Künstliche Intelligenz ist ein Marketinggag … noch

Wenn das letzte Jahr ein Hypethema hat, dann ist es wahrscheinlich die Künstliche Intelligenz. Doch auch wenn mancher behauptet die KI wäre in der Realität angekommen, so richtig stimmt das nicht wirklich. Im Gegenteil!

Wie jedes Buzzword, das etwas auf sich hält, ist auch der Begriff Künstliche Intelligenz schwammigst formuliert:

„Künstliche Intelligenz (KI, auch Artifizielle Intelligenz (AI bzw. A. I.), englisch artificial intelligence, AI) ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst. Der Begriff ist insofern nicht eindeutig abgrenzbar, als es bereits an einer genauen Definition von „Intelligenz“ mangelt.“ – Quelle: de.wikipedia.org

Natürlich ist Künstliche Intelligenz nicht gleich Künstliche Intelligenz. Man unterscheidet sie in der Regel in drei Teilgebiete: die schwache KI, die starke KI und die Künstliche Superintelligenz. Die schwache Variante kennen wir alle, zum Beispiel wenn wir einen Spamfilter im Einsatz haben, für die beiden anderen Varianten ein Beispiel zu finden ist dagegen schon schwerer:

Ja, bekanntlich erklärt sich in einem kurzen Video alles gleich viel besser. Etwas ausführlicher und anschaulicher beschäftigt sich Phil’s Physics mit einem Überblick was Künstliche Intelligenz eigentlich ist:

Es gibt ja das bekannte Bonmot, dass wir es doch erst einmal mit menschlicher Intelligenz versuchen sollten, ehe wir uns mit der künstlichen Variante beschäftigen. Da ist durchaus was dran, oder? Vor allem stellt sich aber die Frage, was ist Intelligenz eigentlich? Wäre es ausreichend ein menschliches Hirn komplett nachzubilden und die neuronalen Verbindungen so einzustellen, dass sie selbstständig lernen würden? Oder gehört zur Intelligenz nicht auch ein Bewusstsein? Ist es nicht ein Ausdruck besonderer Intelligenz, sich zumindest selbst zu erkennen? Die Lebewesen, die auf der Erde dazu in der Lage sind, bilden jedenfalls hier eine recht überschaubare Anzahl. Das sind philosophische Fragen die wir uns bisher hauptsächlich in Abgrenzung zu den Tieren gestellt haben. Allerdings ist es doch recht unwahrscheinlich, dass wir eines Tages auf einem Planet der Affen leben werden, auf dem die Primaten die Kontrolle haben und nicht mehr wir. Eine so weit entwickelte Künstliche Intelligenz wird dagegen von vielen für wahrscheinlich gehalten. Und kluge Köpfe wie Stephen Hawking oder Elon Musk warnen gar vor der Gefahr Künstliche Intelligenz könnte eines Tages die Herrschaft übernehmen.

Nun, 2018 müssen wir uns wohl noch nicht fürchten, dass Skynet endgültig die Kontrolle übernimmt. So schnell die Entwicklung in diesem Bereich auch gehen mag, dieser drohende Schritt wird wohl noch etwas dauern.

Aber wie war das doch mit diesem Go? – Das Computer uns im Schach besiegen ist ein alter Hut. Das IBM’s Watson auch Schachweltmeister in ihre Schranken verweisen kann, war sogar für manchen etwas beruhigendes. Dann ist man wenigstens nicht der einzige, der von einem Computer geschlagen wurde. Im Gegensatz zu Schach ist das in Asien beliebt Spiel Go allerdings unendlich viel komplizierter, allein bei den möglichen Spielzeugen sieht Schach im Gegensatz zu Go geradezu wie ein Spiel für Kleinkinder aus. Mit anderen Worten, während Schach berechenbar erscheint, verlangt Go Intuition. Und als Google einen Algorithmus ins Rennen schickte, der die besten Go-Spieler schlug, war das durchaus eine Überraschung. Allein, ebenso wie Watsons Sieg in Jeopardy handelt es sich hier immer noch um die schwache Variante der Künstlichen Intelligenz.

