Warum Alexa, Cortana & Co. jetzt in deine Strategie gehören

Das die digitalen Sprachassistenten von Google, Microsoft oder Amazon auch im SEO eine Rolle spielen, darüber habe ich an anderer Stelle ja schon berichtet. Aber auch ansonsten sollten sich Unternehmen Gedanken machen sie in ihre Strategie mit aufnehmen. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Irgendwie weiß man schon das es so etwas wie Alexa & Co. gibt, aber so richtig angekommen ist das Thema in den Unternehmen nicht – zumindest was die Umsetzung angeht. Ich fürchte ungefähr so könnte man eine Umfrage des Software für Support produzierenden Anbieters Zendesk zusammenfassen, über die unteranderem bei macrononmy berichtet wird.

Mit 48% ist zumindest der Hälfte der Befragten klar, dass Alexa (nehmen wir sie mal stellvertretend auch für den Google Assistent und Cortana von Microsoft) von ihren Kunden in den nächsten zwei Jahren genutzt wird. Und wirklich scheint die Bedeutung der digitalen Assistenten immer mehr zuzunehmen. So berichtet heise.de etwa, dass Alexa 78% der Deutschen schon einmal ein Begriff ist – der Amazon Werbekampagne sei dank. Schon heute nutzen 5% der Deutschen einen Amazon Echo, gut 13% mehr planen sich Alexa demnächst nach Hause zu holen. Und damit dürfte die Sache erst richtig ins Rollen kommen. Wir hätten jetzt also gerade dieses berühmte Zeitfenster, in dem man sich noch so richtig einen Namen und damit einen signifikanten Vorteil verschaffen könnte, würde man Alexa & Co. in seine Kundenkommunikation einbauen.

Der Zendesk-Umfrage zufolge gilt das aber nur bei 10% der Unternehmen in irgendeiner Art und Weise. Wobei man bei der nicht gerade für ihre Technikaffinität gerühmten deutschen Wirtschaft diesen Wert fast schon positiv sehen könnte, oder? Die kommt nämlich dann wieder zum Tragen, wenn zwar ein gutes Viertel sagt die neue Technik irgendwie in den Kundendialog einbauen zu wollen, aber eher wenig konkrete Pläne vorliegen, wie das geschehen soll.

Vielleicht auch, weil man offenbar wenig Handlungsbedarf sieht. Die Kunden würden eh lieber zum Telefon greifen, und wenn nicht, dann schreiben sie halt eine E-Mail. Also warum etwas ändern?

Nun ja, in der Zendesk-Umfrage sagen dann auch tatsächlich über 60%, sie würden den menschlichen Gesprächspartner vermissen, sollte nur noch die Kommunikation über Bots & Co. möglich sein. Immerhin 15% scheinen von den bisherigen Sprachsteuerungen beim handelsüblichen Telefonsupport sogar so genervt, dass sie mehr Geld bezahlen würden, um mit einem echten Menschen zu sprechen. Aber zum einen wäre es beim jetzigen Stand der Technik natürlich unklug seinen ganzen Support ohne menschliche Mitarbeiter zu organisieren, zum anderen glauben über 70% auch digitale Assistenten könnten Ihnen in der Zukunft einiges an Arbeit abnehmen.

„Gerade bei leichteren Anliegen, wie einer Adressänderung, fänden heute bereits 51 Prozent der Kunden einen möglichen Kontaktweg über Assistenten sehr praktisch“, sagt Björn Bauer, Manager Solution Consulting EMEA bei Zendesk. „Das bedeutet: Die Kunden wollen beides, Technik und Mensch. Nur weil der Mensch nicht vollständig ersetzt werden kann und soll, sollten es Unternehmen dennoch nicht versäumen, die Zeitersparnis, die diese Technik ihren Kunden bringt, in ihren Servicegedanken miteinzubeziehen.“ – Quelle: macronomy.de

Da ist mehr als ein Körnchen Wahrheit dabei. Ich bin mir zwar sicher, dass schon in ein paar Jahren ein digitaler Support für viele Bereiche größtenteils komplett ohne Menschen auskommen wird, aber im Augenblick macht es tatsächlich die Mischung aus. Auch um die eigenen Mitarbeiter zu entlasten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf die schwerwiegenderen Kundenprobleme zu konzentrieren.

