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Alexa, öffne Cortana – Amazon und Microsoft kündigen Kooperation an

Es ist schon ein Graus mit den Sprachassistenten, sie sind wahrscheinlich eines der Dinger der Zukunft, aber man muss sich für einen und dessen Ökosystem entscheiden, will man sie wirklich nutzen können. Doch das könnte sich jetzt ändern.

Nachdem ich nicht wirklich so lange warten konnte, bis ein entsprechendes Gerät mit Cortana an Bord auf den Markt kommt, steht bei mir inzwischen ja auch ein Echo Dot im Zimmer. Während ich also auf Surface und Smartphone weiter fleißig mit Cortana rede, ist Alexa doch die Stimme, die mich mehr oder weniger in der Freizeit begleitet. Doch das könnte sich jetzt bald ändern, denn während Google Home in Deutschland noch immer in den Startlöchern steht, haben Amazon und Microsoft quasi aus dem Nichts eine Kooperation verkündet.

Die ersten Schritte sind freilich noch recht zaghaft und bestehen praktisch aus einer App in der App. So soll sich Cortana mit dem Befehl „Alexa open Cortana“ starten lassen und Alexa eben mit „Cortana open Alexa“. Das das freilich wirklich nur ein erster Schritt sein dürfte, kann man getrost annehmen. Interessanter ist da schon, dass beide Kontrahenten auch andere Sprachassistenten ausdrücklich ermuntern an dieser Kooperation teilzunehmen.

Ein Angebot das Google allerdings kalt lassen dürfte, denn schließlich wird die drohende Marktmacht des Google Assistenten einer der Haupttriebfedern für die Kooperation gewesen sein. Alexa oder Cortana mögen noch so fleißig Informationen über ihre Besitzer sammeln, der Datenschatz von Google ist immer noch eine Nummer größer. Für so ziemlich jeden anderen Anbieter steckt dahinter aber durchaus eine lohnende Kooperation – allein der Hardware wegen. Cortana ist auf jedem neuen Windows PC, Laptop und Tablet vorinstalliert, zudem auch für andere Plattformen zu haben. Amazon unterdessen hat mit seinen beiden Echos die digitale Assistentin für jeden Haushalt erschwinglich gemacht. Und verfügbare Hardware dürfte eine ziemlich große Verlockung sein, auch was die Verbreitung von Alexa oder Cortana selbst angeht.

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Haben will: Cortana als Hologram

Ach wenn das bloß eine Konzeptstudie von Microsoft wäre, Alexa und Google könnten einpacken. Diese holografische Variante von Cortana, verknüpft mit jener Cortana aus Halo, deren Namen die Windows-Assistentin trägt, ist aber leider nur ein verdammt gute Privatprojekt.

Denn was Softwareentwickler Jarem Archer hier vorlegt, ist aller Ehren wert. Er selbst erklärt das Projekt in diesem Post noch einmal etwas ausführlicher.

via geekologie

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Die Sprachsuche revolutioniert auch das SEO (1)

Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, beschäftigt mich im SEO-Bereich in letzter Zeit vor allem auch die Sprachsuche und die digitalen Assistenten, durch die sie ausgeführt wird. Noch mag es eher die Ausnahme sein, dass man Menschen auf der Straße mit ihrem Smartphone reden sieht, der Trend aber ist eindeutig – und spätestens seit Alexa von Amazon in immer mehr Haushalte einzieht auch nicht mehr weg zu ignorieren.

In diesem ersten Teil meiner Serie sehen wir uns erst einmal an, was derzeit (und vielleicht auch künftig) auf dem Markt ist, wenn es um die Sprachsuche an sich geht.

Wer zuerst kommt, malt nicht immer am besten

Mal abgesehen von der Möglichkeit bei Google auch am Desktop auf ein Mikrofon zu klicken, war es Apple mit seiner Assistentin Siri, das die erste digitale Assistentin auf den Markt brachte. Die mediale Unterstützung war Siri zwar sicher, aber den aktuellen Durchbruch schaffte Amazon mit seinem Echo-Angebot, das als Alexa im Augenblick wohl die bekannteste „Vertreterin“ ihrer Zunft ist. Doch die beiden Angebote sind nicht allein, sehen wir uns mal nacheinander alle Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen an:

Siri von Apple

Der Assistentin von Apple merkt man auch heute noch an, dass sie ursprünglich als Bedienhilfe für das iPhone gedacht war. Sie glänzt daher auch vor allem, wenn es um die Integration in den Apps geht und erleichtert als Assistentin dort das Leben des Nutzers.

