#WannaCrypt-Virus: Die Kacke ist am dampfen

Freunde, wenn Microsoft mit seine eigene Ankündigung ignoriert und ein Patch für Windows XP ausspielt, dann muss die Kacke aber wirklich am Dampfen sein. Ursache ist WannaCrypt, Ransomeware die sich durch eine Windows-Lücke gerade weltweit verbreitet, als sei es die Spanische Grippe für PC’s. Und das beste ist, man muss nicht mal einen PC haben, um den Virus in Aktion zu sehen:

Aber Spaß beiseite, denn die hier genutzte Lücke hat durchaus eine Geschichte. Man erzählt sich, dass es ausgerechnet die amerikanische NSA gewesen ist, die schon lange von ihr gewusst hat und sie für die eigenen Zwecke nutzte. Aber was die NSA kann, können Kriminelle schon lange und deshalb dürfte der Erpresservirus auch kein allzu seltener Gast auf den Rechnern dieser Welt sein.

Ganz ehrlich, ich möchte kein Admin in einem Unternehmen sein. Aber wir wissen ja, wie das jetzt dann ablaufen wird. Der Chef brüllt den Admin an, der Admin sagt „Scheiß Windows, deshalb nutze ich privat nur Linux“ und Schuld ist am Ende keiner, d.h. der andere. Vielleicht dann doch ein wenig der Admin, denn zumindest Microsoft hat nach Bekanntwerden der Lücke einen Patch ausgespielt – wie gesagt selbst noch für XP – und zwar im März. Und die Moral:

Kein Sicherheitsupdate,
kein Mitleid!

Mitleid hatten interessanterweise am Ende die Cyberkriminellen, weil sie einen Killschwitch in ihr Programm eingebaut hatten. Das sich der Virus so rasant ausbreitete und eben nicht nur die Bildschirmanzeigen der Deutschen Bahn, sondern auch Computer in Krankenhäuser und anderen Einrichtungen lahm legen könnte, hat wohl auch ihnen ein wenig schlechtes Gewissen gemacht. Fragt sich nur, ob die nächsten von den gleichen Gewissensbissen geplagt werden.

 

Die Highlights der Build 2017

Er ist zurück, ja, auch Joe Belifore hatte bei der Build in Seattle seinen Auftritt. Nach seiner Auszeit wurde er ja von so manchem Microsoft-Fan vermisst. Und nicht wenige sahen sein Untertauchen als das deutlichste Signal, dass sich Microsoft endgültig vom Smartphonemarkt zurückziehen würde. Vorgestellt hat er, neben den neuen Möglichkeiten, mit denen Microsoft die Cloud noch einen Tick besser nutzen will, auch das neue Design – das bisher unter dem Namen „Project Neon“ so sehr von Microsoft gestreut wurde, dass es wohl kein Geheimnis mehr war:


In gewisser Weise setzt Windows hier ja auch seinen 3D-Trend vor, denn das neue Design wird tatsächlich mehr Tiefe haben. Und auch ein anderer Trend findet seine Fortsetzung, Windows öffnet sich für Dinge, die man nie in seinem Appstore erwartet hätte. iTunes wird nämlich bald verfügbar sein, warum auch immer, schließlich ist iTunes selbst bei Mac-Fans seiner Unbedienbarkeit wegen verschrien. Schon etwas cooler ist da die Ubuntu-App, ebenfalls auf der Build angekündigt.

Ebenfalls im Creators Fall Update enthalten sein wird Microsoft Story Remix:


Was zunächst so aussieht, als könnte endlich auch der Laie interessante Urlaubsvideos zustande bringen – oder zu mit Effekten überladen – könnte so manchen Designer entweder erfreuen, oder klar machen, dass sein Job wieder ein bisschen unsicherer geworden ist. Was sich damit machen lässt, demonstrierte Lorraine Bardeen in ihrem Vortrag:


Natürlich spielte auch Cortana eine Rolle auf der Build, ganz nebenbei konnte man auch Harman Kardon Invoke in Aktion sehen:


