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Google Beiträge – Gratis Werbung mit Verfallsdatum

Seit ein paar Wochen hat Google auch in Deutschland die Google Posts ausgerollt, wohlgemerkt ohne irgendein +, also nicht verwechseln. Die neuen Google Beiträge werden vielmehr unterhalb des Knowledge Panels / MyBusiness Eintrags recht prominent in den Suchergebnissen präsentiert.

Wer bereits seinen Google MyBusiness Eintrag aktiv betreut, und ganz ehrlich, dass sollte jedes Unternehmen tun, dem dürfte die neue Veröffentlichungsmöglichkeit wahrscheinlich schon über den Weg gelaufen sein, Google präsentiert sie dort relativ prominent. Und auch das Erstellen ist mehr oder weniger problemlos möglich. Ein Bild und 100 bis 300 Worte dazu, fertig ist die der Google Beitrag.

Ein Google Beitrag am Beispiel von Wacker Qualitätssicherung.

Aber wo ist der Haken? Google ermöglicht doch damit quasi Gratis-Werbung, oder?

Ähm, ja schon, aber in erster Linie wird das Ziel von Google sein sein MyBusiness-Angebot weiter auszubauen. Suchmaschine hin oder her, gerade in letzter Zeit wird durch verschiedene Aktionen deutlich, dass Google massiv versucht dem Suchenden die Antwort auf seine Frage schon auf der eigenen Seite zu geben. Dazu tragen natürlich auch die Unternehmensinformationen im rechten Knowledge Panel bei. Folgerichtig gibt es Beiträge natürlich nur für verifizierte Unternehmensseiten.

Und es gibt echt keinen Haken?

Das kann man sehen, wie man will, denn eines sollte man wissen – Google Beiträge haben einen Live- und Promotion-Charakter. Passend dazu bietet Google Schaltflächen an, mit denen Produkte verkauft oder Veranstaltungen beworben werden. Google Beiträge sind nicht für die Ewigkeit, genauer gesagt bekommt man nach ein fünf oder sechs Tagen eine automatische Mail zugeschickt, die einen nochmal darauf hinweist, dass ein Google Beitrag nach 7 Tagen wieder verschwindet. Wer dieses Feature also für sich entdeckt, sollte es mehr als eine Art Micro-Blogging für spezielle Aktionen usw. usf. einsetzen.

Konkret: Wie du mit Google Beiträgen Erfolg haben kannst!

Inwiefern sich Google Beiträge auf die SEO auswirkt, ist natürlich wie alles andere in diesem Bereich umstritten, auf jeden Fall dürfte es einen Pluspunkt bringen, wenn sich Google bei einer Suchanfrage entscheiden muss ob und welcher MyBusiness-Eintrag angezeigt wird. Besser kann man Google nicht mitteilen, dass man das MyBusiness-Angebot annimmt. Hauptgrund für ein Engagement dürfte aber natürlich der eigentlich von Google gewünschte Sinn und Zweck sein, sprich User auf News, Aktionen, Veranstaltungen usw. aufmerksam zu machen.

Ob sich ein Engagement lohnt hängt natürlich auch davon ab, wie oft der eigene Unternehmenseintrag rechts in den SERPs erscheint. 5x, 50x, 500x oder 5000x im Monat – wer sein Publikum schon hat, sollte es hier auf jeden Fall gezielt ansprechen. Aber auch für weniger häufig gesehene Profile könnte sich zumindest der Versuch lohnen, inwiefern ein aktives und häufiges Posten die Zahlen vielleicht nach oben treiben kann.

Und übrigens, wer mit schlechten Bewertungen zu kämpfen hat, kann Google Beiträge auch dazu nutzen für ein bisschen Ablenkung zu sorgen.

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Warum ist meine Google Bewertung verschwunden?

Wer heute nicht auf seine Google Bewertungen und Rezensionen achtet, ist selber schuld. Die kleinen Sterne (sprich die Bewertungen) sind Klickreiz, oder eben Anti-Klickreiz, sind sie kaum vorhanden. Und bei wem unter den ersten drei oder vier rechts neben dem Suchergebnis angezeigten Rezensionen nur Verrisse stehen hat, kann eigentlich fast schon sicher sein beim suchenden User in Ungnade zu fallen.

Google Rezensionen sind also ein mächtiges Mittel des Konsumenten, der – bedauerlich für die Unternehmen – natürlich viel lieber meckert, als lobt. Aber das ist eine andere Geschichte. In dieser Geschichte stellen wir uns die Frage, warum Bewertungen plötzlich verschwunden sind! Und nein, der Besitzer des Google MyBusiness-Accounts hat sie nicht gelöscht – wäre ja noch schöner.

