Warum Alexa, Cortana & Co. jetzt in deine Strategie gehören

Das die digitalen Sprachassistenten von Google, Microsoft oder Amazon auch im SEO eine Rolle spielen, darüber habe ich an anderer Stelle ja schon berichtet. Aber auch ansonsten sollten sich Unternehmen Gedanken machen sie in ihre Strategie mit aufnehmen. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Irgendwie weiß man schon das es so etwas wie Alexa & Co. gibt, aber so richtig angekommen ist das Thema in den Unternehmen nicht – zumindest was die Umsetzung angeht. Ich fürchte ungefähr so könnte man eine Umfrage des Software für Support produzierenden Anbieters Zendesk zusammenfassen, über die unteranderem bei macrononmy berichtet wird.

Mit 48% ist zumindest der Hälfte der Befragten klar, dass Alexa (nehmen wir sie mal stellvertretend auch für den Google Assistent und Cortana von Microsoft) von ihren Kunden in den nächsten zwei Jahren genutzt wird. Und wirklich scheint die Bedeutung der digitalen Assistenten immer mehr zuzunehmen. So berichtet heise.de etwa, dass Alexa 78% der Deutschen schon einmal ein Begriff ist – der Amazon Werbekampagne sei dank. Schon heute nutzen 5% der Deutschen einen Amazon Echo, gut 13% mehr planen sich Alexa demnächst nach Hause zu holen. Und damit dürfte die Sache erst richtig ins Rollen kommen. Wir hätten jetzt also gerade dieses berühmte Zeitfenster, in dem man sich noch so richtig einen Namen und damit einen signifikanten Vorteil verschaffen könnte, würde man Alexa & Co. in seine Kundenkommunikation einbauen.

Der Zendesk-Umfrage zufolge gilt das aber nur bei 10% der Unternehmen in irgendeiner Art und Weise. Wobei man bei der nicht gerade für ihre Technikaffinität gerühmten deutschen Wirtschaft diesen Wert fast schon positiv sehen könnte, oder? Die kommt nämlich dann wieder zum Tragen, wenn zwar ein gutes Viertel sagt die neue Technik irgendwie in den Kundendialog einbauen zu wollen, aber eher wenig konkrete Pläne vorliegen, wie das geschehen soll.

Vielleicht auch, weil man offenbar wenig Handlungsbedarf sieht. Die Kunden würden eh lieber zum Telefon greifen, und wenn nicht, dann schreiben sie halt eine E-Mail. Also warum etwas ändern?

Nun ja, in der Zendesk-Umfrage sagen dann auch tatsächlich über 60%, sie würden den menschlichen Gesprächspartner vermissen, sollte nur noch die Kommunikation über Bots & Co. möglich sein. Immerhin 15% scheinen von den bisherigen Sprachsteuerungen beim handelsüblichen Telefonsupport sogar so genervt, dass sie mehr Geld bezahlen würden, um mit einem echten Menschen zu sprechen. Aber zum einen wäre es beim jetzigen Stand der Technik natürlich unklug seinen ganzen Support ohne menschliche Mitarbeiter zu organisieren, zum anderen glauben über 70% auch digitale Assistenten könnten Ihnen in der Zukunft einiges an Arbeit abnehmen.

„Gerade bei leichteren Anliegen, wie einer Adressänderung, fänden heute bereits 51 Prozent der Kunden einen möglichen Kontaktweg über Assistenten sehr praktisch“, sagt Björn Bauer, Manager Solution Consulting EMEA bei Zendesk. „Das bedeutet: Die Kunden wollen beides, Technik und Mensch. Nur weil der Mensch nicht vollständig ersetzt werden kann und soll, sollten es Unternehmen dennoch nicht versäumen, die Zeitersparnis, die diese Technik ihren Kunden bringt, in ihren Servicegedanken miteinzubeziehen.“ – Quelle: macronomy.de

Da ist mehr als ein Körnchen Wahrheit dabei. Ich bin mir zwar sicher, dass schon in ein paar Jahren ein digitaler Support für viele Bereiche größtenteils komplett ohne Menschen auskommen wird, aber im Augenblick macht es tatsächlich die Mischung aus. Auch um die eigenen Mitarbeiter zu entlasten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf die schwerwiegenderen Kundenprobleme zu konzentrieren.