Und da gibt es ja auch noch das Thema Mixed Reality und die Holo Lens, eine bezahlbare Variante wurde ja auch angekündigt. Die Demonstration war wie üblich ziemlich beeindruckend, auch wenn sie nüchtern nicht viel Neues zu bieten hatte:

 

Windows 10 Mixed Reality – Willkommen in der Matrix

Wenn man ehrlich ist, es sieht ein bisschen nach den Anfängen von Second Life aus … Aber in gewisser Weise steckt die Mixed Reality World von Microsoft ja auch noch in jenen Kinderschuhen und was in diesem Video zu sehen ist, ist ein erster Eindruck. Wer im Inside-Programm ist und bereits Build 15048 installiert hat, kann genau das übrigens auch jetzt schon nachvollziehen.

Wobei es natürlich einen ziemlichen unterschied machen dürfte, ob man bereits über ein Headset verfügt oder sich quasi wie in, na ja, Second Life bewegt.

Spannend ist der Einblick auf jeden Fall und er macht Lust auf mehr …

 

Was bedeutet die digitale Transformation für Unternehmen?

„Erstens die Mitarbeiter befähigen, mobil und vernetzt zu arbeiten. Die Art, miteinander zu arbeiten, ändert sich massiv. Zum Zweiten muss sich die Zusammenarbeit mit Kunden ändern. Die vernetzten Kunden erwarten ganz andere Kundenerlebnisse, ganz anderes Verständnis darüber, was sie als Kunden umtreibt. Das dritte Thema ist die Prozessautomatisierung, die früher mit dem Preis fehlender Flexibilität einherging. Heute reden wir über maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, über Big Data Analyse und über ganz neue Möglichkeiten, mit Maschinen zu interagieren. Die vierte Säule sind Produkte und Services auf Basis digitaler Technologien.“  – Sabine Bendiek, Deutschlandchefin bei Microsoft

Das komplette Interview mit der Deutschlandchefin von Microsoft Sabine Bendiek findet ihr hier, lesenswert!

 

Inside Microsoft geht in Deutschland an den Start

Seit kurzem kann man sich jetzt auch für ein deutschsprachiges Inside Microsoft Fanprogramm anmelden, war man bisher noch auf die internationale Variante angewiesen.

Wie? Fan von Microsoft? Ja, dem ein oder anderen Leser dieses Blogs mag das auf der anderen Seite nicht wirklich verwundern. Es ist, wie ich es schon öfter gesagt habe, bis Windows 7 fand ich Windows immer besser als ein Ruf, aber auch nicht sensationell. Ab Windows 8 – und natürlich jetzt mit Windows 10 – bin ich tatsächlich begeistert und eben ein echter Fan geworden.

Kein Wunder also, dass ich mich heute natürlich sofort anmelden musste?

Inside Microsoft steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Für den ersten großen Fanevent in Berlin am 23. Februar wird bereits die Werbetrommel gerührt. Ansonsten findet man auf der Webseite bisher vor allem News rund um Microsoft und Windows. Aber aller Anfang ist vielleicht nicht immer schwer, aber oft doch ein kleiner Schritt. Und ich bin gespannt, was da alles noch kommt.

 

Was ändert sich bei Edge durch das Creators Update?

Zu den Dingen die mich beinahe täglich wurmen, gehört die Tatsache dank einer Bindung an Windows 7 an meinem Arbeitsrechner, auf Edge verzichten zu müssen. Was für eine Wohltat ist es dagegen damit dann am Second Screen oder privat surfen zu können.

Und mit dem Ende Frühling anstehenden Creators Update für Windows 10 bekommt auch Edge noch die ein oder andere Verbesserung. Dabei spreche ich weniger von der neuen Vorschaufunktion für die Tabs. Ganz ehrlich, das hat auch bei der Konkurrenz für mich nicht wirklich Sinn gemacht. Das man jetzt aber Seiten fürs spätere Lesen zur Seite schieben kann, ist dagegen eine Innovation auf die ich nur gewartet habe. Interessant wäre es allerdings zu wissen, ob man diese Funktion auch zwischen verschiedenen Endgeräten synchronisieren kann.