Wer seine eigene Bewertung plötzlich vermisst, darf erst mal raten was passiert ist. So richtig raus rückt Google mit der Sprache in dieser Angelegenheit nicht. In der englischsprachigen Community findet sich aber zumindest eine kleine hilfreiche Liste wahrscheinlicher Gründe, die ich hier mal ins Deutsche übersetzt habe:

  • In der Rezension befanden sich URLs
  • Die Rezension erschien identisch auf anderen Bewertungsseiten wie z.B. Yelp
  • Die Rezension wurde vom Admin der zum Unternehmen gehörenden Google +-Seite abgegeben.
  • Google denkt, die Rezension wurde vom bewertenden Unternehmen in Auftrag gegen
  • Die IP Adresse der Person, die die Bewertung abgab ist identisch mit der einer anderen bewertenden Person – oder auch mit jener, mit der sich der Verwalter der MyBusiness-Seite einloggt.
  • Die Rezension wurde in dieser Form schon einmal vor einiger Zeit abgegeben.
  • Google hält den plötzlichen Anstieg der Zahl von Bewertungen für unrealistisch.
  • Die Anzahl der Bewertungen liegt verdächtig hoch über den von Google errechneten Branchenschnitt.
  • Das Google-Profil desjenigen, der die Bewertung abgab, ist neu und zeigt keine anderen Inhalte wie Google +-Beiträge oder andere Bewertungen an.
  • Google hegt den Verdacht, dass die Bewertungen eine SEO-Maßnahme sind, gezielte Anreize ausgestreut wurden usw.

Die Liste, mal abgesehen von Punkt 1, den Google doch bitte schön schon vor der Freischaltung der Bewertung monieren sollte, erscheint mir recht gut zusammengestellt.

Das Ziel von Google heißt deutlich: gefakte Bewertungen wollen wir hier nicht haben! Übrigens auch zum Preis, dass dabei die ein oder andere echte Bewertung verschwindet. Das dürften die hier aufgezählten Kriterien durchaus gewährleisten. Bleibt allerdings zu hoffen das, wenn Google zum Beispiel eine Bewertung von zwei Accounts mit gleicher IP-Adresse als Fake aussondert, Umstände wie Internetzugänge von großen Konzernen oder Universitäten berücksichtigt werden. Höchstwahrscheinlich gibt es DAS Kriterium ohnehin nicht, und Google arbeitet hier mit einem gewichteten Punktesystem. Ab einem gewissen Punktestand heißt es dann Sayonara Bewertung.

Wer sich genauer mit der Materie beschäftigt, dem bleiben aber durchaus auch noch ein paar Fragen: Eine Bewertung verschwindet mitunter nur von der MyBusiness-Seite, ist aber beim User selbst noch vorhanden, wenn er etwa eingeloggt die Seite in Google Maps aufruft. Und zwar kommentarlos, sprich man muss überhaupt erst einmal aktiv herausfinden, dass Google an seiner Bewertung etwas auszusetzen hat. Und ohne Hinweise gibt es dann natürlich auch keine Verwarnungen oder ähnliches. Übrigens auch nicht für das Unternehmen, das ja – siehe oben – bei Google ganz weit oben in der Liste der üblichen Verdächtigen steht.

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Der heiße Scheiß der Woche (078)

+ + + Mehr Mut zur Marke: Wie sich KMU und Selbstständige im Wettbewerb differenzieren können + + +

Und was macht es denn schon, wenn man selbst die Marke ist? Denn ehrlich gesagt und nüchtern betrachtet, die meisten Dienstleistungen und Produkte die man anzubieten hat, hat jemand anderes eben auch.

+ + + Sprachassistenten: Zwei essentielle Faktoren für den Durchbruch + + +

Eindeutige Nutzeridentifizierbarkeit und natürliche Sprache. Wobei man auch schon ein bisschen überrascht ist, dass zumindest ersteres noch wirklich ein zukünftiger Faktor zu sein scheint.

+ + + Kommentar zu Google AMP: Der goldene Käfig + + +

Herbert Braun findet AMP gar nicht so toll. Weniger, weil es nicht machen würde, was es machen soll, sondern eher, weil AMP am Ende eben vor allem nur ein weiterer Schritt von Webseitenbetreibern ist, sie von Google abhängig zu machen und Google zu füttern.