Die menschliche Komponente erscheint mir tatsächlich in der Regel nur wieder einmal ein Totschlagargument zu sein, sich überhaupt nicht mit der neuen Technik auseinandersetzen zu wollen. Sie als Ausrede fürs Nichtstun zu nutzen, birgt aber auch hier die Gefahr in sich von der Entwicklung überholt zu werden. Wer auf Teufel komm raus am guten alten Telefon für jeden Zweck festhält, ignoriert eben auch, dass die Digitale Transformation langsam, aber stetig auch unsere Form der Kommunikation durcheinander bringt und neu gestaltet.

Bildurheber: karneg / 123RF Standard-Bild

Die produktive Zusammenarbeit mit dem Feind (von gestern)

Man kennt das ja. App 1 greift auf das Adressbuch von App 2 zurück, und die liefert ihre Daten an App3. Und am Ende bekommt man bei XING & Co. Kontakte vorgeschlagen. Ist mir neulich passiert, ich denke mir, yo, den kenn ich – und am nächsten Morgen ruft er mich an …

Und um es kurz zu machen, mein Eindruck war dann doch nicht so bleibend. Aber am Ende ist man dann doch drauf gekommen, dass man seinerzeit einen gemeinsamen Kunde hatte. Vernetzt sind wir allerdings auch heute Abend nicht, mit dem Argument, man sei ja irgendwie Konkurrent. Und ob es so klug sei Konkurrenten als Kontakt zu haben?

Ist das eine gute Frage? Und vor allem, sollte man sich nicht mit Konkurrenten vernetzen bzw. anderen die Möglichkeit geben, die Konkurrenz gegebenenfalls über das eigene Profil finden zu lassen? Klingt logisch, oder? Nö, nicht wirklich, klingt ziemlich nach den Ansichten jener Generation zwischen 45 und 65, die zwar schon etwas von dieser Digitalen Transformation mitbekommen haben, aber nicht daran glauben sie nicht verstanden haben.

Microsoft CEO Satya Nadella (Foto: Microsoft)

Passenderweise habe ich dann auf der Heimfahrt im Bus gerade das Kapitel Friends and Fremenies in Hit Refresh Satya Nadella des Microsoft-CEO’s gelesen. Und auch wenn es nicht das erste Mal im Buch ist, in den Nadella das Thema anschneidet, behandelt er es doch gerade hier sehr ausführlich. Gab es vor einigen Jahren noch die SCROOGLED-Kampagne als direkten Angriff von Microsoft auf Google, sind solche Taktiken seit Nadella’s Amtsantritt vorbei. Der neue CEO trat mit einem iPhone auf, um dort die Office-Programme zu demonstrieren und gerade jetzt wurde bekannt, dass Microsofts digitale Assistentin Cortana künftig auch die Wissensquelle Google anzapft. Sowohl mit Apple, als auch Google steht Microsoft in mehr als einem Geschäftsfeld in Konkurrenz – und dennoch weiß man in gemeinsamen Projekten von einander zu profitieren. Oder wie Nadella es ausdrückt, bei einer guten Zusammenarbeit streitet man sich nicht um das größte Stück vom Kuchen, sondern es wird einfach ein größerer Kuchen gebacken.

Es gehört zu jenen Widersprüchen der digitalen Transformation, die eigentlich keine echten Widersprüche sind. Auf der einen Seite hat es die Digitalisierung ermöglicht, dass ein kleines Unternehmen in Kiel plötzlich in Konkurrenz zu einer Firma in München (oder gleich in den USA oder Indien) steht, von der man vor zwanzig Jahren vielleicht noch nicht einmal was gehört hat. Auf der anderen Seite bietet die Digitalisierung aber auch eine Möglichkeit zu kooperieren, die es bis dato nicht gab.