Und diese basiert im wesentlich auf dem Prinzip des Maschinenlernens, oder man könnte es auch einfache ausdrücken: Try & Error

Maschinen lernen also nach einem einfachen Prinzip. Um abzuspeichern das eine Herdplatte heiß ist, fasst sie die Herdplatte einfach an. Die nächste Variante des Algorithmus weiß dann, dass man das besser nicht mehr tut. Und dennoch ist so manches System im Einsatz, dass mit dem Label „Künstliche Intelligenz“ jede Menge Erwartungen weckt dabei würde es sich um ein, na ja, sagen wir wie es ist, intelligentes System handeln.

Über einen dieser Einsätze berichtete kürzlich die Welt am Sonntag. Nach sechs Jahren Einsatz und 62 Millionen Dollar an Investitionen lies die Universität von Texas einen Vertrag mit IBM auslaufen und setzte Watson vor die Tür. Es war schlicht nicht gelungen ihn in den Ablauf einzubinden, am Ende betrug die Zahl der realen Behandlungsempfehlungen für Krebspatienten sage und schreibe 0 – null. Wie kann das sein, wo doch gerade im Gesundheitsbereich die Anwendungsbeispiele so vielversprechend waren? Symptome rein, Diagnose raus! Was kann da so schwer sein?

Nun, ich fürchte das Hauptproblem liegt wohl darin, dass sich Informatiker sehr wohl über den aktuellen Stand der Künstlichen Intelligenz bewusst sind. Sicher, sie schwärmen auch von dem, was in ein paar Jahren wahrscheinlich möglich ist. Informatiker können das tatsächlich auch einschätzen, sie wissen um die Unterschiede zwischen schwacher und starker KI. Allein, auch wenn das Nerdimage nun wahrlich nicht immer zutrifft, in den wenigsten Fällen wird ein Informatiker an vorderster Front sein Produkt auch verkaufen.

Das ist immer noch die Aufgabe des Marketings, und dort ist man bekanntlich ganz anders gepolt. Rationale Analyse hat noch keinen Verkauf gefördert, es gilt Emotionen zu wecken und ein Mindestmaß an Buzzwords zu verwenden. Und da wären wir wieder beim Begriff „Künstliche Intelligenz“, einem der größten Buzzwords überhaupt. Um ihre Produkte zu verkaufen haben Marketer ganz eigene Erwartungen geschürt, die heute mit der Realität noch wenig gemein haben. Das sieht auch KI-Experte Alexander Linden vom Marktforschungsunternehmen Gartner laut WamS so. Schon manche Broschüren seien schlicht „irreführend“, da werde von „denkenden Maschinen gesprochen“.

„In diesem Markt wird teilweise Scharlatanerie betrieben.“, warnt Wolfgang Hauner, Chief Data Officer beim Rückversicherer Münsch Re. – Quelle: Welt am Sonntag, 24. 12.2017

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Tatsächlich dürfte eine Vielzahl von als Künstliche Intelligenz verkauften Produkten in der Realität schlicht und einfach Tools zur Datenanalyse sein.

Künstliche Intelligenz hat also einen denkbar ungünstigen Verbündeten, wenn es darum geht sich seinen Platz in den Märkten zu erobern. Und so manche vielversprechende Technologie ist auch schon daran gescheitert, dass sie in einem frühen Entwicklungsstadium zum Einsatz kam, während das Marketing schon ein Rund-um-Sorglos-Paket versprochen hatte, das quasi ausgereift ist. In diesem Fall dürfte Stephen Hawking oder Elon Musk allerdings zu früh aufatmen, denn KI ist schlicht zu mächtig, als dass man sie irgendwann neben Google Glass & Co. finden dürfte. Sie wird uns also erhalten bleiben, nach dem Hype kommt immer ein Bogen nach unten, ehe die Etablierungsphase beginnt. In diesem Fall wird es aber eben besonders krass werden.

Was die Digitalisierung 2018 bringen wird!

Alte Kamellen, dass ist mitunter der erste Eindruck, den man beim Lesen der dieser Tage erscheinenden Trends in Sachen Digitalisierung, IT usw. wohl als erstes bekommt. Denn vieles was sich 2018 durchsetzen soll, stand schon auf der Liste für 2017.

Was finden wir denn so alles auf den Trendlisten für 2018, vieles davon kennt man irgendwie schon, oder?

