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Beispiele für gelungene Corporate Blogs

Ich überarbeite ja gerade mein PR-Buch ein wenig und bin gerade beim Kapitel über das Bloggen angelangt. Corporate Blogs gehören meiner Ansicht nach auch bei Start-ups immer noch zu den unterschätzen Möglichkeiten der Eigen-PR. Wer sich durch die diversen Webseiten von deutschen Start-ups klickt, findet dort nur bei einem Bruchteil tatsächlich auch Blogs.

Dabei gibt es kaum eine bessere Möglichkeit sich und sein Start-up besser vorzustellen bzw. erst einmal auf sich aufmerksam zu machen, als ein Weblog. Ein paar Unternehmen haben das durchaus begriffen, wie folgende Liste von Corporate Blogs (nicht nur von Start-ups) zeigt:

Kennt jemand noch Blogs, speziell von Start-ups oder Freelancer, die unbedingt in diese Liste aufgenommen gehören? Teilt mir das gerne in den Kommentaren mit!

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Bloggen auf Facebook? Ja, aber ….

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Die Notizen bei Facebook sehen verdächtig nach Blogpost á la Medium aus.

Während es Leute gibt, die Google vorwerfen nach der Weltherrschaft zu streben, ist man bei Facebook etwas genügsamer. Mark Zuckerbergs Ziel ist es lediglich das Internet zu beherrschen. Mit der Forcierung von Videocontent soll der User nicht mehr zu Youtube surfen, wenn er Videos sehen möchte. Mit Instant Article liefern angesehene Verlagshäuser journalistischen Content. Und seit ein paar Tagen geht das Gerücht um, Facebook bastle an einer Breaking News-App, die Twitter das Leben schwer machen könnte.

So gesehen ist es nicht weiter verwunderlich, dass man sich auch als Blogging-Plattform positionieren will. Zumindest tauchten schon gestern die ersten Berichte darüber auf, dass Facebook seiner Notizen-Funktion ein kleines Upgrade verpasst hat. Insgesamt ähnle sie jetzt zum Beispiel der Blogging-Plattform Medium. Facebook orientiert sich dabei meiner Ansicht nach genau am richtigen Angebot, statt das wenig stylische Blogger von Google zu kopieren oder die überfrachtete nicht selbstgehostete Version von WordPress.

Wobei ich ja zugeben muss, die Notizen-Funktion bei Facebook erst nach einer gründlichen Suche wiedergefunden zu haben. Unter uns, ich dachte eigentlich, die hätten sie klammheimlich abgeschafft. Mir wäre in der Vergangenheit jetzt auch nicht wirklich bekannt, dass es gute Beispiele einer intensiven Nutzung der Notizen gegeben hätte. Im Zweifel hat man sich dann doch lieber auf die eigentlichen Posts – inklusive ihrer Beschränkungen – konzentriert. Doch mit dem Upgrade könnte sich das durchaus ändern.

Kein Wunder also, dass jetzt hier ähnlich wie bei Instant-Artikel – die nach wie vor nur ausgewählten Partnern von Facebook ermöglicht werden – eine Diskussion über den Sinn und Unsinn des Bloggens auf Facebook entstanden ist. Natürlich stellt sich auch hier die spannende Frage, ob es wirklich gut ist sich einer Plattform auszuliefern, die mehr oder weniger nach Gutdünken über den Inhalt entscheiden kann. Was wiegt also mehr: Die Möglichkeit unabhängig zu publizieren oder doch dort zu sein, wo sich der Leser befindet?

Das momentane Motto vieler Medien dem User sozusagen hinterher zulaufen und sich deshalb verstärkt auf Facebook zu engagieren sehen vor allem viele Blogger kritisch. (Ich im übrigen auch.) Wenn ich mir einen kurzen Überblick über die Reaktion der deutschen Blogszene verschaffe, fällt das erste Urteil in Sachen Pro oder Contra deshalb auch wenig überraschend negativ aus. Manche können sich bestenfalls vorstellen dort ihre Artikel anzuteasern, um dann in ihr eigentliches Blog zu verlinken. Eine Möglichkeit, von der ich persönlich absolut abrate. Das wäre ungefähr so, als würde man die ersten zehn Sekunden eines Videoberichts bei Youtube online stellen und dann den User auffordern per Klick auf die eigene Seite zu kommen. Das macht a) keiner und die meisten fühlen sich b) bestimmt auch ein wenig verschaukelt.

Die passende Reaktion lautet also vielmehr: Ganz oder gar nicht!

Wobei “Ganz” auch nicht heißt sein eigenes Blog dicht zu machen und nur noch auf Facebook zu bloggen. Dem stehe ich wie gesagt äußerst kritisch gegenüber. Aber was spricht eigentlich dagegen originären Content für Facebook zu schaffen und den Leser darauf aufmerksam zu machen, dass man auch ein eigenes Blog mit noch viel mehr gutem Content sein eigen nennt? Wenn man auf Facebook bloggen möchte, erscheint mir das ein guter Weg.