+ + + Kampagnen zeigen Erfolg: Werbeblocker-Quote in Deutschland sinkt merklich  + +

AdBlocker gewannen an Beliebtheit, weil Werbung nerven kann. Oder besser, weil Werbung zwar nicht nerven muss, aber meistens tut. Aber so gar nix mehr kostenlos … das wollen dann doch nicht alle haben.

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SEO im Jahr 2017: Auf was steht Google wirklich?

… und eigentlich ist das auch schon die falsche Frage. Denn es hat zwar lange gedauert, aber inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass genau jene Seiten am besten ranken, die nicht für Google sondern für den echten Nutzer geschrieben wurden.

„Am Ende sind wir wieder bei Matt Cutts, der vor 15 Jahren gesagt hat ‚Build great content‘ – und wir befürchten das das wahr sein könnte.“, Prof. Mario Fischer.

Aber deshalb müssen SEO’s jetzt nicht befürchten arbeitslos zu werden und nein, SEO ist immer noch nicht tot. Auch 2017 sollte dieser Berufsstand noch überleben können. Was man als SEO hingegen alles wissen sollte, hat sich SISTRIX mal wieder gefragt und gleich 16 der bekanntesten SEO-Experten des Landes zum Talk eingeladen. Bei t3n kann man sich die dabei herausgekommenen Videos in aller Ruhe ansehen und durchaus etwas lernen.

Die wichtigsten Erkenntnisse und natürlich auch noch ein bisschen Senf von mir als Zusatzbeigabe habe ich mal zusammengestellt:

Der Rankingfaktor Links

  • Links sind auch 2017 ein Rankingfaktor,
  • langfristig sinkt die Bedeutung allerdings.
  • Beim Ranking können Links auch das Zünglein an der Waage sein!
  • Kenne die Richtlinien von Google für Links!

Externe Backlinks haben ihren Wert nicht prinzipiell verloren, spätestens seit Pinguin kann Google die Links aber besser bewerten. Die Abhängigkeit von Google was Links angeht, ist also insgesamt gesunken. Was langfristig wohl noch zunehmen wird, denn wie Marcus Tandler, Gründer von OnPage.org, treffend bemerkt, Google muss immer mehr von extern beeinflussbaren Faktoren unabhängiger werden. Einfach auch, weil es sich nicht manipulieren lassen will, um dem User das beste Ergebnis zu liefern.

Mit anderen Worten, Links sollte man weiter als SEO nutzen. Allerdings ist es wichtiger denn je auf Qualität, statt Quantität zu setzen. Wenn natürlich auch ein Link der richtig Traffic liefert besser ist, als ein von Usern nicht geklickter Link. Doch Vorsicht, wer es mit dem Linkbuilding übertreibt, kann sich schnell ein Eigentor schießen. Mario Fischer aus Würzburg empfiehlt wohl auch deshalb nicht zu Unrecht manch Linkbuilding-Sünde von früher zu beseitigen.

Was die Zielseite angeht, gilt der Tipp, dass man nicht jede Seite mit Links versorgen muss (oder sollte), weil der eingehende Linkjuice z.B. auch auf andere Produktseiten übergeht. Jede Produktseite hier mit gleichmäßig Links zu versorgen könnte einem Google als Muster erkennen und übel nehmen. Im Zweifel sollte man die Startseite als Zielseite nehmen, auch weil sie die dauerhafteste Seite ist, wenn sich die URL-Struktur ändert.

Googles Richtlinien für Links: Sollte man die Grenzen von Google austesten, oder davon ausgehen, dass Google es früher oder später rausfindet, ob ein Link gekauft wird? Markus Hövener, Head of SEO bei Bloofusion, tendiert nicht ganz zu Unrecht zu letzterem. Google scheint bei vielen Seiten durchaus die Strategie zu fahren tolerant zu sein, aber irgendwann kann der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen.

Konkrete Tipps:
  • Eine Landingpage muss erst einmal wachsen, ein selbständiges Grundrauschen entwickeln, bevor man selbst Links für sie besorgt.
  • Um Linkpower anzulocken taugt am besten eine entkommerzialisierte Zone, wie etwa ein Blog.

Mein Praxistipp: Statt Links einzukaufen sollte man sich die Mühe machen Seiten aufzustöbern, von denen man gerne verlinkt werden würde, weil es Sinn macht. Viele werden zwar nein sagen, aber ein paar eben doch.

