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Mensch? Oder doch KI kreiert?

Der Vergleich zwischen dem Foto eines echten Menschen und eines von einer KI geschaffenen Fotos ist nicht neu, erreicht mit Which Face is Real? aber eine neue Qualität.

Welches der beiden Gesichter zeigt eine lebende Person, welches wurde von einem Algorithmus geschaffen? In diesem Fall ist es das rechte Foto des Mannes, das eine lebende Person zeigt. Und in diesem Fall musste man sich eher auf sein Gefühl verlassen, das einem zum Beispiel hätte sagen können, das linke Fotos ist optimaler, perfekter – also weniger natürlich. Auf Which Face is Real? kann der Besucher nichts anderes tun, als immer wieder die Entscheidung zu treffen, welches Foto eine reale Person zeigt. Bei manchen Fotos ist es einfacher, als bei anderen. Was aber nicht an der abgebildeten Person liegt, sondern an Artefakten, die die KI im Hintergrund nicht realistisch genug gerechnet hat.

Die Webseite hat aber auch einen wissenschaftlichen Zweck. Sie wurde von zwei Forschern der University of Washington, Jevin West und Carl Bergstrom, ins Leben gerufen. Die beide untersuchen, wie sich Informationen in der Gesellschaft verbreiten. Dabei gehen sie davon aus, dass das Aufkommen von KI-erzeugten Fälschungen Probleme aufwerfen könnte, das Vertrauen der Gesellschaft in Beweise in Form von Fotos könnte zum Beispiel dahin schwinden. Die Webseite soll hier zur Aufklärung dienen.

Dabei nutzt die KI dahinter das sogenannte GAN ( generative adversarial network), eine Form des maschinellen Lernens. Der Grund, warum GAN so gut ist, liegt darin, dass sie sich selbst testen kann. Ein Teil des Netzwerks erzeugt Flächen, der andere vergleicht sie mit den Trainingsdaten. Wenn der Algorithmus den Unterschied erkennen kann, wird der Generator zurück an das Zeichenbrett geschickt, um seine Arbeit zu verbessern. Dieselbe Technik wird übrigens auch bei sogenannten Deepfakes angewendet, bei der etwa bei einem Video das Gesicht einer Person mit dem Gesicht einer anderen Person ausgetauscht werden kann.

Von Thomas Matterne

Thomas Matterne ist Chefredakteur des dreisprachigen Online-Magazins DenkZeit und als Online-Marketing-Manager tätig. Der ausgebildete Journalist hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik, und schreibt an dieser Stelle über IT-, Online-Marketing- und SEO-Themen - unteranderem.

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