Der einfachste Trick auch mal kreativ zu sein

Einfach mal verrückt sein! Warum es sich lohnen kann Flüsse tiefer zu legen, statt ständig höhere Brücken zu bauen.

bridgeErinnern Sie sich noch an Jerry Lewis der US-Schauspieler und Komiker war zwischen den 1950er und 1960ern ja gar nicht aus dem Kino wegzudenken. Nun, so alt bin ich jetzt zwar auch nicht mehr, aber als ich ein Kind war konnte man die Komödien mit Jerry Lewis doch noch ziemlich häufig im Fernsehen. Und wenn ich mich recht erinnere, hab ich sie ganz gern gesehen.

Aber was hat Jerry Lewis jetzt mit kreativem Denken zu tun? Na ja, zum einen glaube ich, dass Komiker generell sehr kreative Menschen sind, zum anderen bin ich schon vor einigen Jahren auf einen Film mit Lews gestoßen, der im US-Original

Don’t raise the bridge, lower the river

heißt. Wie, dass klingt jetzt unrealistisch? Warum eigentlich, schließlich wäre es nicht der erste Fluss, der von Menschenhand einen anderen Lauf nehmen würde, oder?

Aber ernsthaft, dieser Satz hat mich endgültig zu einer Erkenntnis gebracht, die ich später auch durch mein Hobby Fotografie bestätigt gesehen habe. Ein Perspektivwechsel tut oft Wunder. Fotografen kennen das, aus zwei unterschiedlichen Perspektiven werden aus ein und dem selben Fotoobjekt zwei eben völlig unterschiedliche Fotografien.

Und so kann in so gut wie jeder Situation allein schon ein Perspektivwechsel die zündende Erkenntnis liefern, auf die man sonst nie gekommen wäre. Man kennt das ja, am Anfang hat man noch die ein oder andere Idee, aber je länger man sich konzentriert, desto schwerer wird es. Manchmal hilft es dann abzuschalten und die Idee einfach später kommen zu lassen, doch wenn die Zeit dazu fehlt ist der Perspektivwechsel eben die schnellere Methode. Der Klassiker im Geschäftsleben ist es dann, sich in den Kunden hineinversetzen zu wollen. Dazu braucht es allerdings auch ein wenig Übung und vielleicht auch ein wenig Fantasie. Sonst tappt man in die Falle den Kunden einfach sagen zu lassen, was man selbst denkt. Dann ist man aber nur so klug wie zuvor auch. Am Besten versucht man dann ganz abzuschalten und – etwa wie bei einem guten Brainstorming – auch verrückte Ideen kommen zu lassen. Einer neuen Idee gleich eine Bewertung hinterher zuschicken ist durchaus menschlich, aber gerade in solchen Fällen äußert schädlich. Also keine falsch Scham? Ist es wirklich so verrückt einen Fluss tiefer zu legen, statt ständig die Brücke höher zu bauen? Oder könnte man sich nicht doch gerade eben mit einer verrückten Idee aus einer festgefahrenen Situation zu befreien?

About Thomas Matterne

Thomas Matterne ist Chefredakteur des dreisprachigen Online-Magazins DenkZeit und als Online-Marketing-Manager tätig. Der ausgebildete Journalist hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik, und schreibt an dieser Stelle über IT-, Online-Marketing- und SEO-Themen - unteranderem.

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