Verwendung von Keywords

  • Keywords müssen auf die Suchintention ausgerichtet sein.
  • Keywords in URL, Meta-Description und H1-Überschirften machen meist Sinn.
  • Keywords helfen beim Ranking, beim Schaffen von Content, sollten aber nicht überbewertet werden.

Keywords sind wie Links wichtig, verlieren aber ebenfalls an Wert. Heute sollte man aber auch auf das semantische Umfeld setzen, denn Ziel von Google spielt nicht das Ergebnis aus, dass genau dem Keyword entspricht, sondern der Suchintention. Dennoch sollte man sich immer die Keywords vor Augen halten, wenn man einen Content schafft.

Die einfachen Regeln wie Keyworddichte erscheinen Laien zwar griffig, funktionieren aber eben nicht mehr. Wenn der Content dem User nichts bringt, kann man es ohnehin vergessen. Eine Seite muss auf den User ausgerichtet sein!

On-Site-Optimierung jenseits von Keywords

  • Usability ist enorm wichtig.
  • Die Technik, z.B. Ladezeiten müssen gut sein.
  • Google crawlt die Seite nur dann oft, wenn auch neuer Content vorhanden ist.
  • Ergebnisse für den User liefern, Lösungen anbieten.

Es gilt positive Nutzersignale zu senden, also dem Nutzer eine Seite anzubieten, auf der er sich wohlfühlt. Das gilt für Design und Usability ebenso, wie etwa auch das Anbieten einer guten Suche. Es gilt aber auch die Ladezeit der Seite nicht quälend lang zu machen, eine gute Struktur sowohl für den Benutzer, als auch den Bot anzubieten.

Der Content

  • Content muss den Nutzer zufriedenstellen, niemanden sonst!
  • Content Marketing ist ein Muss, aber bitte mit Strategie!

Google lernt etwa am Nutzerverhalten, wie gut der Content wirklich ist. Heute ist der Algorithmus darin besser denn je. Man sollte also tunlichst weder Content für Google schaffen, oder um sich selbst darzustellen, sondern genau das was der User erwartet und auch sehen will. Wer also gut ranken will, muss zuerst einmal feststellen, was das eigene Zielpublikum eigentlich will. Das gilt sowohl für den Inhalt, als auch auf dessen Darstellung.

Content Marketing als Strategie wird auch der Meinung von Markus Hövener nach noch bei vielen Unternehmen viel zu wenig berücksichtigt. Und wenn doch, dann ohne eine Strategie dahinter zu verfolgen. Und zum Content Marketing gehört es auch den eigenen Content zu verbreiten.

Holistischer Content ist insofern die Gegenwart, als dass man durch ihn gut mehrere Suchintentionen abdeckt und auch Longtails gut darin unterbringen kann. Und weil man statt 100 kleiner Einzelseiten eine große Seite baut, ist es eigentlich auch kein großer Mehraufwand. Und wer mit seiner Seite auch eine (Suchan-)Frage beantwortet, sendet auch gute Nutzersignale an Google zurück und kann den Benutzer so zufriedenstellen, dass er durch einen Call to action auch eine Conversion bringt.

Konkrete Tipps:

  • Ein Blog ist immer gut, aber einfach drauf los zu bloggen macht auch wenig Sinn.
  • Wer seinen Kunden über einen informativen Inhalt auf die eigene Seite bringt, kann ihnen im Anschluss gezielt Google Ads, Facebook Ads usw. einblenden lassen.

Mein Praxistipp: Eine Landingpage die einen holistischen Content als Inhalt hat, sollte man gestalten wie eine eigene Webseite – also übersichtlich, gut aufbereitet und strukturiert.

Soweit also die „kurze“ Zusammenfassung, aber was ist jetzt die Moral der Geschichte? Leider wohl auch, das man Top-Platzierungen bei Google weder geschenkt bekommt, noch sich erkaufen (erschwindeln) sollte. Denn auch wenn es beruhigend für manchen in der Branche sein mag, dass man mit Linkbuilding und Keywords noch immer Ergebnisse erreichen kann, so ist das auch noch immer in gewisser Weise ein Fluch, denn a) setzt sich das beim Kunden fest und b) glaubt er damit schnell und billig zum Erfolg zu kommen. Damit treibt er die seriösen Anbieter, die wissen, dass das so nicht geht, in den Wahnsinn. Denn während die ihm On-Site-Maßnahmen empfehlen, die aufwendig sind, Geld kosten und sich mittel- bis langfristig auszahlen, will der lieber die Versprechen der schwarzen Schafe hören, die ihm für ein paar Euro mit gekauften Links versorgen und einem erzählen es würde schon reichen Content dadurch zu perfektionieren, dass man den Text halt anhand der Formel WDF*IDF optimiert.