Ja, was denn nun? Steckt wie Welt plötzlich voller neuer Konkurrenten oder voller neuer Partner? Die Antwort ist: Kommt darauf an. 🙂

Zum einen natürlich ob man bereit für eine Kooperation ist, oder dem alten Konkurrenzdenken verhaftet bleibt. Zum anderen aber auch auf die jeweilige Situation. Denn unterm Strich bleibt erst einmal festzuhalten, dass es am Ende wenig Unternehmen gibt, auch wenn sie ein exakt gleiches Portfolio vorgeben, wirklich komplett deckungsgleich sind. In irgendeinem Bereich ist man immer besser als der Konkurrent, und in irgendeinem anderen Bereich ist der Konkurrent immer besser als man selbst. Auch wenn durch die weniger erfreuliche Seite der Digitalen Transformation an allen Ecken Einzelkämpfer entstehen, ist mit ihr doch ein Zeitalter der Kooperation herangebrochen.

Und da haben wir sie wieder, die Schwierigkeit gewachsene – gerade in Deutschland – Unternehmenskulturen, die schleunigst ad acta gelegt werden sollten. Kooperation, dass hieß in unseren Breitengraden allzu oft jemanden über den Tisch zu ziehen oder – in größeren Maßstäben – ein mehr oder weniger schlecht getarntes Kartell zu bilden. [highlight color=“yellow“]Echte Kooperation aber verlangt etwas, was mitunter auch eine Grundvoraussetzung für online getätigte Geschäfte ist: Vertrauen[/highlight] Aber das muss man erst einmal entwickeln. Und ja, auch sonst wo kommt das nicht von alleine. Dazu kann man in Hit Refresh zum Beispiel die kurz geschilderte Annäherung zwischen Microsoft und Apple nachlesen. Aber am Ende hat es sich eben für beide Parteien ausgezahlt. Es musste nur einer den ersten Schritt machen.

Den Lebenslauf vom Resume Assistant schreiben lassen

Als Microsoft damals für nicht wenig Geld LinkedIn kaufte, war die Überraschung groß. Auch weil man in Redmond nicht so recht zu wissen schien, was man jetzt mit dem Karrierenetzwerk anfangen sollte.

Auch wenn sich Microsoft einige Zeit gelassen hat das Karrierenetzwerk LinkedIn in die eigenen Angebote einzubinden, dass dahinter viel Potential steckte, war den meisten Experten schon von vornherein klar. Zumindest hatte man es aus Sicht von Microsoft aber gehofft, blättere Satya Nadella doch ganze 26 Milliarden Dollar hin.

Wer am Office Insider Programm beteiligt ist, darf jetzt schon den Resume Assistant nutzen – oder sich vielmehr von ihm den Lebenslauf schreiben lassen.

[tabs] [tab title=“Die Funktionen im Überblick“]

Die Funktionen des „Resume Assistants“ im Überblick:

  • Filtern nach Branche und Position: Auf Basis ihrer individuellen Einstellungen sehen Nutzer personaliert und ihrer aktuellen beruflichen Situation entsprechend, wie relevante Top-Lebensläufe aufgebaut sind.
  • Höhere Sichtbarkeit des eigenen Lebenslaufs: Mit dem „Resume Assistant“ können Bewerber die relevanten Fähigkeiten für ihren Wunschjob identifizieren und ihren Lebenslauf so besser sichtbar für Recruiter machen.
  • Lebenslauf an reale Stellenausschreibungen anpassen: Anhand der 11 Millionen ausgeschriebenen Jobs auf LinkedIn können Nutzer ihre Bewerbung ganz einfach an konkreten Ausschreibungen orientieren.
  • Der „Resume Assistant“ ermöglicht es, über LinkedIns Freelancer-Plattform ProFinder direkt Kontakt zu Bewerbungs- und Karriere-Coaches aufzunehmen, um den persönlichen Auftritt zu optimieren.
  • Über die „Open Candidates“-Funktionen im „Resume Assistant“ können Bewerber Recruiter diskret wissen lassen, dass sie sich auf Jobsuche befinden.

Quelle: Microsoft News

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Für Office 365-Abonnenten wird das Feature Stück für Stück ausgerollt.

Alexa, öffne Cortana – Amazon und Microsoft kündigen Kooperation an

Es ist schon ein Graus mit den Sprachassistenten, sie sind wahrscheinlich eines der Dinger der Zukunft, aber man muss sich für einen und dessen Ökosystem entscheiden, will man sie wirklich nutzen können. Doch das könnte sich jetzt ändern.

