Mein neues Leben mit Android

Ja, ich weiß, spätestens seit auch Bill Gates auf Android umgestiegen ist – immerhin hat er sich kein iPhone angeschafft – ist Windows Phone tot. Und passenderweise gab kurz darauf auch mein eigenes den Geist auf – bzw. der Akku hat sich unter die 18 Stunden-Marke verabschiedet.

Jetzt bin ich also zum ersten Mal sei gut fünf Jahren wieder Besitzer eines Android-Smartphones. Dazu durchringen mir ein eigenes zu kaufen konnte ich mich allerdings noch nicht, es tut auch ein alte Samsung das es zufällig in der Familie zu haben gab.

Nope – jetzt nicht mehr!

So bin ich also wieder Mainstream geworden. Und wie der Mainstream muss ich jetzt wieder jede Menge Werbung ertragen. Yep, Werbung. Einer der weithin unbekannten Vorteile von Apps bei Windows Phone war nämlich die Werbefreiheit. Ja, Instagram gab es nur als Beta – aber eben ohne Werbeeinblendungen. Und wenn man dann plötzlich auf der Android-App herumwischt überrascht einen zuerst einmal nicht die Treffsicherheit von Googles Werbeanzeigen, sondern die Masse an sich. War das früher auch schon so? Wahrscheinlich! Man wird sich eben dran gewöhnen müssen.

Überhaupt, jetzt gilt für mich auch wieder der gute alte Satz „Es gibt für alles eine App.“. Dabei habe ich die App-Knappheit bei Windows durchaus zu schätzen gewusst. Für die tatsächlich notwendigen Anwendungen hat man eine App gefunden, aber man kam erst gar nicht in Versuchung jeden Hype Scheiß auf sein Handy zu installieren. Das hat sich nun natürlich auch geändert, mein Samsung quillt schon über von Apps, die man nur einmal genutzt hat und dann nicht wieder.

Was angesichts der Unübersichtlichkeit von Androidscreens natürlich doppelt schlimm ist. Ich vermisse die Kästen wirklich. Die waren auch groß genug, um meinen Wurstfingern keine Probleme zu machen. Vielleicht sollte ich mich mal nach einer App umsehen, die den Metro-Look aufs Handy zurück bringt – gibt ja einige davon. 🙂

Was allerdings ein mittelklassiges Android-Gerät dem Gegenstück aus dem Hause Microsoft eindeutig voraus hat, ist die Geschwindigkeit. Zwischen dem Start eine App und dem Zeitpunkt, ab den man sie tatsächlich benutzen konnte, vergeht schon durchaus mal eine gefühlte Ewigkeit. Deutlich zu viel, um deshalb eine Art Entschleunigungsnostalgie zu entwickeln, wenn man dazu im Vergleich die Geschwindigkeit eines Androidgeräts sieht.

Aber um ehrlich zu sein, irgendwie wiegen sich die Vor- und Nachteile dann am Ende doch auf. Und dann … ach ja, ich vermisse Windows Phone.

Teilen macht Freude.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.