Die menschliche Komponente erscheint mir tatsächlich in der Regel nur wieder einmal ein Totschlagargument zu sein, sich überhaupt nicht mit der neuen Technik auseinandersetzen zu wollen. Sie als Ausrede fürs Nichtstun zu nutzen, birgt aber auch hier die Gefahr in sich von der Entwicklung überholt zu werden. Wer auf Teufel komm raus am guten alten Telefon für jeden Zweck festhält, ignoriert eben auch, dass die Digitale Transformation langsam, aber stetig auch unsere Form der Kommunikation durcheinander bringt und neu gestaltet.

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Alexa, öffne Cortana – Amazon und Microsoft kündigen Kooperation an

Es ist schon ein Graus mit den Sprachassistenten, sie sind wahrscheinlich eines der Dinger der Zukunft, aber man muss sich für einen und dessen Ökosystem entscheiden, will man sie wirklich nutzen können. Doch das könnte sich jetzt ändern.

Nachdem ich nicht wirklich so lange warten konnte, bis ein entsprechendes Gerät mit Cortana an Bord auf den Markt kommt, steht bei mir inzwischen ja auch ein Echo Dot im Zimmer. Während ich also auf Surface und Smartphone weiter fleißig mit Cortana rede, ist Alexa doch die Stimme, die mich mehr oder weniger in der Freizeit begleitet. Doch das könnte sich jetzt bald ändern, denn während Google Home in Deutschland noch immer in den Startlöchern steht, haben Amazon und Microsoft quasi aus dem Nichts eine Kooperation verkündet.

Die ersten Schritte sind freilich noch recht zaghaft und bestehen praktisch aus einer App in der App. So soll sich Cortana mit dem Befehl „Alexa open Cortana“ starten lassen und Alexa eben mit „Cortana open Alexa“. Das das freilich wirklich nur ein erster Schritt sein dürfte, kann man getrost annehmen. Interessanter ist da schon, dass beide Kontrahenten auch andere Sprachassistenten ausdrücklich ermuntern an dieser Kooperation teilzunehmen.

Ein Angebot das Google allerdings kalt lassen dürfte, denn schließlich wird die drohende Marktmacht des Google Assistenten einer der Haupttriebfedern für die Kooperation gewesen sein. Alexa oder Cortana mögen noch so fleißig Informationen über ihre Besitzer sammeln, der Datenschatz von Google ist immer noch eine Nummer größer. Für so ziemlich jeden anderen Anbieter steckt dahinter aber durchaus eine lohnende Kooperation – allein der Hardware wegen. Cortana ist auf jedem neuen Windows PC, Laptop und Tablet vorinstalliert, zudem auch für andere Plattformen zu haben. Amazon unterdessen hat mit seinen beiden Echos die digitale Assistentin für jeden Haushalt erschwinglich gemacht. Und verfügbare Hardware dürfte eine ziemlich große Verlockung sein, auch was die Verbreitung von Alexa oder Cortana selbst angeht.

Haben will: Cortana als Hologram

Ach wenn das bloß eine Konzeptstudie von Microsoft wäre, Alexa und Google könnten einpacken. Diese holografische Variante von Cortana, verknüpft mit jener Cortana aus Halo, deren Namen die Windows-Assistentin trägt, ist aber leider nur ein verdammt gute Privatprojekt.

Denn was Softwareentwickler Jarem Archer hier vorlegt, ist aller Ehren wert. Er selbst erklärt das Projekt in diesem Post noch einmal etwas ausführlicher.

via geekologie

Die Sprachsuche revolutioniert auch das SEO (1)

Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, beschäftigt mich im SEO-Bereich in letzter Zeit vor allem auch die Sprachsuche und die digitalen Assistenten, durch die sie ausgeführt wird. Noch mag es eher die Ausnahme sein, dass man Menschen auf der Straße mit ihrem Smartphone reden sieht, der Trend aber ist eindeutig – und spätestens seit Alexa von Amazon in immer mehr Haushalte einzieht auch nicht mehr weg zu ignorieren.

In diesem ersten Teil meiner Serie sehen wir uns erst einmal an, was derzeit (und vielleicht auch künftig) auf dem Markt ist, wenn es um die Sprachsuche an sich geht.