 

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Jeder Zweite in Thüringen nutzt Google+

Ist das jetzt wichtig? Nein, natürlich nicht. Die Zahlen zu Google+ gehören wohl zu jenen, die man beim deutschen Social Media Atlas von Faktenkontor nicht ganz so ernst nehmen sollte, auch wenn sich das Datenmaterial auf 2014 bezieht. In den letzten Monaten hat Google selbst seinen Versuch Facebook Paroli zu bieten soweit abgewertet, dass es jetzt nicht einmal mehr als Netzwerk für etwas technikaffinere User taugt. Aber ansonsten ist der Atlas hier durchaus einen Blick wert.

Fast 70 Prozent jener Deutschen, die sich im Internet bewegen, sind auch in sozialen Netzwerken aktiv. Freilich in der Regel eher passiv, aber das schließt ihre Erreichbarkeit zum Beispiel durch Marketingaktionen ja auch nicht aus. Die Macher der Studie haben ihre Zahlen auch nach Bundesland ausgegeben, womit sich zeigt, dass die Facebookisierung Bayerns zum Beispiel beinahe flächendeckend ist. Aber immerhin liegt der Schnitt ja auch bei 93 %. Somit ist und bleibt Facebook auch in unseren Breitengraden das Non-Plus-Ultra in Sachen Social Network. Mithalten kann dabei durchaus noch YouTube, die Videos werden immerhin deutschlandweit von 86 % der Nutzer in Anspruch genommen  – auch wenn sie sich dabei freilich nicht bewusst sein dürften, in einem Social Network zu bewegen. Wenn man bedenkt, dass YouTube und Facebook derzeit den Kampf als größte Videoplattform unter sich ausmachen, unterstreicht das noch einmal die enorme Bedeutung von Videos im Bereich Social Media Marketing.

Danach kommt lange Zeit nichts mehr, auch wenn immerhin noch fast jeder zweite Deutsche noch in Foren unterwegs ist. Foren sind meiner Ansicht nach ja immer ein wenig in Gefahr unterschätzt zu werden. Sicher, als Angebot an die Masse taugen sie in Zeiten von Facebook & Co. nicht mehr viel, aber gerade in einer Nische und mit einer aktiven Community können sie nach wie vor Gold wert sein.

Klassische Social Media Aktivitäten wie das Bloggen sind immerhin noch bei einem Drittel gefragt. Wobei ich bei Zahlen, die Blogs betreffen, immer den Hinweis bringe, dass Otto-Normal-User eine Webseite und ein Blog nicht wirklich auseinanderhalten kann. Abgesehen davon sind Blogs auch schon aus Sicht des Content Marketings ein absolutes Muss in der heutigen Zeit.

Twitter und XING wirken unterdessen fast ein wenig abgeschlagen, haben aber in bestimmten Bereichen ihre Berechtigung und gerade der Kurznachrichtendienst arbeitet aktuell ja auch daran seine Bedeutung in Deutschland massiv auszubauen.

Funfact zum Schluss: Wer mal die Zahlen zwischen Hamburg und Berlin vergleicht, wird die Hansestadt meist vorne liegend sehen. Auch so ein Zeichen dafür, wer die deutsche Hauptstadt in Sachen Netzwirtschaft ist und wer sich nur dafür hält.

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Was bleibt … Die Woche in Links (002)

Basic Thinking – So geht’s jetzt weiter – Das Blog Basic Thinking ist ja praktisch ein Urgestein des deutschsprachigen Internets. Und auch wenn ich es in letzter oft links liegen gelassen habe, ist es gut zuhören, dass dort noch nicht zu Ende gebloggt ist.

Instagram: Emoji werden zu Hashtags – Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und ein Emoji ist ja im Grunde auch nichts anderes. Folgerichtiger Weise kann man sie jetzt bei Instagram als Hashtag nutzen.

Facebook erweitert Messenger um Videoanrufe – Während Microsoft sein Angebot Skype gerade um eine Version Skype for Business verstärkt hat, bringt Facebook seinen Messenger als starke Konkurrenz ins Spiel.

Algorithmus soll zuverlässig Online-Störenfriede erkennen – Interessant vor allem auch der erste Kommentar, der darauf hinweist, das man hier nur an Symptomen herumdoktort.

AGF integriert Youtube in Reichweitenmessung – Ja, das für die meisten TV-Anstalten jetzt die Reichweite ihrer YouTube-Videos gemessen wird, kann man auch als Meilenstein bezeichnen. Oder man denkt sich, ach, die haben’s endlich auch kapiert.