Passend zu der hohen Bedeutung, die Microsoft der VR-Entwicklung durch das Creators Update zugeschrieben hat, darf mit einer 3D-Darstellung natürlich auch Edge nicht hinten anstehen. Und wer neulich gelesen hat, dass der Windows das demnächst auch E-Books über den Store zu haben sind, wird sich über die angekündigte E-Bookfunktion im Browser auch nicht wundern.

Business as usual verspricht Microsoft natürlich auch einen Performancegewinn mit dem Update, auch wenn sich Edge dort alles andere als vor der Konkurrenz verstecken muss. Die hat allerdings wohl auch nach dem Aufstocken der Extensions im Shop in diesem Fall wohl immer noch die Nase vorn. Wobei ich eigentlich diesen „Mangel“ oft auch eher als wohltuend empfinde, so manch Chrome- oder Firefox-User wird es mir vielleicht nachfühlen können, weil man die beiden Browser doch sehr schnell geradezu mit Erweiterungen zumüllt.

Eine interessante Funktion ist sicher auch die Möglichkeit über einen in Edge integrierten Dienst direkt zahlen zu können. Allein sollte man hier doch auch noch eine Kooperation zumindest mit PayPal eingehen, um auch auf die Masse abzielen zu können. Unter uns, ich müsste mal schnell Bing befragen, ob Microsoft Wallet in Deutschland überhaupt zur Verfügung steht.

 

Der heiße Scheiß der Woche (073)

+ + + Jeder vierte Deutsche will Chatbots nutzen + + +

Chatbots gehören zu den üblichen Paradoxien der schönen neuen Welt. Sie können das Leben des Einzelnen deutlich vereinfachen, mit der Übernahme des Kundenservice durch Chatbots, erhöhen sie aber auch die Chance, dass sie sich niemand mehr leisten kann.

+ + + Office 365 ab heute aus der deutschen Cloud verfügbar + + +

Die deutsche Microsoft Cloud ist da – kostet dann aber auch ein bisschen mehr. Wenn man bedenkt, dass der Datenschutz bei deutschen Unternehmen sowieso nur eine Ausrede war, kann man nur hoffen ihnen jetzt kein Kostenargument geliefert zu haben.

+ + + Die 5 beliebtesten Fehler im Content Marketing + + +

Content Marketing ist sinnvoll, aber keine 08/15-Sache. Und man kann durchaus den ein oder anderen Fehler machen. Dann nämlich, wenn man Content Marketing mit Vertriebsbotschaften verwechselt, oder einfach mal was dahinrotzt.

 

Der heiße Scheiß der Woche (070)

+ + + Die Rettung von Windows 10 Mobile erfordert eine neue Produktkategorie à la Surface + + +

In der Tat wird die Zeit langsam knapp, selbst wenn sich Microsoft in Sachen Smartphones allein auf den Businessmarkt konzentrieren will. 2017 dürfte hier die Entscheidung bringen – oder erzwingen.

+ + + Front-End Performance Checklist 2017 (PDF, Apple Pages) + + +

Die technische Performance gehört zu den am meisten unterschätzten SEO-Kriterien überhaupt. Und in einer Zeit in der Google immer schlauer wird, kann man gerade hier wichtige Pluspunkte sammeln.

+ + + Zehn Dinge, die Microsofts Bing besser kann als Google + + +

Während Goolge in Deutschland nach wie vor 90% + X einfährt, obwohl die Deutschen der Suchmaschine ja angeblich so kritisch gegenüber stehen, holt Bing andernorts durchaus stetig auf.

 

Der heiße Scheiß der Woche (068)

+ + + Microsoft takes aim at Amazon’s Echo with Windows 10 HomeHub Feature + + +

Das Cortana noch nicht längst ins Rennen eingestiegen ist, dürfte den ein oder anderen bereits gewundert haben. Ehrlich gesagt, ich hätte auf dem Oktober-Event genau so etwas erwartet – aber ich hab ja auch auf ein Surfacephone gehofft.