Wer zuerst kommt, malt nicht immer am besten

Mal abgesehen von der Möglichkeit bei Google auch am Desktop auf ein Mikrofon zu klicken, war es Apple mit seiner Assistentin Siri, das die erste digitale Assistentin auf den Markt brachte. Die mediale Unterstützung war Siri zwar sicher, aber den aktuellen Durchbruch schaffte Amazon mit seinem Echo-Angebot, das als Alexa im Augenblick wohl die bekannteste „Vertreterin“ ihrer Zunft ist. Doch die beiden Angebote sind nicht allein, sehen wir uns mal nacheinander alle Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen an:

Siri von Apple

Der Assistentin von Apple merkt man auch heute noch an, dass sie ursprünglich als Bedienhilfe für das iPhone gedacht war. Sie glänzt daher auch vor allem, wenn es um die Integration in den Apps geht und erleichtert als Assistentin dort das Leben des Nutzers.

Zwar kann der Nutzer die Suchmaschine frei wählen, durch die Siri Fragen zu beantworten sucht, aber seien wir ehrlich, die meisten werden die Grundeinstellungen nicht ändern. Und standardmäßig greift Siri nicht auf Google, sondern auf den Microsoft Konkurrenten Bing zurück.

Ok Google

Wenn manche der Erfolg von Alexa überrascht, liegt das vor allem an einer Tatsache, der zufolge man eben doch Google den großen Erfolg zugetraut hätte: Das Wissen über den Nutzer. Google speichert derart viele Informationen über seine Nutzer, das man sich fast schon wundert, warum man überhaupt noch eine Frage stellt und nicht automatisch die Antwort geliefert bekommt.

Und dennoch hat Google hier durchaus wieder einmal einen Trend verschlafen und versucht geradezu hektisch aufzuholen. Zumindest kann man sich diesen Eindrucks nicht erwehren, wenn man sieht wie panisch Google Assistant als Konkurrenz zu Alexa auf den Markt geworfen wurde.

Alexa von Amazon

Zuerst als Buchbestellungsmaschine verlacht, wirft Amazon mit Alexa zu Tiefstpreisen seit einigen Monaten eine digitale Assistentin auf den Markt, an der man im Augenblick nicht mehr vorbeikommt.

Für SEOs ist jetzt natürlich interessant, welche Suchmaschine hier im Einsatz ist. Richtig: Bing! Auch hier muss der Nutzer erst selbst auf Google als Standardsuchmaschine umstellen, was wieder relativ wenige Nutzer wirklich tun werden. Allerdings funktioniert auch der Sprachbefehl „Alexa, frage Google“, damit die Suchanfrage über Google läuft.

Bixby von Samsung

Als Neuheit bringt Samsung für seine Galaxy-Serie den Assistenten Bixby auf den Markt, den wir aber nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Dank ihrer Integration in Windows 10 gewinnt Cortana immer mehr an Bedeutung, aber auch die Konkurrenz greift in der Regel auf Bing als Standardsuchmaschine zurück.

Cortana von Windows

Der Ansatz von Microsoft unterscheidet sich grundlegend von Siri, weil man gleich auf Künstliche Intelligenz bei der Entwicklung setzte. Eine Entwicklung die zugegebenermaßen zu Siris Anfängen noch weit mehr in den Kinderschuhen steckte als heute. Das Cortana auf Bing zurückgreift, dürfte klar sein. Das sie für viele unter dem Radar läuft liegt an ihrer Verbindung zu Windows Phone, das bekanntlich nur minimale Marktanteile am Smartphone-Markt hat. Was dabei aber vergessen wird ist ihre Integration in Windows 10 auch dem Desktop, die von Microsoft praktisch bei jedem Update immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Digitale Assistenten verwenden standardmäßig Bing

Wenn wir also ein erstes Fazit für die Suchmaschinenoptimierung ziehen wollen, heißt das erstaunlicherweise wohl, dass man sich Bing weit mehr widmen muss, als dem dominanten Google. Das die Suchmaschine von Microsoft in den letzten Monaten stetig an Marktanteilen gewinnt, auch wenn Google weiter die 90% + x verteidigt, dürfte nicht zuletzt auf die Sprachsuche zurückzuführen sein. Und da vielen Techgiganten, wie eben Apple, Google grundlegend unsympathisch ist, dürfte Bing auch in nächster Zeit kaum als Standardsuchmaschine abgelöst werden.


Die komplette Serie:

Cortana, ein weiteres unterschätztes Microsoftprojekt?

