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Newsletter- oder Social-Media-Marketing?

Am besten natürlich beides, aber gerade bei kleinen Unternehmen fehlt dazu oft die zeitliche Kapazität. Und dann hat der Newsletter oft die Nase vorn.

Der klassische Newsletter gilt ein wenig als altmodisch, aber deshalb muss er noch nicht schlecht sein. Und er hat gerade gegenüber Social-Media durchaus seine Vorteile. Mit Facebook erreicht man die Allgemeinheit, mit Instagram ein bilderzentrietes Publikum und mit XING oder LinkedIn B2B-Kunden. Newsletter jedoch sprechen das eigene Zielpublikum ziemlich genau an, womit dieser Marketingkanal unter anderem auch eine hohe Conversionrate verspricht.

Newsletter bedeuten am Anfang erstmal Arbeit

Anfangsprobleme sind natürlich vor allem der Aufbau einer Empfängerrliste. Vor dem Newsletterversand kommt also erst einmal die Arbeit. An erster Stelle sollte der Newsletter natürlich auf der eigenen Webseite beworben werden. Durchaus an mehreren prominenten Stellen, bei einem Shop eignet sich auch eine gleichzeitige Anmeldung im Bestellprozess. Wobei wir schon bei Problem Nummer 2 sind, der Datenschutz. Einfach E-Mails sammeln und dann munter Newsletter zu verschicken wäre eine schlechte Idee. Einer ist immer dabei, der sich darüber aufregt und eventuell eine Abmahnung in Gang setzt. Wer rechtlich auf der sicheren Seite sein möchte, kann auch Internetangebote wie Newsletter2go oder MailChimp nutzen. Deren Anmeldeformulare sind mit wenig HTML-Kenntnissen in die eigene Seite integrierbar und für gängige Content- bzw. Shop-Management-Systeme sind oft Plugins vorhanden.

Bei der Versendung von Newslettern gibt es ein paar Dinge zu beachten. Einer der Hauptgründe für Abmeldungen ist etwa eine zu hohe Schlagzahl. Auch eine niedrige Öffnungsrate kann darauf zurückzuführen sein, dass man Newsletter zu häufig hintereinander verschickt. Wer sein Newslettermarketing groß aufzieht, kann auch verschiedene Frequenzen anbieten, von täglich bis monatlich.

Probieren und studieren

Über den idealen Versandzeitpunkt gibt es inzwischen zahlreiche Studien – und naturgemäß sind sie sich alle darin einig sich nicht einig zu sein. Sie bieten allerdings je nach Schwerpunkt gute Richtlinien, um sich selbst auf die Suche nach dem perfekten Versandzeitpunkt zu machen, denn der kann sich stark unterscheiden, je nachdem ob man im B2B- oder B2C-Geschäft ist und in welcher Branche man sich befindet. Testen Sie eine Weile und vergleichen Sie dann den Erfolg auf die wichtigen Kennzahlen eines Newsletters:

  • Öffnungsrate
  • Abmelderate
  • Klickrate
  • Conversionrate

Auf den Inhalt kommt es an

Das wichtigste Element eines Newsletters, heißt es oft, ist der Betreff. Das ist auch nicht falsch, denn der Betreff entscheidet quasi im Alleingang, ob der Newsletter geöffnet wird. Aber ohne die richtigen Inhalte hat Ihnen das dann auch nicht viel weiter geholfen. Also, was gehört in einen Newsletter:

  • Angebote: Machen Sie dem Newsletterkunden exklusive Angebote, die er so sonst nicht erhält. Das ist auch ein Punkt, mit dem man gut um neue Abonnenten werben kann.
  • Informationen: Versorgen Sie den Leser mit Informationen über ihre Produkte und den Bereich, in dem sie eingesetzt werden. Artikel des Unternehmensblogs lassen sich dazu sehr gut nutzen.
  • Unternehmensinfos: Wer Kunden an sich binden möchte, dem hilft es eine persönliche Beziehung zu ihnen aufzubauen. Das gelingt zum Beispiel auch indem man Mitarbeiter vorstellt, die mit Kunden Kontakt haben. Oder auch einen Mitarbeiter des Monats usw. usf.
  • Rabatte & Gutscheine: Erfahrungsgemäß funktionieren reine Rabatt-Newsletter erstaunlich schlecht, vielleicht, weil sie in einem Meer von Konkurrenten untergehen. Aber einbinden sollten Sie einen solchen Gutschein immer, denn anders als spezielle Angebote können Sie den Kunden so auch allgemein auf ihren Shop locken.

Generell sollte ein Newsletter auf das beinhalten, was der Name verspricht. Ein reiner Verkaufsnewsletter funktioniert nur dann, wenn er wirklich unschlagbare Angebote enthält. Ein guter Newsletter ist Kommunikations- und Conversion-Instrument. Denn selbst wenn er nicht direkt zu einem Kaufabschluss führt, hält er seinen Absender beim Kunden doch im Gedächtnis. Er dient dazu die Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen aufrechtzuerhalten, und seine Inhalte dienen dazu, sich als der Experte in seinem Gebiet im Kopf des Empfängers fortzusetzen.

Von Thomas Matterne

Thomas Matterne ist ausgebildeter Journalist mit einem Diplom in Wirtschaftsinformatik. Er arbeitete als Leiter der Online Redaktion von TV touring und als Chefredakteur von DenkZeit. Aktuell schreibt er neben dieser Seite in diversen anderen Online-Veröffentlichungen, wie z.B. das Kaffee Journal. Auf dieser Seite finden sich vor allem Themen aus den Bereichen Content- und Online-Marketing, sowie dem Feld IT allgemein.

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