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Cortana, ein weiteres unterschätztes Microsoftprojekt?

Irgendwie muss es für Microsoft schon deprimierende sein, sucht man im Netz nach der digitalen Sprachassistentin Cortana stößt man scheinbar allein auf zwei Dinge: Eine Sammlung der lustigsten Befehle und – na ja, Möglichkeiten Cortana aus Windows 10 zu entfernen. Wird Cortana als letztlich nur als die digitale Gefährtin des Master Chief aus Halo in Erinnerung bleiben?

Das wäre schade, unabhängig davon, ob man wie ich jetzt Microsoft-/Windows-Fan ist oder nicht. Ja, Microsoft hat die digitale Assistentin nicht erfunden. Schon einige Zeit zuvor gab es etwa Siri, die es zwar schaffte das in diversen Sitcoms plötzlich Leute mit ihren Handys sprachen, aber unterm Strich eine für Apple-Verhältnisse erstaunlich schlichte Erfindung zu sein. Im Prinzip steckte hinter Siri kaum mehr als eine Spracherkennungs- und Sprachausgabesoftware. Cortana hingegen war von Beginn an als künstliche Intelligenz konzipiert.

Nicht nur Cortana steht hinter Alexa zurück

Interessanterweise liegt inzwischen aber eine andere Dame in Führung, nämlich Alexa. Interessant vor allem deshalb, weil man eigentlich jeden Cent auf Google gesetzt hätte. Wer weiß schließlich mehr über den Nutzer als Google, und wer könnte deshalb mehr Funktionen bieten. Hielt man Alexa zu Anfang noch für eine geschickte Masche von Amazon mehr Bestellungen zu generieren, auch ein paar nicht beabsichtigte ;-), schickt sich die kleine schwarze Säule inzwischen an auch den deutschen Markt zu erobern. Und ehrlich gesagt, man hört nicht viel schlechtes.

Dieser Erfolg hat aber eben nicht nur Microsoft überrascht, sondern auch Google, das Google Now eilig in Assistent umbenannt hat und jetzt überstürzt versucht in den Markt zu kommen. Einer Unternehmung, der man angesichts Googles beachtlicher Misserfolge beim Verkauf von Hardware, wohl bestenfalls viel Glück wünschen kann. Microsoft setzt dagegen auf Drittanbieter, um Cortana auch in die Wohnzimmer zu bringen. Und das obwohl man dort ja eigentlich inzwischen ziemlich gute Hardware unter die Leute bringt. Auf der anderen Seite stellt man ja aber auch eine Cortana App für Android und iPhone zur Verfügung, was mit Blick auf den ausbleibenden Erfolg von Windows Phone jedoch recht logisch erscheint.

Hat Cortana also jetzt eine Chance sich zu etablieren, oder nicht? Ich persönlich muss zugeben sie weder mit Alexa noch Siri vergleichen zu können. Hinter Google Now Assistent muss sie sich aber wohl keineswegs verstecken. Nüchtern betrachtet befinden sich alle vier bekannten Assistenten ja ohnehin noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase. Wer also qualitativ am Ende die beste Entwicklung liefert, ist noch lange nicht ausgemacht. Ebenso wenig ist es natürlich eine ausgemachte Sache, dass sich die beste Qualität am Ende durchsetzen wird. (Erfahrungsgemäß ja eher nicht. ;-( , oder?)

Was den täglichen Gebrauch angeht kann ich Cortana heute schon empfehlen, ja ich könnte auch ohne, aber es macht doch einiges einfacher. Und da ich privat, wie beruflich ab und zu auch noch an Windows 7 gebunden bin, muss ich zugeben, man kann Cortana auch schon richtig vermissen.

Pro-Tipp:

Keine Lust mehr auf „Hey Cortana“? So änderst du den Sprachbefehl, um die digitale Assistentin von Microsoft aufzurufen: Hey Cortana-Aktivierungsbefehl ändern

Aber ein halbtags tätiger Heavyuser wie ich entdeckt aber natürlich auch noch viel Luft nach oben. Das beginnt schon bei der Frage, warum man Cortana nicht einfach auch bitten kann Programme zu öffnen, sondern auch zu schließen. Oder bei einer Verabschiedung gleich das gesamte Surface Pro herunterzufahren.