Irgendwie muss es für Microsoft schon deprimierende sein, sucht man im Netz nach der digitalen Sprachassistentin Cortana stößt man scheinbar allein auf zwei Dinge: Eine Sammlung der lustigsten Befehle und – na ja, Möglichkeiten Cortana aus Windows 10 zu entfernen. Wird Cortana als letztlich nur als die digitale Gefährtin des Master Chief aus Halo in Erinnerung bleiben?

Das wäre schade, unabhängig davon, ob man wie ich jetzt Microsoft-/Windows-Fan ist oder nicht. Ja, Microsoft hat die digitale Assistentin nicht erfunden. Schon einige Zeit zuvor gab es etwa Siri, die es zwar schaffte das in diversen Sitcoms plötzlich Leute mit ihren Handys sprachen, aber unterm Strich eine für Apple-Verhältnisse erstaunlich schlichte Erfindung zu sein. Im Prinzip steckte hinter Siri kaum mehr als eine Spracherkennungs- und Sprachausgabesoftware. Cortana hingegen war von Beginn an als künstliche Intelligenz konzipiert.

Nicht nur Cortana steht hinter Alexa zurück

Interessanterweise liegt inzwischen aber eine andere Dame in Führung, nämlich Alexa. Interessant vor allem deshalb, weil man eigentlich jeden Cent auf Google gesetzt hätte. Wer weiß schließlich mehr über den Nutzer als Google, und wer könnte deshalb mehr Funktionen bieten. Hielt man Alexa zu Anfang noch für eine geschickte Masche von Amazon mehr Bestellungen zu generieren, auch ein paar nicht beabsichtigte ;-), schickt sich die kleine schwarze Säule inzwischen an auch den deutschen Markt zu erobern. Und ehrlich gesagt, man hört nicht viel schlechtes.

Dieser Erfolg hat aber eben nicht nur Microsoft überrascht, sondern auch Google, das Google Now eilig in Assistent umbenannt hat und jetzt überstürzt versucht in den Markt zu kommen. Einer Unternehmung, der man angesichts Googles beachtlicher Misserfolge beim Verkauf von Hardware, wohl bestenfalls viel Glück wünschen kann. Microsoft setzt dagegen auf Drittanbieter, um Cortana auch in die Wohnzimmer zu bringen. Und das obwohl man dort ja eigentlich inzwischen ziemlich gute Hardware unter die Leute bringt. Auf der anderen Seite stellt man ja aber auch eine Cortana App für Android und iPhone zur Verfügung, was mit Blick auf den ausbleibenden Erfolg von Windows Phone jedoch recht logisch erscheint.

Hat Cortana also jetzt eine Chance sich zu etablieren, oder nicht? Ich persönlich muss zugeben sie weder mit Alexa noch Siri vergleichen zu können. Hinter Google Now Assistent muss sie sich aber wohl keineswegs verstecken. Nüchtern betrachtet befinden sich alle vier bekannten Assistenten ja ohnehin noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase. Wer also qualitativ am Ende die beste Entwicklung liefert, ist noch lange nicht ausgemacht. Ebenso wenig ist es natürlich eine ausgemachte Sache, dass sich die beste Qualität am Ende durchsetzen wird. (Erfahrungsgemäß ja eher nicht. ;-( , oder?)

Was den täglichen Gebrauch angeht kann ich Cortana heute schon empfehlen, ja ich könnte auch ohne, aber es macht doch einiges einfacher. Und da ich privat, wie beruflich ab und zu auch noch an Windows 7 gebunden bin, muss ich zugeben, man kann Cortana auch schon richtig vermissen.

Pro-Tipp:

Keine Lust mehr auf „Hey Cortana“? So änderst du den Sprachbefehl, um die digitale Assistentin von Microsoft aufzurufen: Hey Cortana-Aktivierungsbefehl ändern

Aber ein halbtags tätiger Heavyuser wie ich entdeckt aber natürlich auch noch viel Luft nach oben. Das beginnt schon bei der Frage, warum man Cortana nicht einfach auch bitten kann Programme zu öffnen, sondern auch zu schließen. Oder bei einer Verabschiedung gleich das gesamte Surface Pro herunterzufahren.

