Start-up-Gründer wählen FDP und lassen sich die Stimmung nicht vermiesen

Der Deutsche Startup Monitor kümmert sich auch 2015 um die Befindlichkeiten von Gründern.

Auch 2015 gibt es wieder den Deutschen Startup Monitor, der inzwischen in seinem 3. Jahr die hiesigen Start-ups unter die Lupe nimmt. Gut 100 Start-ups wurden befragt und die Ergebnisse in einer Studie zusammengefasst, die hier zum kostenlosen Download bereitsteht.

Dabei zeichnet sich für den durchschnittlichen Gründer ein mit Blick über den Teich recht hohes Durchschnittsalter von 35 Jahren ab. In der Regel ist es übrigens tatsächlich auch ein Gründer, der Anteil der Gründerinnen stieg zwar im Vergleich zum Vorjahr, beträgt aber nur schlappe 13%. Überwältigend ist dagegen die Akademikerrate, rund 81% der Gründer können einen Hochschulabschluss vorweisen. Die Studie legt Wert auf eine Abgrenzung zu anderen Gründung bzw. Menschen, die sich etwa im Restaurantbereich usw. selbstständig machen. Diese Gründungen, die nicht selten auch das Ergebnis von Alternativlosigkeit sind, nehmen aber im Land wohl nach wie vor den Löwenanteil ein, die Frauenquote liegt hier dann wenig überraschend auch bei 40%.

Eine gewisse Vorliebe in Richtung FDP ist in der Start-up-Szene dann auch nicht ganz so überraschend, bei den letzten Bundestagswahlen haben 31% der Befragten für die Liberalen gestimmt und sie damit zur stärksten Partei gemacht. Viele ihrer Forderungen an den Staat sind auch über eine FDP-Nähe hinweg klassische liberale Themen, wie etwa Abbau von Regelungen und Bürokratie oder Maßnahmen Unternehmertum im besseren Licht dastehen zu lassen. Eine bessere staatliche Förderung kann nach Ansicht vieler Befragter aber auch nicht schaden. Maßnahmen wie der Mindestlohn sind entsprechend unbeliebt (47% fürchten negative Konsequenzen), wirken sich aber nicht auf die Einstellung von Praktikanten aus.

Von irgendwelchen Rahmenbedingungen lassen sich die Gründer ihre gute Stimmung allerdings ohnehin nicht vermiesen, die überwältigende Mehrheit schätzt die Lage für sich und ihr Start-up als positiv ein. Eine negative Entwicklung für 2016 fürchten gar nur 1,6% der Befragten.

About Thomas Matterne

Thomas Matterne ist Chefredakteur des dreisprachigen Online-Magazins DenkZeit und als Online-Marketing-Manager tätig. Der ausgebildete Journalist hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik, und schreibt an dieser Stelle über IT-, Online-Marketing- und SEO-Themen - unteranderem.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.