Zwar kann der Nutzer die Suchmaschine frei wählen, durch die Siri Fragen zu beantworten sucht, aber seien wir ehrlich, die meisten werden die Grundeinstellungen nicht ändern. Und standardmäßig greift Siri nicht auf Google, sondern auf den Microsoft Konkurrenten Bing zurück.

Ok Google

Wenn manche der Erfolg von Alexa überrascht, liegt das vor allem an einer Tatsache, der zufolge man eben doch Google den großen Erfolg zugetraut hätte: Das Wissen über den Nutzer. Google speichert derart viele Informationen über seine Nutzer, das man sich fast schon wundert, warum man überhaupt noch eine Frage stellt und nicht automatisch die Antwort geliefert bekommt.

Und dennoch hat Google hier durchaus wieder einmal einen Trend verschlafen und versucht geradezu hektisch aufzuholen. Zumindest kann man sich diesen Eindrucks nicht erwehren, wenn man sieht wie panisch Google Assistant als Konkurrenz zu Alexa auf den Markt geworfen wurde.

Alexa von Amazon

Zuerst als Buchbestellungsmaschine verlacht, wirft Amazon mit Alexa zu Tiefstpreisen seit einigen Monaten eine digitale Assistentin auf den Markt, an der man im Augenblick nicht mehr vorbeikommt.

Für SEOs ist jetzt natürlich interessant, welche Suchmaschine hier im Einsatz ist. Richtig: Bing! Auch hier muss der Nutzer erst selbst auf Google als Standardsuchmaschine umstellen, was wieder relativ wenige Nutzer wirklich tun werden. Allerdings funktioniert auch der Sprachbefehl „Alexa, frage Google“, damit die Suchanfrage über Google läuft.

Bixby von Samsung

Als Neuheit bringt Samsung für seine Galaxy-Serie den Assistenten Bixby auf den Markt, den wir aber nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Dank ihrer Integration in Windows 10 gewinnt Cortana immer mehr an Bedeutung, aber auch die Konkurrenz greift in der Regel auf Bing als Standardsuchmaschine zurück.

Cortana von Windows

Der Ansatz von Microsoft unterscheidet sich grundlegend von Siri, weil man gleich auf Künstliche Intelligenz bei der Entwicklung setzte. Eine Entwicklung die zugegebenermaßen zu Siris Anfängen noch weit mehr in den Kinderschuhen steckte als heute. Das Cortana auf Bing zurückgreift, dürfte klar sein. Das sie für viele unter dem Radar läuft liegt an ihrer Verbindung zu Windows Phone, das bekanntlich nur minimale Marktanteile am Smartphone-Markt hat. Was dabei aber vergessen wird ist ihre Integration in Windows 10 auch dem Desktop, die von Microsoft praktisch bei jedem Update immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Digitale Assistenten verwenden standardmäßig Bing

Wenn wir also ein erstes Fazit für die Suchmaschinenoptimierung ziehen wollen, heißt das erstaunlicherweise wohl, dass man sich Bing weit mehr widmen muss, als dem dominanten Google. Das die Suchmaschine von Microsoft in den letzten Monaten stetig an Marktanteilen gewinnt, auch wenn Google weiter die 90% + x verteidigt, dürfte nicht zuletzt auf die Sprachsuche zurückzuführen sein. Und da vielen Techgiganten, wie eben Apple, Google grundlegend unsympathisch ist, dürfte Bing auch in nächster Zeit kaum als Standardsuchmaschine abgelöst werden.


Die komplette Serie:

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Cortana, ein weiteres unterschätztes Microsoftprojekt?

Irgendwie muss es für Microsoft schon deprimierende sein, sucht man im Netz nach der digitalen Sprachassistentin Cortana stößt man scheinbar allein auf zwei Dinge: Eine Sammlung der lustigsten Befehle und – na ja, Möglichkeiten Cortana aus Windows 10 zu entfernen. Wird Cortana als letztlich nur als die digitale Gefährtin des Master Chief aus Halo in Erinnerung bleiben?

Das wäre schade, unabhängig davon, ob man wie ich jetzt Microsoft-/Windows-Fan ist oder nicht. Ja, Microsoft hat die digitale Assistentin nicht erfunden. Schon einige Zeit zuvor gab es etwa Siri, die es zwar schaffte das in diversen Sitcoms plötzlich Leute mit ihren Handys sprachen, aber unterm Strich eine für Apple-Verhältnisse erstaunlich schlichte Erfindung zu sein. Im Prinzip steckte hinter Siri kaum mehr als eine Spracherkennungs- und Sprachausgabesoftware. Cortana hingegen war von Beginn an als künstliche Intelligenz konzipiert.