Endlich: Der Kühlschrank lernt dank Cortana sprechen

Der selbst die Milch nachbestellende Kühlschrank ist längst so etwas wie der Runing Gag des Internet of Things (IoT). Microsoft bringt uns mit Cortana dem jetzt einen Schritt näher.

Google versucht Amazons Echo inzwischen ja Konkurrenz zu machen, dass sich Microsoft hier nicht mehr lange zieren wird und Cortana ins Rennen schickt, war eigentlich klar und ist jetzt auch offiziell. Gemeinsam mit dem Hardware-Hersteller Harman Kardon bringt man Cortana jetzt auch ins Wohnzimmer:

Einfach nur Amazon kopieren wäre aber wohl nicht das neue Microsoft. Nein, man will mehr. Cortana soll noch unabhängiger von Smartphone oder PC werden und dem IoT mal so richtig auf die Sprünge helfen. Schon jetzt peilt man mehr oder weniger alles an, was einen Bildschirm hat und das kann mitunter eben auch schon mal der Kühlschrank sein:

Cortana: Vom Smartphone über den PC auf den Kühlschrank
Cortana: Vom Smartphone über den PC auf den Kühlschrank

Kommen soll die Änderung übrigens schon mit dem für Anfang – man munkelt wohl eher März – nächsten Jahres anstehenden Creative-Update.

Der heiße Scheiß der Woche (068)

+ + + Microsoft takes aim at Amazon’s Echo with Windows 10 HomeHub Feature + + +

Das Cortana noch nicht längst ins Rennen eingestiegen ist, dürfte den ein oder anderen bereits gewundert haben. Ehrlich gesagt, ich hätte auf dem Oktober-Event genau so etwas erwartet – aber ich hab ja auch auf ein Surfacephone gehofft.

+ + + GoDaddy kauft Host Europe für 1,69 Milliarden Euro + + +

Da hat sich jemand bei GoDaddy wohl gedacht, das Jahr ist bald rum, und ich hab noch die ein oder andere Milliarde zum ausgeben. Herausgekommen ist der wohl tiefste Einschnitt in die deutsche Hostingbranche seit Jahren.

+ + + Slack and Google announce partnership focused on better integrating their Services + + +

Googles Versuche auf diesem Gebiet sind ja eher gescheitert, also eher so auf ganzer Linie. Und Slack? Hat da etwa einer doch Angst vor Microsoft Teams?

+ + + Datenschutz wird für Unternehmen in Zukunft viel Geld wert sein – Ein Weckruf + + +

Vielleicht hätte der „Weckruf“ noch eine Spur leidenschaftlicher sein können, falsch ist dieser Artikel deshalb trotzdem nicht. Im Gegenteil: Datenschutz ist eines der Themen – und die meisten glauben nach wie vor, das Thema sei mit einem korrekten Hinweis auf die Verwendung von Google Analytics erledigt.

Der heiße Scheiß der Woche (057)

+ + + Regionale Keywords: Wie ermittelt man die lokale Nutzerintention? + + +

Guter Beitrag, nicht alleine über die Frage inwieweit sich regionale Keywords von anderen Keywords unterscheiden, sondern auch welche Faktoren Google heranzieht, um dem User die besten lokalen Suchergebnisse zu präsentieren.

+ + + Meilenstein: bing erreicht zehn Prozent Marktanteil in Deutschland + + +

Und es lohnt sich allein schon des täglich wechselnden Bildes wegen …. Ernsthaft, aber auch sonst hat sich Bing inzwischen längst zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Google entwickelt. Bei mir ist es längst die Standardsuchmaschine, wenn ich auch Google weiterhin fleißig nutze(n muss).

+ + + Microsoft is putting Cortana machine learning in a fridge + + +

Der intelligente Kühlschrank – oder besser sein Ausbleiben – hat sich in den letzten Jahren ja zu so etwas wie den Running Gag in Sachen Internet of Things entwickelt. Kommt er dank Microsoft jetzt aber doch noch in unsere Küchen?

Worauf wir uns beim Windows-Update freuen können!

