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Twitter Ads: So geht gutes Targeting

Seit TwitterAds auch für jeden in Deutschland frei verfügbar sind, ist noch gar nicht so viel Zeit ins Land gegangen. Aber aufgerüstet hat Twitter bereits reichlich, wie ich in der letzten Twitter Akademie erfahren konnte.

twitteradstargeting
Targeting für Twitter Ads – Nur die richtig guten User ansprechen

Die wichtigsten Dinge mal kurz zusammengefasst, zuerst für grundlegenden Möglichkeiten seine Werbetweets nur jenen Twitterusern anzuzeigen, die damit auch etwas anfangen können – und folglich weit eher zu einer erfolgreichen Conversion führen.

In Sachen Standort steckt Twitter noch ein wenig in den Kinderschuhen, zumindest im Vergleich zu Bing oder Google Ads. Der Standort lässt sich momentan nur in Deutschland enger festlegen, jedoch nur auf Bundesländer. Für die Schweiz oder Österreich ist ein solches Angebot noch nicht drin. Wer allerdings etwa französischsprachige Kantone innerhalb der Schweiz ansprechen möchte, kann dies über einen Trick doch tun. Als Standort muss einfach die Schweiz ausgewählt werden und als Usersprache Französisch.

Interessant in Sachen Geschlecht dürfte für Marketer übrigens sein, das Twitter auch Interessen aus den Tweets der User heraus liest, die entweder als typisch weiblich oder typisch männlich gelten. Das mag nicht ganz genderkorrekt sein, hat aber den Vorteil, dass etwa Unternehmen mit einem weiblichen bzw. männlichen Zielpublikum weit besser ihre Tweets an Interessenten bringen können, als nur durch die vorherige Festlegung eines Geschlechts durch den User.

Protipp: Die Möglichkeit einzelne Endgeräte mit einer Kampagne anzusprechen sollte man nutzen. Das Verhalten von Usern an Desktopgeräten unterscheidet sich oft maßgeblich vom Verhalten an Smartphones. Speziell auf ein Endgerät angelegte Kampagnen machen also Sinn.

Die Optionen für zusätzliches Zielgruppentargeting unterscheiden sich leicht je nachdem welches Ziel die Kampagne hat, sollen zum Beispiel neue Follower gewonnen werden oder soll der User auf die eigene Webseite gelockt werden. In der Twitterakademie spielten vor allem die Schlagwörter eine große Rolle, die ganz ähnlich wie Keywords in anderen Ad-Programmen funktionieren. Auch bei Twitter lassen sich zum Beispiel mit einem vor dem Keyword sogenannte negative Keywords festlegen, die, werden sie von Usern genutzt, den User ausschließen. Wer also zum Beispiel für Urlaubsreisen wirbt, aber Kinder nicht als Zielpublikum hat, kann das Keyword -Schule oder –Schulferien verwenden. Zusätzlich schlägt Twitter auch weitere Keywords vor, genauso wie beim Kriterium Follower.

Wer bestimmte Zielgruppen adressieren möchte, hat hier die Möglichkeit die Follower eines bestimmten Accounts anzusprechen. Die einfachste Anwendung wäre hier natürlich, schlicht auch mal die Follower der Konkurrenz zu adressieren, weil wer zum Beispiel dem Account eines Süßigkeitenherstellers folgt, dürfte eben auch an anderen Süßigkeiten interessiert sein.

Protipp: Twitter bietet keine Zielgruppenadressierung anhand des Alters an. Wer aber zum Beispiel Jugendliche ansprechen möchte, findet dieses sicher reichlich unter den Followern bestimmter Youtuber oder meinetwegen auch von Justin Biber.

Da die Inhalte von Tweets relativ gut auch die Interessen der Urheber widerspiegeln, bietet Twitter auch die Möglichkeit an die TwitterAds nach 350 verschiedenen Gruppen einzustellen. Das Tool Listen wiederum richtet sich vor allem an jene, die zum Beispiel in einem eigenen CRM vorhandene Kunden ansprechen wollen.

Nicht erklärt wurde die Möglichkeit das Zielpublikum anhand seiner TV-Gewohnheiten einzugrenzen. Aber auch hier bietet Twitter auch in Deutschland schon einige Möglichkeiten. Der allsonntagliche Tatort-Aufstand ermöglicht etwa gezielt 57.000 User anzusprechen, deutsche „Game of Thrones“-Fans bilden nochmal eine um 1.000 User stärkere Gruppe. Zusätzlich kann man hier aber auch sein Zielpublikum auf verschiedene Genres wie Comedy, Seifenoper oder SciFi festlegen.

Gar nicht erwähnt wurde etwa die Möglichkeit die User auch anhand des Verhaltens festzulegen. Was durchaus Sinn für deutsche Kampagnen macht, da hier bisher nur die USA als Auswahl zur Verfügung steht.