Schlagwort-Archiv: PrestaShop

Der heiße Scheiß der Woche (065)

+ + + Mobile Index: Erste SEO-Tipps von Google für den Umbruch + + +

Google bevorzugt künftig mobile Versionen einer Webseite. Umso wichtiger ist es die mobile Version nach allen SEO-Kriterien auszurichten. Wer also noch keine responsive Webseite hat, sollte schnellstens eine in Auftrag geben.

+ + + Prestashop veröffentlicht Version 1.7  + + +

PrestaShop, nach wie vor eines meiner Lieblings-Shopsysteme bringt eine neue Version auf den Markt. Interessant vor allem für Entwickler, aber auch ein Zertifikat zum Thema Rechtssicherheit ist mit im Angebot.

+ + + Stadt München plant Rückkehr zu Microsoft Office und Windows + + +

Sorry, München, aber das Open Office Kacke ist, hätte man auch vorher wissen können. Aber besser eine späte Einsicht, als gar keine.

+ + + Erfolg kommt mit Erfahrung – und scheitert am Geiz + + +

Im Grunde wird hier nur die alte Social Media-Weisheit bestätigt: Ganz oder gar nicht! Wer aus Geiz nur halbe Sachen macht, sollte es am Ende lieber bleiben lassen.

Wie finde ich das perfekte Shopsystem?

Wenn du eine ehrliche Antwort willst … es gibt keines! – Soweit die schlechte Nachricht, die Gute lautet dann, dass jeder zumindest ein Shopsystem finden kann, das sowohl seinen Fähigkeiten, als auch Bedürfnissen gerecht wird.

Letztlich gibt es ein paar Punkte, die man beachten sollte, um bei der Wahl des Shopsystems nicht böse überrascht zu werden:

1. Du solltest erst einmal offline analysieren, was für ein Shop geplant ist und welche Funktionen er erfüllen muss!

Hinterher ist man immer klüger, aber ganz ehrlich, viele Fehler lassen sich durch eine gründliche Analyse schon im Vorfeld vermeiden. Mache dir also vorher Gedanken was für Produkte du verkaufen willst, es macht eben einen Unterschied ob sie virtuell sind oder per Post verschickt werden müssen. Was macht es also für einen Sinn ein System zu wählen, dass durch sein Versandmodul glänzt, in dem sich aber Downloadlinks nur mit Tricks einbinden lassen. Ein ähnlich wichtiger Faktor sind die Zahlungsmodalitäten oder die Präsentation der Produkte. Wenn du klug bist und eine Content Marketing-Strategie fährst, solltest du zum Beispiel ein System wählen, in das man ein Blog integrieren muss – statt später etwa Blogbeiträge quasi als Artikel einzustellen, damit kein zusätzliches System installiert werden muss.

Mitunter wirst du auch zu dem Schluss kommen, dass die großen Vertreter wie Magento beispielsweise eben viel zu groß für dich sind und du auch mit dem Shop von 1&1 zurückkommen würdest. Das WordPress-Plugin WooCommerce etwa eignet sich auch bestens für kleine bis mittlere Shops, ohne an Modulen & Co. Kompromisse zu schließen.

2. Sieh dir das Shopsystem in der Praxis an und teste es selbst, ehe du mit der Umsetzung beginnst?

Sich ein wenig bei der Konkurrenz umzusehen macht nicht nur Sinn, wenn es um Struktur, Produktpräsentation oder ähnliches geht. Schon vom Frontend eines Shopsystems kann man viel lernen und Gründe für oder gegen die Software finden. Fällt dir zum Beispiel auf, dass die Shops mit einem bestimmten System geschlossen nicht responsiv sind, hat das wohl einen Grund. Überzeugt dich die Art und Weise, wie ein Produkt in der Einzelansicht dargestellt wird nicht, dann hoffe nicht, dass du das besser machen kannst, sondern vermute eher, dass es nicht viel besser geht.

Viele Shops bieten auch Demoshops auf ihrer Webseite an. Das ist eine nette Gelegenheit mal ins Backend zu schnuppern, mehr aber auch nicht. Hier bekommst du ein Look & Feel anhand dessen du eine erste Vorauswahl treffen kannst. Mitunter kann das reichen, wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich aber einen Testshop installieren und damit testen.