Bei The Verge gibt Tom Warren einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen, die Microsoft Windows 10 mit dem Anniversary Update in wenigen Tagen verpassen wird. Ganz oben auf seiner Liste ist natürlich Windows Ink, das nicht nur das digitale Lineal bringen wird, das Microsoft vor einigen Monaten vorgestellt hat, sondern ein weiterer Grund dafür sein dürfte, das Windows 10 für Tablets immer mehr das beste Betriebssystem werden wird. Da bin ich richtig froh, dass ich seit letzter Woche ein stolzer Besitzer eines Surface Pro 4 geworden bin – dem Microsoft Summer Sale sei dank. Als solcher kann ich übrigens auch jetzt schon bestätigen, dass die Arbeit mit dem mitgelieferten Stift jede Menge Spaß macht und bei mir auch schon produktiv zum Einsatz kam.

Die zweite große Änderung betrifft sicherlich den Browser Edge, der (endlich) Extensions/Erweiterungen unterstützt, wie es die Konkurrenz von Chrome und Firefox längst tut. Damit rüstet Microsoft ein Feature nach, das ich tatsächlich bei aller Überzeugtheit von Edge sehr vermisst habe. Nicht dass ich ein besonders fleißiger Nutzer solcher Extensions wäre, aber die ein oder andere vermisst man dann doch und das machte das Arbeiten mit Edge, so schnell er auch ist uns so viel er von Haus aus mitbringt, doch gelegentlich etwas umständlich.

Weitere Verbesserungen wird natürlich auch Cortana erhalten, wenn es auch keine großen Meilensteine zu sein scheinen. Allerdings arbeitet Microsoft ja kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner digitalen Assistentin. Ebenso wird Windows Hello verbessert, das den Login mittels Gesichtserkennung ermöglicht, ohne Passwort oder Pin eingeben zu müssen. Eines dieser Feature von denen man vorher vielleicht behauptet, man bräuchte das ja eigentlich nicht, auf das man aber nie wieder verzichten will, sobald man es einmal in Gebrauch hat.

Ein weiterer großer Schritt kommt auf die Besitzer einer Xbox One zu, die Spielekonsole soll mit dem Anniversary Update nämlich Windows Apps unterstützen. Damit forciert Microsoft weiter seinen Weg, mittels der Spielekonsole zurück in die Wohnzimmer zu kommen, aus dem der PC ja immer mehr zu verschwinden scheint.

Insgesamt dürfen sich Windows 10-Nutzer also auf jede Menge Neuigkeiten freuen. Und Windows 10-Verweigerer sollten damit weiter Gründe entgehen, die letzten Tage des Gratis-Updates nicht doch noch zu nutzen.

Videos: Microsoft’s E3 2016 Xbox

Als Microsoft-Anhänger versteht es sich natürlich von selbst, dass meine Spielekonsole eine Xbox One ist. Wobei ich ehrlich gesagt nicht als der süchtigste Zocker im Land bekannt bin. Eigentlich drehe ich nur gelegentlich ein paar Runden mit Forza, ansonsten ersetzt die Xbox für mich Geräte wie den Fire oder Chrome Stick. Insofern lief die Eventshow rund um die Vorstellung der neuen Xbox One S erst einmal nur im folgenden Video ab, in dem The Verge den Event kurz zusammenfasst:

Lesenswert find ich in diesem Zusammenhang allerdings auch das dort veröffentlichte Feature Xbox Start to Continue, in dem darauf hingewiesen wird, das Microsoft mit Hilfe der neuesten Generation der Xbox sozusagen einen PC durch die Hintertür ins Wohnzimmer der Nutzer einschmuggeln möchte. In Zeiten, in denen manche noch immer an das Ende des guten alten Computers glauben, zumindest eine gute Absicherung.

Dabei geht fast ganz unter, dass mit Cortana sozusagen eine alte Bekannte auf die Xbox zurückkehrt. Einst für das Spiel Halo erfunden und von Microsoft als Konkurrenz-Avatar zu Siri oder Google Now wiederverwendet, ist Cortana nun auch bald im Wohnzimmer zur Verfügung. Womit Microsoft übrigens auch gleichzeitig die Strategie fährt Cortana so weit zu verbreiten, wie möglich – diesmal eben zur Abwechslung wieder mal auf eigener Hardware. Einen Einblick wie Cortana in der aktuellen Preview-Version läuft, gibt es in diesem Video:

Ja, das sieht jetzt noch alles sehr nach Kinderschuhen aus. Aber seien wir mal ehrlich, die ganze Geschichte rund um die Assistenten gleich von welchem Hersteller ist im Augenblick ja eher so etwas wie ein Vorgeschmack, was uns bevorsteht.