Cloud-Services / SaaS
Künstliche Intelligenz
Blockchain
Augmented Reality
Chatbots / Digitale Assistenten

Nun, dass auf deutschen Trendlisten noch immer die Cloud auftaucht sollten wir eher als Armutszeichen für die deutsche Wirtschaft wahrnehmen. Aller Bemühungen der Anbieter zum Trotz etwa exakt dem deutschen Datenschutz gerecht zu werden, ist das Zögern immer noch groß. Und wenn es um das Abomodell von Software as a Service (SaaS) betont mancher noch den finanziellen Vorteil für die Anbieter und hält das für einen Grund lieber an veralteter Software festzuhalten. Die gehört einem ja schließlich!

Das Thema Künstliche Intelligenz wurde bereits in diesem Jahr heiß diskutiert, die ersten großen Einsätze unter realen Bedingungen laufen bereits – und so manches wurde auch wieder beendet. Künstliche Intelligenz ist aber meiner Ansicht nach auch 2018 mehr ein Hypethema, denn von echter KI sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Viele Angebote auf denen Künstliche Intelligenz steht, steckt wenig davon drin. Aber das KI heute noch immer mehr ein Marketingbegriff ist, darüber werde ich hier demnächst einen passenden Artikel veröffentlichen.

In großen Unternehmen wird sich dagegen die Blockchain tatsächlich langsam aber sicher etablieren. Besonders die Finanz- und Versicherungsbranche hat das Potential hinter der Technik inzwischen erkannt. Zu diesem Thema empfehle ich meinen Artikel Der Bitcoin ist tot, es lebe die Blockchain!.

Beim Thema Augmented Reality sind wir dagegen in Deutschland nach wie vor hintendran. Zwar gibt es Ausnahmen, aber in unseren Breitengraden ist das Thema bestenfalls auf dem Gamingmarkt bereits etabliert. Dabei zeigen Beispiele wie Richter & Frenzel das durch den Cousin Virtual Reality durchaus auch für den Mittelstand in dieser Technologie viel Potential steckt: VR: Badplanung erlebbar machen

Und was ist mit Chatbots? Nun, ihre Bedeutung wird weiter steigen, im Sinne von, sie werden auch auf deutschen Webseiten immer häufiger aufpoppen und versuchen direkte Useranfragen zu beantworten. Während der User sich fragt, ob hinter dem Stockfoto vielleicht doch ein echter Mensch steckt. Im Gegensatz zu Augmented Reality haben sich Digitale Assistenten inzwischen auch bei den Deutschen durchgesetzt. Gerade Alexa von Amazon hat in vielen Wohnzimmern Einzug gehalten, Google arbeitet fleißig daran „Ok Google“ zum am häufigsten genutzten Begriff der Menschheit zu machen. Wer also auch nur entfernt mit Kommunikation zu tun hat, sollte sich diesem Thema 2018 widmen.

2018: Die Schonfrist ist vorbei!

Soweit die guten Trends, ein schlechter bzw. vermeidbarer Trend wird aber spätestens 2018 in die Wege geleitet werden: Die Digitale Transformation fordert ihre Opfer

Die Schonfrist für deutsche Unternehmen ist vorbei, Datenschutz oder mangelnde Breitbandversorgung sind endgültig als faule Ausreden erkannt. Im nächsten Jahr wird sich für viele große und kleine Unternehmen entscheiden, in welche der drei Gruppen sie gehören: Die Trendsetter und späteren Marktführer, die mit dem Strom schwimmenden, aber überlebenden Unternehmen oder die Analogisten, die glauben durch die Digitalisierung würde sich nichts ändern, sondern man nutzt halt nur öfter den Computer. Bereiche wie Projektmanagement werden nicht einfach durch digitale Tools ergänzt, sondern ändern sich radikal. Sie werden agiler, das fordert in den Köpfen vieler allerdings reichlich Umdenken. Prozessmethoden wie Design Thinking oder DevOps sind Mittel und Wege, die nicht nur im Kreativ- oder Programmierbereich an Bedeutung gewinnen werden.

Überhaupt wird 2018 das Jahr werden in denen gerade die ITler in Führungsaufgaben endgültig einsehen müssen, dass sie manchmal einen Digital Native um Rat fragen müssen. Zu rasant gehen die Entwicklungen voran. Das niemand über 30 versteht wie man die Snapchat-App bedient war nur so etwas wie das lustige Vorspiel einer Welt die selbst für heutige Experten mitunter immer unverständlicher wird.

