Es klingt wie ein Widerspruch in sich, wenn Julian Dziki bei Seokratie das Ranking bei Google damit zu verbessern Content zu löschen. Was steckt dahinter?

Die Idee ist grundsätzlich nicht neu, und machte dieses Jahr hier und da die Runde. Ob man es jetzt wie Dziki als Content Dezimierung benennt, oder es als Fokussierung betrachtet, wie bei Wingman Online Marketing. Das Grundargument lautet immer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, statt auf bloße Masse zu setzen. Und auch wenn es auf den ersten Blick absurd wirken mag sich Contents zu entledigen, das Argument Qualität statt Quantität hat etwas für sich.

Bei den Wingman nennt man auch noch einige weitere Gründe, weswegen es sich gut machen kann unwichtige Seiten zu löschen:

  • Die interne Verlinkung wirkt ziel gerichteter.
  • Google wird es erleichtert qualitativ hochwertige Seiten zu finden.
  • Die Optimierung weniger guter Seiten ist einfacher zu meistern.

Welche Seiten kann ich löschen?

Unter uns, jede größere Seite, die älter als ein Jahr ist, hat Bestandteile, die man bedenkenlos löschen kann. Deshalb sollte man aber nicht gleich munter loslegen und löschen, was man selbst für überflüssig hält. Überhaupt empfiehlt sich erst einmal eine Sicherheitskopie anzulegen, denn auch wenn man eine Seite löscht, die man nach den folgenden Kriterien ruhig löschen kann, könnte der Inhalt ja doch aus anderen Gründen notwendig gewesen sein.

Kriterien zum Löschen von einzelnen Seiten:

Wird die Seite geklickt? Generiert sie also Trafik? Dazu kann man seine Analytics Software zu rate ziehen, sollte dabei aber natürlich einige Kriterien bedenken. Schaut man sich den Zeitraum von März bis September genauer an, wir eine Seite mit einem thematisch zu Weihnachten passenden Content natürlich weniger gefragt sein – dafür aber dann im Dezember.

  • Ist der Inhalt der Seite aktuell oder schon veraltet? Dieses Kriterium stellt Seokratie auf. Ich allerdings würde vor dem Löschen erst einmal darüber nachdenken, ob es sich nicht lohnen kann, den Artikel zu aktualisieren.
  • Handelt es sich um Duplicate Content? Dann muss ohnehin eine Lösung her. Tools wie XOVI oder Sistrix weisen übrigens auch auf Keyword Kannibalismus hin, d. h. auch hier kann es sich lohnen betroffene Seiten zu löschen.

Es gibt allerdings auch dann Punkte, die gegen das Löschen sprechen. Man sollte zum Beispiel die Verlinkung der betreffenden Seite beachten. Hat sie externe Links von außen? Wie wichtig ist die Seite für die interne Verlinkung?

Und was soll ich Google sagen?

Ist die Seite gelöscht, stellt sich die Frage, ob man eine 301er Weiterleitung einrichtet. Das sollte man natürlich dann tun, wenn es für den gelöschten Inhalt wirklich einen adäquaten Inhalt gibt. Falls nicht, kann man durchaus ehrlich sein und eine 410 setzen. Also „Gone“, denn das ist ja schließlich auch passiert.

Alternativen sind natürlich auch der Webseite einen Canonical-Tag mitzugeben, der eine andere Seite als eigentliche Quelle ausweist. Oder mit noindex bzw. disallow zu arbeiten. Letzteres entschlackt dann aber eben nicht die Webseite, die man selbst auf dem Server sieht und der Nebeneffekt einer besseren Übersicht über das Projekt geht verloren.

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