Der nachhaltig-konservative Beratungsansatz

Kurzfristiges Denken hinterlässt schon Mal verbrannte Erde, der langfristige Ansatz führt dagegen zum Erfolg!

Bei einer Tasse Kaffee habe ich heute spontan mal versucht den Beratungsansatz zu skizzieren, der mir schon seit einigen Wochen im Kopf herumschwirrt. Zuerst wollte ich ihn ja unter dem Label „philosophischer Ansatz“ laufen lassen, aber das ist bei näherer Betrachtung doch reichlich unspezifisch. Schließlich wurde daraus der nachhaltig-konservative Beratungsansatz.

nachhaltig
Eine Skizze, die endlich mal keine Kaffeeflecken enthält.

Nachhaltig und konservativ deshalb, weil dahinter weder ein „Hurra, es gibt einen neuen Trend, laufen wir ihm nach“ steckt, noch der schnelle Sturm an die Spitze, der aber entweder nur kurzfristig ist oder einen Riesenaufwand erfordert, um die Position auch halten zu können. Im Einzelnen würde ich den Ansatz wie folgt skizzieren:

  • Es wird nicht der kurzfristige, sondern ein langfristiger Erfolg angestrebt. Statt einer Achterbahn, bei der man mal Nummer 1 ist und mal im hinteren Mittelfeld rangiert ist der falsche Weg, stattdessen bringt ein stetiger Anstieg in kleinen und mittleren Schritten viel mehr Ertrag. Selbst dann, wenn man nicht die Nummer 1 ist, kann man im Longtail immer noch besser wegkommen als manch Konkurrent, der sich einmal als Nummer 1 schmücken konnte.
  • Dieser Weg führt dazu, dass Ressourcen und Investitionen in der Regel weit besser planbar werden.
  • Die Augen vor aktuellen Trends zu schließen kann sich niemand mehr leisten, jedem Trend nachzulaufen macht den Erfolg aber mehr oder weniger zum Glücksspiel. Trends müssen analysiert werden, erst danach zeigt sich, ob man sie für das eigene Ziel wirklich nutzen kann oder ob ein Engagement reine Ressourcenverschwendung wäre.
  • Eine nachhaltig-konservative Beratung muss ergebnissoffen sein – eigentlich müssten das alle Beratungen sein. Wenn am Ende herauskommt, dass sich etwa ein Engagement in Social Media nicht lohnt, oder eine Webvisitenkarte den gleichen Zweck erfüllt, wie ein Highend-Webportal, dann ist das halt so.

Mitunter dürfte einigen schon der letzte Punkt so einige Probleme machen. Ich meine wer kommt beim Versuch einem Kunden etwas zu verkaufen schon gerne zu dem Ergebnis, dass er nichts zum verkaufen hat? Vielleicht tröstet es ein wenig, dass dieser Fall inzwischen recht selten geworden scheint. Aber wenn es so ist, dann ist es halt so, denn der nachhaltig-konservative Ansatz baut auch auf diversen Werten auf, die er einhalten muss:

  • Vertrauen
  • Ehrlichkeit
  • Verlässlichkeit
  • Beständigkeit

Nur wer all diese Punkte erfüllt, kann eine langfristige Geschäftsbeziehung aufbauen, die sich am Ende auch zu einer Win-Win-Situation entwickelt. Dabei muss dann eben in Kauf genommen werden, dass sich der Erfolg nicht unbedingt in den ersten Tagen einstellt, sondern mittel- bis langfristig. Dafür aber eben unterm Strich größer ist, als ein kurzfristiges „Abkassieren“ zu Beginn, das mitunter auch mal verbrannte Erde hinterlässt.

About Thomas Matterne

Thomas Matterne ist Chefredakteur des dreisprachigen Online-Magazins DenkZeit und als Online-Marketing-Manager tätig. Der ausgebildete Journalist hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik, und schreibt an dieser Stelle über IT-, Online-Marketing- und SEO-Themen - unteranderem.

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