Noch mehr als 2017 wird es für Unternehmen eine Herausforderung werden gute Entwickler an sich zu binden oder projektbasiert einzuplanen. Das Angebot ist nicht unbedingt größer geworden, und wird es in den nächsten Jahren nicht wirklich werden. 2018 wird auch das Jahr werden in dem sogenannte Low-Code-Software boomen wird. Darunter versteht man Programme die eine visuelle Oberfläche für den Nutzer bereitstellen, mit dessen Hilfe er Programme, Webseiten usw. erstellen kann, ohne dabei selbst Code schreiben zu müssen. Das klingt zwar verführerisch, hat wie alles im Leben aber natürlich zwei Seiten. Low-Code-Software verleitet dazu an der Oberfläche zu bleiben und letztlich Dinge zu produzieren, die man eigentlich gar nicht versteht, sondern sich darauf verlassen muss, dass die eingekaufte Software schon weiß was sie tut.

Soweit zu meiner kleinen Vorschau auf das Jahr 2018. Es hat natürlich auch eine Menge gefehlt, Internet of Things (IoT) etwa. Aber auf was sollte sich Deiner Meinung nach ein Unternehmen egal welcher Größe im nächsten Jahr wirklich einstellen?

So einfach bekommt man seinen eigenen Chatbot

Chatbots sind inzwischen vom reinen Buzzword in den Alltagsstatus übergegangen. Sie haben nicht immer den besten Ruf, können aber in erster Linie eine Menge nützlicher Dinge.

Wenn heute, gerade im Vorfeld des Bundestagswahlkampf, von Chatbots gesprochen wird, dann meist mit einem negativen Beigeschmack. Chatbots hält man dann meist für Programme, die auf Facebook oder Twitter Stimmung machen – und meist nicht unbedingt für die Parteien der Mitte. Dabei sind die kleinen Programme eine nützliche Erfindung vor allem für alle, die etwa nicht rund um die Uhr am Rechner sitzen können, um die Reaktionsschnelle an den Tag zu legen, die man gerade in den sozialen Medien braucht. Und selbst wenn, Chatbots können einem eine Menge Arbeit abnehmen. Und dank Diensten wie Chatfuel nicht nur schnell programmiert, sondern auch noch günstig bis umsonst einsetzbar.

Zum eigenen Chatbot in wenigen Minuten (?)

Das Angebot von Chatfuel ermöglicht es etwa für die eigene Facebookseite auf die Schnelle einen Chatbot einzubinden, der dann via Messenger den Kontakt mit Fans und Kunden übernimmt. Dazu stellt der Dienst nicht nur die Möglichkeit bereit Texte oder Bilder zu verwenden, sondern auch einige andere Features wie eine JSON Api, Google oder Bing Suche oder die Integration von WordPress-Elemente über Zapier. Kurz, mit der kostenlosen Bordausstattung lässt sich schon einiges umsetzen.

Den Dialog mit dem Nutzer kann man dann zum Beispiel über Quick Replies lösen, die dem Nutzer im Messenger zum Antippen angeboten werden und dann den vorgegeben nächsten Block laden. Wer mit seinem Chatbot also ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt, kann den Nutzer hier perfekt durch die verschiedenen Optionen leiten.

Aber natürlich sollte ein Chatbot auch auf offene Fragen antworten können. Dazu bietet Chatfuel die „künstliche Intelligenz“-Funktion an. Wie ganz allgemein, sollte man diesen Begriff aber auch hier nicht allzu hoch hängen, kommt es im Wesentlichen doch auch hier vor allem auf die Intelligenz des Kopfes dahinter an. Hinter der Funktion versteckt sich nämlich im Grunde nur die Möglichkeit als Reaktion auf vorgebbare Begriffe bestimmte Antworten ausspielen zu lassen. Am Ende beantwortet der Chatbot also nur die Fragen, auf die sein Schöpfer vorher selbst gekommen ist. Für deutsche Anwender zeigt sich hier aber – zumindest meiner eigenen Erfahrung nach – auch ein wenig die Schwäche des in Englisch gehaltenen Dienstes, der hier gelegentlich so seine Probleme mit den deutschen Umlauten hat.

Vor dem Livegang kommt das Testen.

Insgesamt funktionieren die angebotenen Funktionen allerdings recht gut und man kann Chatfuel auch getrost auf deutschsprachigen Seiten einsetzen.

