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Microsoft Continuum – Killerfeature oder Ladenhüter?

Mit Continuum erfindet Microsoft das Büro für die Hosentasche, die Nachfrage sprengt allerdings noch nicht alle Grenzen.

Seit der große Tanker Microsoft den Kurs geändert hat, wird unteranderem durch Windows 10 so manches Versprechen eingehalten, das eigentlich andere gegeben haben. Mit Windows 10 und dem Lumia 950 & 950 XL hat man nicht nur einen Computer in der Hosentasche, sondern einen sprichwörtlichen Computer in der Hosentasche.

Seit Windows 10 kann man per Telefon wie auf Ihrem PC arbeiten.  Mit Hilfe von Continuum für Windows 10 kann man sein Smartphone per Display Dock oder auch mit Hilfe von USB-C an ein externes Display anschließen und mit dem Arbeiten loslegen. Kurz, wer eine Workstation aus Monitor und Tastatur besitzt, kann sein Lumia zum PC machen.

Auf der Build 2016 hat Microsoft Programm-Managerin Liz Threlkeld die neuen Möglichkeiten kurz vorgestellt:

Mit Hilfe von Continuum kann man sein Büro also künftig tatsächlich immer bei sich haben, ob im Büro, im Home-Office oder auf Geschäftsreise – die Grenzen verschwimmen immer mehr. Für den Einsatz zuhause bietet sich zum Beispiel auch die vorgestellte “Fernbedienung” an, um sich zum Beispiel Filme in eine App wie Hulu (okay, nicht bei uns), Watchever oder Netflix anzusehen. In diesem Fall kann man dann die kabellose Verbindung zum entsprechenden Gerät nutzen. Auch Games sind zwar möglich, aber unter uns, echte Zocker werden nicht gerade beeindruckt sein. Was auch nicht sonderlich schlimm ist, denn seinen Haupteinsatz dürfte Microsoft ohnehin im Businessumfeld sehen.

Office 365-Abo für Continuum sollte schon sein

Die Techszene scheint sich meinem Eindruck nach aber noch nicht so ganz sicher zu sein, ob es sich bei Microsoft Continuum jetzt um ein Killerfeature oder doch nur eine nette Spielerei handelt. Ich persönlich sitze da zwischen den Stühlen und behaupte mal, es ist ein Killerfeature für das sich zu wenige User interessieren werden. 🙂 Was natürlich wie vieles rund um Windows 10 äußerst schade ist, denn das Konzept ist an sich recht überzeugend, oder? Immerhin wird das Smartphone hier tatsächlich zu dem, was es immer von sich behauptet: Die Kommunikationszentrale schlechthin!

Nebenbei verliert es zum Beispiel an eine Workstation angeschlossen ja nicht seine ursprüngliche Bedeutung als Telefon, sondern kann auch im verbundenen Zustand zum Beispiel zum telefonieren verwendet werden.

Ausreichend Software für den Einsatz als Bürorechner liefert ein Windows Smartphone im Übrigen natürlich auch mit, auf diese Weise wird auf das große Display auch ein Desktop-Feeling übertragen und der Nutzer hat nicht das Gefühl einen überdimensionierten und nur angepassten Smartphonebildschirm vor sich zu haben. Kostenmäßig gibt es einen kleinen Wehrmutstropen, weil Microsoft die Verwendung von Office nachträglich an ein kostenpflichtiges Office 365-Abo gekoppelt hat. Wer Office allerdings professionell verwenden will, kommt um ein Office 365-Abo ja eigentlich ohnehin nicht herum. (Und unter uns, es lohnt sich nicht nur wegen des 1 Terabyte Cloudspeichers bei One Drive.)

Von Thomas Matterne

Thomas Matterne ist ausgebildeter Journalist mit einem Diplom in Wirtschaftsinformatik. Er arbeitete als Leiter der Online Redaktion von TV touring und als Chefredakteur von DenkZeit. Aktuell schreibt er neben dieser Seite in diversen anderen Online-Veröffentlichungen, wie z.B. das Kaffee Journal. Auf dieser Seite finden sich vor allem Themen aus den Bereichen Content- und Online-Marketing, sowie dem Feld IT allgemein.

2 Antworten auf „Microsoft Continuum – Killerfeature oder Ladenhüter?“

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