+ + + GoDaddy kauft Host Europe für 1,69 Milliarden Euro + + +

Da hat sich jemand bei GoDaddy wohl gedacht, das Jahr ist bald rum, und ich hab noch die ein oder andere Milliarde zum ausgeben. Herausgekommen ist der wohl tiefste Einschnitt in die deutsche Hostingbranche seit Jahren.

+ + + Slack and Google announce partnership focused on better integrating their Services + + +

Googles Versuche auf diesem Gebiet sind ja eher gescheitert, also eher so auf ganzer Linie. Und Slack? Hat da etwa einer doch Angst vor Microsoft Teams?

+ + + Datenschutz wird für Unternehmen in Zukunft viel Geld wert sein – Ein Weckruf + + +

Vielleicht hätte der „Weckruf“ noch eine Spur leidenschaftlicher sein können, falsch ist dieser Artikel deshalb trotzdem nicht. Im Gegenteil: Datenschutz ist eines der Themen – und die meisten glauben nach wie vor, das Thema sei mit einem korrekten Hinweis auf die Verwendung von Google Analytics erledigt.

 

Office 365 Bookings: Microsoft organisiert deine Termine

Spätestens seit der Einführung von Office 365 dürfte es auch dem letzten aufgegangen sein. Mit Office will Microsoft mehr liefern als ein Textverarbeitungsprogramm, eine Tabellenkalkulation oder eine Präsentationssoftware. Office 365 hat den Anspruch alles zu abzudecken, aber auch so wirklich alles.

Ein nicht ganz uninteressantes Tool, dass im Office 365 Premium Paket dabei ist, scheint mir dabei Bookings zu sein:

Geeignet für Dienstleister, die mit ihren Kunden Termin ausmachen müssen, kann man das Tool in seine Webseite integrieren und damit dem Kunden die Möglichkeit geben selbst Termine auszuwählen und zu besetzen. Man selbst erspart sich dann die Arbeit (Das hätte mal meine letzte Friseurin haben müssen, die irgendwann gar nicht mehr ans Telefon gekommen ist, weil sie zu viel zu tun hatte.)

Natürlich wäre das neue Microsoft nicht das neue Microsoft, wenn es sich bei Office 365 Bookings um eine reine Webanwendung handeln würde, bei der sich User in einen Terminkalender eintragen können. Die Sache ist natürlich mit den anderen Office-Produkten, allen voran dem Kalender in Outlook vernetzt, und entsprechend überall verfügbar.

Unter uns, das Killerfeature ist das wahrscheinlich jetzt auch nicht, zeigt aber wie am Anfang beschrieben, das Microsoft Stück für Stück, Software für Software aus dem Büroalltag kegelt und alles zentral an eine Stelle dirigiert – mit allen Vor- und Nachteilen.

 

Der heiße Scheiß der Woche (065)

+ + + Mobile Index: Erste SEO-Tipps von Google für den Umbruch + + +

Google bevorzugt künftig mobile Versionen einer Webseite. Umso wichtiger ist es die mobile Version nach allen SEO-Kriterien auszurichten. Wer also noch keine responsive Webseite hat, sollte schnellstens eine in Auftrag geben.

+ + + Prestashop veröffentlicht Version 1.7  + + +

PrestaShop, nach wie vor eines meiner Lieblings-Shopsysteme bringt eine neue Version auf den Markt. Interessant vor allem für Entwickler, aber auch ein Zertifikat zum Thema Rechtssicherheit ist mit im Angebot.

+ + + Stadt München plant Rückkehr zu Microsoft Office und Windows + + +

Sorry, München, aber das Open Office Kacke ist, hätte man auch vorher wissen können. Aber besser eine späte Einsicht, als gar keine.

+ + + Erfolg kommt mit Erfahrung – und scheitert am Geiz + + +

Im Grunde wird hier nur die alte Social Media-Weisheit bestätigt: Ganz oder gar nicht! Wer aus Geiz nur halbe Sachen macht, sollte es am Ende lieber bleiben lassen.