Vor dem Programmieren kommt die Planung

Ehe man sich aber daran macht seinen eigenen Chatbot zusammenzustellen, sollte man sich erst einmal hinsetzen und einige Ablauforganigramme zeichnen. Einfach wild zusammengestellte Chatbots funktionieren nicht und das Nachbessern hat dann oft nur den einen Effekt, dass sich auch der Schöpfer selbst nicht mehr richtig auskennt. Das gilt für den eigentlichen Ablauf ebenso, wie bei der Vorbereitung auf offene Fragen durch den Nutzer. Ohne ein ausführliches Brainstorming braucht man sich erst gar nicht an die Arbeit zu machen.

Sind Chatbots überhaupt beim Nutzer akzeptiert?

Bei allem Funktionsumfang bieten Dienste wie Chatfuel am Ende allerdings nicht die Möglichkeit einen Chatbot zusammenzustellen, der den Nutzern langfristig vorspielen kann ein echter Mensch zu sein. Und ganz ehrlich, das sollte man auch um Himmels Willen nicht tun. Ein zum Scheitern verurteilter Versuch verärgert den Nutzer im Zweifel nur. Ich würde also dringend empfehlen gleich in der Willkommens-Nachricht klar zu machen, dass hier keine Interaktion mit einem echten Menschen stattfindet.

Außerdem sollte man mittels der „künstlichen Intelligenz“ auch immer eine Antwort darauf haben, wenn Wörter wie „echter Mensch“ usw. fallen. Die beiden Chatbots die ich mit dem Dienst zusammengestellt habe, entschuldigen sich dann immer und stellen Kontaktdaten zur Verfügung, an deren Ende der Nutzer dann mit Menschen kommunizieren kann.

Das Fazit:

Dienst wie Chatfuel bieten auch Nicht-Programmierern, kleineren Unternehmen usw. die Möglichkeit von den Vorteilen von Chatbots teil zu haben, ohne dabei mehr Vorkenntnisse als eine gewisse Logik beim Ablauf der Gespräche haben zu müssen. Freilich sind sie aber nur ein Vorgeschmack auf das was noch kommen wird. Aber ein Vorgeschmack, bei dem man unbedingt dabei sein sollte, will man sich von der innovationsfeindlichen und kommunikationsfaulen Konkurrenz angenehm abheben.

Microsofts Explanimators – Was ist eigentlich …

Wenn es eines gibt, was sich seit Anbeginn der Massentauglichkeit des Internets nicht verändert hat, dann die Liebe der Macher zu Buzzwords. Für den ein oder anderen Laien ist es dann gar nicht so leicht zu wissen, was wirklich dahinter steckt.

Microsoft hat auf seinem Youtube-Kanal vor einigen Monaten mit der Reihe Explainmators eine neue Serie von animierten Erklärfilmen begonnen, die recht anschaulich einige dieser Buzzwords erklärt.

Den Anfang macht natürlich, wie könnte es anders sein, die künstliche Intelligenz:

Während aber künstliche Intelligenzen wie Cortana bei vielen noch Ängste hervorrufen, wird sich das Internet of Things quasi durch die Hintertür auch bei diesen Skeptikern einschleichen:

Die dritte und aktuelle Ausgabe der Serie beschäftigt sich indessen mit der Thematik der mixed Reality, die Hololens lässt grüßen:

Cortana, ein weiteres unterschätztes Microsoftprojekt?

Irgendwie muss es für Microsoft schon deprimierende sein, sucht man im Netz nach der digitalen Sprachassistentin Cortana stößt man scheinbar allein auf zwei Dinge: Eine Sammlung der lustigsten Befehle und – na ja, Möglichkeiten Cortana aus Windows 10 zu entfernen. Wird Cortana als letztlich nur als die digitale Gefährtin des Master Chief aus Halo in Erinnerung bleiben?

Das wäre schade, unabhängig davon, ob man wie ich jetzt Microsoft-/Windows-Fan ist oder nicht. Ja, Microsoft hat die digitale Assistentin nicht erfunden. Schon einige Zeit zuvor gab es etwa Siri, die es zwar schaffte das in diversen Sitcoms plötzlich Leute mit ihren Handys sprachen, aber unterm Strich eine für Apple-Verhältnisse erstaunlich schlichte Erfindung zu sein. Im Prinzip steckte hinter Siri kaum mehr als eine Spracherkennungs- und Sprachausgabesoftware. Cortana hingegen war von Beginn an als künstliche Intelligenz konzipiert.