Nachdem ich nicht wirklich so lange warten konnte, bis ein entsprechendes Gerät mit Cortana an Bord auf den Markt kommt, steht bei mir inzwischen ja auch ein Echo Dot im Zimmer. Während ich also auf Surface und Smartphone weiter fleißig mit Cortana rede, ist Alexa doch die Stimme, die mich mehr oder weniger in der Freizeit begleitet. Doch das könnte sich jetzt bald ändern, denn während Google Home in Deutschland noch immer in den Startlöchern steht, haben Amazon und Microsoft quasi aus dem Nichts eine Kooperation verkündet.

Die ersten Schritte sind freilich noch recht zaghaft und bestehen praktisch aus einer App in der App. So soll sich Cortana mit dem Befehl „Alexa open Cortana“ starten lassen und Alexa eben mit „Cortana open Alexa“. Das das freilich wirklich nur ein erster Schritt sein dürfte, kann man getrost annehmen. Interessanter ist da schon, dass beide Kontrahenten auch andere Sprachassistenten ausdrücklich ermuntern an dieser Kooperation teilzunehmen.

Ein Angebot das Google allerdings kalt lassen dürfte, denn schließlich wird die drohende Marktmacht des Google Assistenten einer der Haupttriebfedern für die Kooperation gewesen sein. Alexa oder Cortana mögen noch so fleißig Informationen über ihre Besitzer sammeln, der Datenschatz von Google ist immer noch eine Nummer größer. Für so ziemlich jeden anderen Anbieter steckt dahinter aber durchaus eine lohnende Kooperation – allein der Hardware wegen. Cortana ist auf jedem neuen Windows PC, Laptop und Tablet vorinstalliert, zudem auch für andere Plattformen zu haben. Amazon unterdessen hat mit seinen beiden Echos die digitale Assistentin für jeden Haushalt erschwinglich gemacht. Und verfügbare Hardware dürfte eine ziemlich große Verlockung sein, auch was die Verbreitung von Alexa oder Cortana selbst angeht.

Haben will: Cortana als Hologram

Ach wenn das bloß eine Konzeptstudie von Microsoft wäre, Alexa und Google könnten einpacken. Diese holografische Variante von Cortana, verknüpft mit jener Cortana aus Halo, deren Namen die Windows-Assistentin trägt, ist aber leider nur ein verdammt gute Privatprojekt.

Denn was Softwareentwickler Jarem Archer hier vorlegt, ist aller Ehren wert. Er selbst erklärt das Projekt in diesem Post noch einmal etwas ausführlicher.

via geekologie

Die Sprachsuche revolutioniert auch das SEO (1)

Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, beschäftigt mich im SEO-Bereich in letzter Zeit vor allem auch die Sprachsuche und die digitalen Assistenten, durch die sie ausgeführt wird. Noch mag es eher die Ausnahme sein, dass man Menschen auf der Straße mit ihrem Smartphone reden sieht, der Trend aber ist eindeutig – und spätestens seit Alexa von Amazon in immer mehr Haushalte einzieht auch nicht mehr weg zu ignorieren.

In diesem ersten Teil meiner Serie sehen wir uns erst einmal an, was derzeit (und vielleicht auch künftig) auf dem Markt ist, wenn es um die Sprachsuche an sich geht.

Wer zuerst kommt, malt nicht immer am besten

Mal abgesehen von der Möglichkeit bei Google auch am Desktop auf ein Mikrofon zu klicken, war es Apple mit seiner Assistentin Siri, das die erste digitale Assistentin auf den Markt brachte. Die mediale Unterstützung war Siri zwar sicher, aber den aktuellen Durchbruch schaffte Amazon mit seinem Echo-Angebot, das als Alexa im Augenblick wohl die bekannteste „Vertreterin“ ihrer Zunft ist. Doch die beiden Angebote sind nicht allein, sehen wir uns mal nacheinander alle Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen an:

Siri von Apple

Der Assistentin von Apple merkt man auch heute noch an, dass sie ursprünglich als Bedienhilfe für das iPhone gedacht war. Sie glänzt daher auch vor allem, wenn es um die Integration in den Apps geht und erleichtert als Assistentin dort das Leben des Nutzers.