3. Finde heraus, welcher Typ du bist?

Wer programmieren kann und selbst gerne bastelt, der entscheidet sich für ein anderes System als jemand, der den Quellcode nie zu Gesicht bekommen möchte, weil er nur Bahnhof versteht. Natürlich gibt es keine gängige Software mehr, in der du Kategorien, Produkte usw. nicht mit Hilfe einer Maske anlegen kannst – aber was ist beispielsweise mit neuen Plugins etwa für Zahlungsmethoden, lassen die sich per Klick installieren oder doch nur im Quellcode? Das solltest du unter Punkt 2 schon rausgefunden haben.

4. Open Source heißt nicht kostenlos!

Am Ende entscheiden sich die meisten schon aus Kostengründen für ein Open Source-System, das ist ja schließlich ist es doch kostenlos, oder? Nein, ist es in der Regel nicht. Denn selbst wenn du deine eigenen Module programmieren kannst, kostet es dich immer noch deine Arbeitszeit. Gleiches gilt für die Fehlersucher in Foren, da kann man manche Stunden verbringen und am Ende googelt man dann einen Experten, der es einem zum üblichen Stundensatz einrichtet. Es kann auch mitunter Sinn machen eine Supporthotline zu haben, die man regelmäßig anrufen kann, wenn Probleme auftauchen.

Ein zweiter Faktor, den man vorher schon ausmachen kann sind die zusätzlich benötigten Module oder Plugins selbst. Sind diese überhaupt Open Source? Oder sind zumindest in einem vertretbaren Zeitraum kostenfreie Plugins auf dem Markt?

5. Achte auf die Verbreitung UND die Community!

Es gibt in Sachen Shopsystem keinen Marktführer, selbst die drei größten System kommen einer aktuellen Studie nach nicht einmal auf 40 %. Mit 16 % ist xt:commerce Marktführer, 5 % für dem namentlich meist bekannteren Magento. xt:commerce baut auf os:commerce auf, das es auch auf immerhin noch 4 % schafft. Damit ist es nicht alleine, denn auch xtc Modified Shop und Gambio sind Abwandlungen davon. Es sind aber eher Cousins, als Geschwister. Nehmen wir als Beispiel die nachträgliche Installation eines Moduls. Bei xt:commerce geschieht dies zwar nicht per Button, aber man muss das Modul nur per FTP in den richtigen Ordner laden, in der Modified Shop-Variante muss dagegen noch reichlich Codezeilen in diverse PHP-Dateien geschrieben werden.

Verbreitung alleine ist im Übrigen auch kein Gradmesser für die Community, und wer Open Source nutzt, braucht eine gute Community zum überleben. In ihren Foren findet er Hilfestellung bei bekannten Problem und – wenn die Community gut ist – auch sicher jemanden, der sich eines neuen Problems annimmt. Auch hier sollte man nicht einfach nur in Foren reinschnuppern und meinen, nur weil es viele und aktuelle Beiträge gibt, sei es auch eine gute Community. Man sollte schon eine ganze Weile darauf achten und Warnungen erkennen, wenn nach Hilfe suchende Shopbetreiber etwa schnell in einen kostenpflichtigen Teil des Supportforums verwiesen werden. (Es genügt eigentlich schon, wenn ein solcher kostenpflichtiger Support vorhanden ist, um zumindest misstrauisch zu werden.)

Meine Empfehlungen?

Hmm, da möchte ich mich lieber zurückhalten. Generell würde ich sagen, wer nicht gleich Amazon Konkurrenz machen möchte, ist etwa mit WooCommerce schon recht gut aufgehoben. Das System hat kein Maximum an Produkten, ist aber natürlich auch nur ein Plugin für WordPress. Persönlich habe ich mit dem Backend von Presta Shop beste Erfahrungen gemacht, für ein vollwertiges System der Mittelklasse ist dieser in Deutschland – weltweit sehen die Zahlen schon anders aus – recht gut aufgestellt. Wer lieber einen kostenpflichtigen Support im Rücken haben möchte, findet in Oxid und Shopware sicherlich gute Alternativen, da muss ich allerdings zugeben, dass ich hier nur von Hörensagen spreche.

Am Ende sind wir eben doch wieder am Anfang, es gibt leider kein perfektes Shopsystem. Sorry, ist so ….