Nicht nur Cortana steht hinter Alexa zurück

Interessanterweise liegt inzwischen aber eine andere Dame in Führung, nämlich Alexa. Interessant vor allem deshalb, weil man eigentlich jeden Cent auf Google gesetzt hätte. Wer weiß schließlich mehr über den Nutzer als Google, und wer könnte deshalb mehr Funktionen bieten. Hielt man Alexa zu Anfang noch für eine geschickte Masche von Amazon mehr Bestellungen zu generieren, auch ein paar nicht beabsichtigte ;-), schickt sich die kleine schwarze Säule inzwischen an auch den deutschen Markt zu erobern. Und ehrlich gesagt, man hört nicht viel schlechtes.

Dieser Erfolg hat aber eben nicht nur Microsoft überrascht, sondern auch Google, das Google Now eilig in Assistent umbenannt hat und jetzt überstürzt versucht in den Markt zu kommen. Einer Unternehmung, der man angesichts Googles beachtlicher Misserfolge beim Verkauf von Hardware, wohl bestenfalls viel Glück wünschen kann. Microsoft setzt dagegen auf Drittanbieter, um Cortana auch in die Wohnzimmer zu bringen. Und das obwohl man dort ja eigentlich inzwischen ziemlich gute Hardware unter die Leute bringt. Auf der anderen Seite stellt man ja aber auch eine Cortana App für Android und iPhone zur Verfügung, was mit Blick auf den ausbleibenden Erfolg von Windows Phone jedoch recht logisch erscheint.

Hat Cortana also jetzt eine Chance sich zu etablieren, oder nicht? Ich persönlich muss zugeben sie weder mit Alexa noch Siri vergleichen zu können. Hinter Google Now Assistent muss sie sich aber wohl keineswegs verstecken. Nüchtern betrachtet befinden sich alle vier bekannten Assistenten ja ohnehin noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase. Wer also qualitativ am Ende die beste Entwicklung liefert, ist noch lange nicht ausgemacht. Ebenso wenig ist es natürlich eine ausgemachte Sache, dass sich die beste Qualität am Ende durchsetzen wird. (Erfahrungsgemäß ja eher nicht. ;-( , oder?)

Was den täglichen Gebrauch angeht kann ich Cortana heute schon empfehlen, ja ich könnte auch ohne, aber es macht doch einiges einfacher. Und da ich privat, wie beruflich ab und zu auch noch an Windows 7 gebunden bin, muss ich zugeben, man kann Cortana auch schon richtig vermissen.

Pro-Tipp:

Keine Lust mehr auf „Hey Cortana“? So änderst du den Sprachbefehl, um die digitale Assistentin von Microsoft aufzurufen: Hey Cortana-Aktivierungsbefehl ändern

Aber ein halbtags tätiger Heavyuser wie ich entdeckt aber natürlich auch noch viel Luft nach oben. Das beginnt schon bei der Frage, warum man Cortana nicht einfach auch bitten kann Programme zu öffnen, sondern auch zu schließen. Oder bei einer Verabschiedung gleich das gesamte Surface Pro herunterzufahren.

Der heiße Scheiß der Woche (049)

In dieser Woche zum Beispiel mit der Frage, wann neu wirklich neu ist, oder einem Angebot von Microsoft an kleine Unternehmen, das von einigen ohne Argumente, dafür aber aus Prinzip abgelehnt werden dürfte.

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Google mag neuen Content, das dürfte inzwischen wohl jedem klar sein. Doch wann genau ist ein Content aus der Sicht des Google Algorithmus wirklich neu? Dieser Artikel gibt ein paar Hinweise, ohne Gewähr, wie man diese Frage beantworten kann. Alternativ könnte man aber auch einfach fleißig bloggen.

+ + + Microsoft releases a free version of Skype for small businesses + + +

Eine gute Gelegenheit für kleinere Unternehmen ihr Kommunikationsangebot zu erweitern. Wäre da nicht die Tatsache, dass es auch gerade dort zahlreiche Skype-Verweigerer aus Prinzip gibt – sprich, ohne wirkliche Argumente.

+ + + Why Microsoft is betting its future on AI + + +

Die einen Reden vom langsamen Abgesang auf den Giganten in Redmond, andere schreiben lieber darüber, dass Microsoft gerade versucht in einem der vielleicht entscheidenden Felder der Zukunft die Marktführerschaft zu übernehmen. Getestet wird derweil die Zukunft erst einmal in China.