Zwar kann der Nutzer die Suchmaschine frei wählen, durch die Siri Fragen zu beantworten sucht, aber seien wir ehrlich, die meisten werden die Grundeinstellungen nicht ändern. Und standardmäßig greift Siri nicht auf Google, sondern auf den Microsoft Konkurrenten Bing zurück.

Ok Google

Wenn manche der Erfolg von Alexa überrascht, liegt das vor allem an einer Tatsache, der zufolge man eben doch Google den großen Erfolg zugetraut hätte: Das Wissen über den Nutzer. Google speichert derart viele Informationen über seine Nutzer, das man sich fast schon wundert, warum man überhaupt noch eine Frage stellt und nicht automatisch die Antwort geliefert bekommt.

Und dennoch hat Google hier durchaus wieder einmal einen Trend verschlafen und versucht geradezu hektisch aufzuholen. Zumindest kann man sich diesen Eindrucks nicht erwehren, wenn man sieht wie panisch Google Assistant als Konkurrenz zu Alexa auf den Markt geworfen wurde.

Alexa von Amazon

Zuerst als Buchbestellungsmaschine verlacht, wirft Amazon mit Alexa zu Tiefstpreisen seit einigen Monaten eine digitale Assistentin auf den Markt, an der man im Augenblick nicht mehr vorbeikommt.

Für SEOs ist jetzt natürlich interessant, welche Suchmaschine hier im Einsatz ist. Richtig: Bing! Auch hier muss der Nutzer erst selbst auf Google als Standardsuchmaschine umstellen, was wieder relativ wenige Nutzer wirklich tun werden. Allerdings funktioniert auch der Sprachbefehl „Alexa, frage Google“, damit die Suchanfrage über Google läuft.

Bixby von Samsung

Als Neuheit bringt Samsung für seine Galaxy-Serie den Assistenten Bixby auf den Markt, den wir aber nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Dank ihrer Integration in Windows 10 gewinnt Cortana immer mehr an Bedeutung, aber auch die Konkurrenz greift in der Regel auf Bing als Standardsuchmaschine zurück.

Cortana von Windows

Der Ansatz von Microsoft unterscheidet sich grundlegend von Siri, weil man gleich auf Künstliche Intelligenz bei der Entwicklung setzte. Eine Entwicklung die zugegebenermaßen zu Siris Anfängen noch weit mehr in den Kinderschuhen steckte als heute. Das Cortana auf Bing zurückgreift, dürfte klar sein. Das sie für viele unter dem Radar läuft liegt an ihrer Verbindung zu Windows Phone, das bekanntlich nur minimale Marktanteile am Smartphone-Markt hat. Was dabei aber vergessen wird ist ihre Integration in Windows 10 auch dem Desktop, die von Microsoft praktisch bei jedem Update immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Digitale Assistenten verwenden standardmäßig Bing

Wenn wir also ein erstes Fazit für die Suchmaschinenoptimierung ziehen wollen, heißt das erstaunlicherweise wohl, dass man sich Bing weit mehr widmen muss, als dem dominanten Google. Das die Suchmaschine von Microsoft in den letzten Monaten stetig an Marktanteilen gewinnt, auch wenn Google weiter die 90% + x verteidigt, dürfte nicht zuletzt auf die Sprachsuche zurückzuführen sein. Und da vielen Techgiganten, wie eben Apple, Google grundlegend unsympathisch ist, dürfte Bing auch in nächster Zeit kaum als Standardsuchmaschine abgelöst werden.


Die komplette Serie:

#WannaCrypt-Virus: Die Kacke ist am dampfen

Freunde, wenn Microsoft mit seine eigene Ankündigung ignoriert und ein Patch für Windows XP ausspielt, dann muss die Kacke aber wirklich am Dampfen sein. Ursache ist WannaCrypt, Ransomeware die sich durch eine Windows-Lücke gerade weltweit verbreitet, als sei es die Spanische Grippe für PC’s. Und das beste ist, man muss nicht mal einen PC haben, um den Virus in Aktion zu sehen:

Aber Spaß beiseite, denn die hier genutzte Lücke hat durchaus eine Geschichte. Man erzählt sich, dass es ausgerechnet die amerikanische NSA gewesen ist, die schon lange von ihr gewusst hat und sie für die eigenen Zwecke nutzte. Aber was die NSA kann, können Kriminelle schon lange und deshalb dürfte der Erpresservirus auch kein allzu seltener Gast auf den Rechnern dieser Welt sein.