Nicht nur Cortana steht hinter Alexa zurück

Interessanterweise liegt inzwischen aber eine andere Dame in Führung, nämlich Alexa. Interessant vor allem deshalb, weil man eigentlich jeden Cent auf Google gesetzt hätte. Wer weiß schließlich mehr über den Nutzer als Google, und wer könnte deshalb mehr Funktionen bieten. Hielt man Alexa zu Anfang noch für eine geschickte Masche von Amazon mehr Bestellungen zu generieren, auch ein paar nicht beabsichtigte ;-), schickt sich die kleine schwarze Säule inzwischen an auch den deutschen Markt zu erobern. Und ehrlich gesagt, man hört nicht viel schlechtes.

Dieser Erfolg hat aber eben nicht nur Microsoft überrascht, sondern auch Google, das Google Now eilig in Assistent umbenannt hat und jetzt überstürzt versucht in den Markt zu kommen. Einer Unternehmung, der man angesichts Googles beachtlicher Misserfolge beim Verkauf von Hardware, wohl bestenfalls viel Glück wünschen kann. Microsoft setzt dagegen auf Drittanbieter, um Cortana auch in die Wohnzimmer zu bringen. Und das obwohl man dort ja eigentlich inzwischen ziemlich gute Hardware unter die Leute bringt. Auf der anderen Seite stellt man ja aber auch eine Cortana App für Android und iPhone zur Verfügung, was mit Blick auf den ausbleibenden Erfolg von Windows Phone jedoch recht logisch erscheint.

Hat Cortana also jetzt eine Chance sich zu etablieren, oder nicht? Ich persönlich muss zugeben sie weder mit Alexa noch Siri vergleichen zu können. Hinter Google Now Assistent muss sie sich aber wohl keineswegs verstecken. Nüchtern betrachtet befinden sich alle vier bekannten Assistenten ja ohnehin noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase. Wer also qualitativ am Ende die beste Entwicklung liefert, ist noch lange nicht ausgemacht. Ebenso wenig ist es natürlich eine ausgemachte Sache, dass sich die beste Qualität am Ende durchsetzen wird. (Erfahrungsgemäß ja eher nicht. ;-( , oder?)

Was den täglichen Gebrauch angeht kann ich Cortana heute schon empfehlen, ja ich könnte auch ohne, aber es macht doch einiges einfacher. Und da ich privat, wie beruflich ab und zu auch noch an Windows 7 gebunden bin, muss ich zugeben, man kann Cortana auch schon richtig vermissen.

Pro-Tipp:

Keine Lust mehr auf „Hey Cortana“? So änderst du den Sprachbefehl, um die digitale Assistentin von Microsoft aufzurufen: Hey Cortana-Aktivierungsbefehl ändern

Aber ein halbtags tätiger Heavyuser wie ich entdeckt aber natürlich auch noch viel Luft nach oben. Das beginnt schon bei der Frage, warum man Cortana nicht einfach auch bitten kann Programme zu öffnen, sondern auch zu schließen. Oder bei einer Verabschiedung gleich das gesamte Surface Pro herunterzufahren.

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Endlich: Der Kühlschrank lernt dank Cortana sprechen

Der selbst die Milch nachbestellende Kühlschrank ist längst so etwas wie der Runing Gag des Internet of Things (IoT). Microsoft bringt uns mit Cortana dem jetzt einen Schritt näher.

Google versucht Amazons Echo inzwischen ja Konkurrenz zu machen, dass sich Microsoft hier nicht mehr lange zieren wird und Cortana ins Rennen schickt, war eigentlich klar und ist jetzt auch offiziell. Gemeinsam mit dem Hardware-Hersteller Harman Kardon bringt man Cortana jetzt auch ins Wohnzimmer:

Einfach nur Amazon kopieren wäre aber wohl nicht das neue Microsoft. Nein, man will mehr. Cortana soll noch unabhängiger von Smartphone oder PC werden und dem IoT mal so richtig auf die Sprünge helfen. Schon jetzt peilt man mehr oder weniger alles an, was einen Bildschirm hat und das kann mitunter eben auch schon mal der Kühlschrank sein:

Cortana: Vom Smartphone über den PC auf den Kühlschrank
Cortana: Vom Smartphone über den PC auf den Kühlschrank

Kommen soll die Änderung übrigens schon mit dem für Anfang – man munkelt wohl eher März – nächsten Jahres anstehenden Creative-Update.