer dagegen ungewöhnlich hoch. Vielleicht liegt es ja daran, dass Instagram den Vorteil hat, User zu verbinden, die mit dem Fotografieren eine gemeinsame Leidenschaft teilen. Auch wenn sich manch professioneller oder für professionell haltende Fotograf gerne über Instagram mokiert. Das es unter Instagramern aber durchaus selbst professionelle Fotografen gibt, zeigt Kobilke in einigen der erfolgreichen Usern, die sie zwischendurch immer wieder einmal vorstellt.

Das letzte Drittel des Buches dürfte für Privatpersonen dagegen weitestgehend uninteressant sein, denn hier beginnt die Autorin gezielt auf den Einsatz von Instagram in Unternehmen einzugehen. Neben grundlegenden Strategien behandelt sie dabei etwa zum Beispiel auch den nicht unwichtigen rechtlichen Hintergrund beim Marketing mit Instagram. Letzterem Aspekt gibt sie sogar ein ganzes Kapitel, was leider bei anderen Publikationen in dieser Kategorie noch lange nicht üblich ist. Der Hauptaspekt des letzten Drittels des Ratgebers liegt aber natürlich darin, wie man den Fotodienst effektiv ins eigene Marketing einbinden kann. Instagram ist ein hervorragendes Tool, um sein Zielpublikum direkt anzusprechen, leider aber nicht, auch das stellt Kobilke klar, um direkte Konversionen zu bekommen. Wer mittels des Angebots etwa ein Produkt direkt über einen Link verkaufen möchte, muss ein paar Umwege in Kauf nehmen. Abgesehen davon hat er es aber mit einem für Werbeaktionen ausgesprochen offenen Publikum zu tun. Solange die Werbeaktionen ehrlich und gut sind, ein paar Beispiele finden sich in diesem Buch natürlich ebenfalls.

Insgesamt ist Erfolgreich mit Instagram – Mehr Aufmerksamkeit mit Fotos & Videos ein gut verständlicher Einstieg ins Thema. Kurz gefasst und reichlich bebildert erwähnt er die wichtigsten Fakten rund um Instagram. Die Autorin steigt zwar nicht zu tief in die Materie ein, macht ihr Buch damit aber in gewisser Weise unabhängig von neuesten Entwicklungen, da sie alle Grundlagen vermittelt, auch diese zu verstehen. Nebenbei liefert sie auch noch zahlreiche Tipps für unterstützende Apps sowohl mobile wie auch für die Desktopverwendung und stellt Instagramaccounts vor, bei denen sich gerade Neulinge gut etwas abschauen können.