Ganz ehrlich, ich möchte kein Admin in einem Unternehmen sein. Aber wir wissen ja, wie das jetzt dann ablaufen wird. Der Chef brüllt den Admin an, der Admin sagt „Scheiß Windows, deshalb nutze ich privat nur Linux“ und Schuld ist am Ende keiner, d.h. der andere. Vielleicht dann doch ein wenig der Admin, denn zumindest Microsoft hat nach Bekanntwerden der Lücke einen Patch ausgespielt – wie gesagt selbst noch für XP – und zwar im März. Und die Moral:

Kein Sicherheitsupdate,
kein Mitleid!

Mitleid hatten interessanterweise am Ende die Cyberkriminellen, weil sie einen Killschwitch in ihr Programm eingebaut hatten. Das sich der Virus so rasant ausbreitete und eben nicht nur die Bildschirmanzeigen der Deutschen Bahn, sondern auch Computer in Krankenhäuser und anderen Einrichtungen lahm legen könnte, hat wohl auch ihnen ein wenig schlechtes Gewissen gemacht. Fragt sich nur, ob die nächsten von den gleichen Gewissensbissen geplagt werden.

Die Highlights der Build 2017

Er ist zurück, ja, auch Joe Belifore hatte bei der Build in Seattle seinen Auftritt. Nach seiner Auszeit wurde er ja von so manchem Microsoft-Fan vermisst. Und nicht wenige sahen sein Untertauchen als das deutlichste Signal, dass sich Microsoft endgültig vom Smartphonemarkt zurückziehen würde. Vorgestellt hat er, neben den neuen Möglichkeiten, mit denen Microsoft die Cloud noch einen Tick besser nutzen will, auch das neue Design – das bisher unter dem Namen „Project Neon“ so sehr von Microsoft gestreut wurde, dass es wohl kein Geheimnis mehr war:


In gewisser Weise setzt Windows hier ja auch seinen 3D-Trend vor, denn das neue Design wird tatsächlich mehr Tiefe haben. Und auch ein anderer Trend findet seine Fortsetzung, Windows öffnet sich für Dinge, die man nie in seinem Appstore erwartet hätte. iTunes wird nämlich bald verfügbar sein, warum auch immer, schließlich ist iTunes selbst bei Mac-Fans seiner Unbedienbarkeit wegen verschrien. Schon etwas cooler ist da die Ubuntu-App, ebenfalls auf der Build angekündigt.

Ebenfalls im Creators Fall Update enthalten sein wird Microsoft Story Remix:


Was zunächst so aussieht, als könnte endlich auch der Laie interessante Urlaubsvideos zustande bringen – oder zu mit Effekten überladen – könnte so manchen Designer entweder erfreuen, oder klar machen, dass sein Job wieder ein bisschen unsicherer geworden ist. Was sich damit machen lässt, demonstrierte Lorraine Bardeen in ihrem Vortrag:


Natürlich spielte auch Cortana eine Rolle auf der Build, ganz nebenbei konnte man auch Harman Kardon Invoke in Aktion sehen:


Und da gibt es ja auch noch das Thema Mixed Reality und die Holo Lens, eine bezahlbare Variante wurde ja auch angekündigt. Die Demonstration war wie üblich ziemlich beeindruckend, auch wenn sie nüchtern nicht viel Neues zu bieten hatte:

Cortana, ein weiteres unterschätztes Microsoftprojekt?

Irgendwie muss es für Microsoft schon deprimierende sein, sucht man im Netz nach der digitalen Sprachassistentin Cortana stößt man scheinbar allein auf zwei Dinge: Eine Sammlung der lustigsten Befehle und – na ja, Möglichkeiten Cortana aus Windows 10 zu entfernen. Wird Cortana als letztlich nur als die digitale Gefährtin des Master Chief aus Halo in Erinnerung bleiben?

Das wäre schade, unabhängig davon, ob man wie ich jetzt Microsoft-/Windows-Fan ist oder nicht. Ja, Microsoft hat die digitale Assistentin nicht erfunden. Schon einige Zeit zuvor gab es etwa Siri, die es zwar schaffte das in diversen Sitcoms plötzlich Leute mit ihren Handys sprachen, aber unterm Strich eine für Apple-Verhältnisse erstaunlich schlichte Erfindung zu sein. Im Prinzip steckte hinter Siri kaum mehr als eine Spracherkennungs- und Sprachausgabesoftware. Cortana hingegen war von Beginn an als künstliche Intelligenz konzipiert.

Nicht nur Cortana steht hinter Alexa zurück

Interessanterweise liegt inzwischen aber eine andere Dame in Führung, nämlich Alexa. Interessant vor allem deshalb, weil man eigentlich jeden Cent auf Google gesetzt hätte. Wer weiß schließlich mehr über den Nutzer als Google, und wer könnte deshalb mehr Funktionen bieten. Hielt man Alexa zu Anfang noch für eine geschickte Masche von Amazon mehr Bestellungen zu generieren, auch ein paar nicht beabsichtigte ;-), schickt sich die kleine schwarze Säule inzwischen an auch den deutschen Markt zu erobern. Und ehrlich gesagt, man hört nicht viel schlechtes.

Dieser Erfolg hat aber eben nicht nur Microsoft überrascht, sondern auch Google, das Google Now eilig in Assistent umbenannt hat und jetzt überstürzt versucht in den Markt zu kommen. Einer Unternehmung, der man angesichts Googles beachtlicher Misserfolge beim Verkauf von Hardware, wohl bestenfalls viel Glück wünschen kann. Microsoft setzt dagegen auf Drittanbieter, um Cortana auch in die Wohnzimmer zu bringen. Und das obwohl man dort ja eigentlich inzwischen ziemlich gute Hardware unter die Leute bringt. Auf der anderen Seite stellt man ja aber auch eine Cortana App für Android und iPhone zur Verfügung, was mit Blick auf den ausbleibenden Erfolg von Windows Phone jedoch recht logisch erscheint.

Hat Cortana also jetzt eine Chance sich zu etablieren, oder nicht? Ich persönlich muss zugeben sie weder mit Alexa noch Siri vergleichen zu können. Hinter Google Now Assistent muss sie sich aber wohl keineswegs verstecken. Nüchtern betrachtet befinden sich alle vier bekannten Assistenten ja ohnehin noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase. Wer also qualitativ am Ende die beste Entwicklung liefert, ist noch lange nicht ausgemacht. Ebenso wenig ist es natürlich eine ausgemachte Sache, dass sich die beste Qualität am Ende durchsetzen wird. (Erfahrungsgemäß ja eher nicht. ;-( , oder?)

Was den täglichen Gebrauch angeht kann ich Cortana heute schon empfehlen, ja ich könnte auch ohne, aber es macht doch einiges einfacher. Und da ich privat, wie beruflich ab und zu auch noch an Windows 7 gebunden bin, muss ich zugeben, man kann Cortana auch schon richtig vermissen.

Pro-Tipp:

Keine Lust mehr auf „Hey Cortana“? So änderst du den Sprachbefehl, um die digitale Assistentin von Microsoft aufzurufen: Hey Cortana-Aktivierungsbefehl ändern

Aber ein halbtags tätiger Heavyuser wie ich entdeckt aber natürlich auch noch viel Luft nach oben. Das beginnt schon bei der Frage, warum man Cortana nicht einfach auch bitten kann Programme zu öffnen, sondern auch zu schließen. Oder bei einer Verabschiedung gleich das gesamte Surface Pro herunterzufahren.

Windows 10 Mixed Reality – Willkommen in der Matrix

Wenn man ehrlich ist, es sieht ein bisschen nach den Anfängen von Second Life aus … Aber in gewisser Weise steckt die Mixed Reality World von Microsoft ja auch noch in jenen Kinderschuhen und was in diesem Video zu sehen ist, ist ein erster Eindruck. Wer im Inside-Programm ist und bereits Build 15048 installiert hat, kann genau das übrigens auch jetzt schon nachvollziehen.

Wobei es natürlich einen ziemlichen unterschied machen dürfte, ob man bereits über ein Headset verfügt oder sich quasi wie in, na ja, Second Life bewegt.

Spannend ist der Einblick auf jeden Fall und er macht Lust auf mehr …