Die Aufmerksamkeitspanne des Users sinkt – Was tun?

Ich gehöre ja noch der Generation an, die unter Phantomschmerz etwas ganz anderes verstand. Wenn wir von Phantomschmerzen sprechen, meinen wie Menschen die in ihren amputierten Gliedern, zum Beispiel ein Fuß, trotzdem noch einen Schmerz verspüren. Ihnen tut etwas weh, was gar nicht mehr da ist. Die heutige Jugend kann das ganz gut nachvollziehen, man muss ihnen nur ihr Smartphone wegnehmen, schon gibt es Phantomvibration und ständiges Greifen nach dem nicht vorhandenen Handy. Ob es tatsächlich so schlimm ist, wie in dieser Infografik von VideoBoost, lassen wir mal dahingestellt, informativ ist sie so oder so:

Infografik: Der Verlust unserer Aufmerksamkeitsspanne (Generation Goldfisch)Ursprünglich erschienen auf Videoboost.de

Wenn ich persönlich das Schlagwort „Digitale Demenz“ höre, kriege ich ja das sogenannte „Manfred Spitzer“-Plag. Auf der anderen Seite diskreditiert Spitzer mit seinen übertriebenen und teils doch recht abenteuerlich belegten Thesen ja doch ein tatsächlich vorhandenes Problem. Niemand verbringt einen Großteil seiner Zeit, ohne dass sich dabei Veränderungen einstellen. Oder neurologisch ausgedrückt, das Internet kann Hirnwindungen genauso verknüpfen, wie alle anderen Einflüsse auch.

Darauf muss man auch im Content Marketing eingehen und die 8 Tipps von Videoboost sind durchaus ein guter Einstieg:

  1. Storytelling – Das A und O jedes guten Webinhaltes, nur eine gute Story hält den Leser auch bei der Stange, weil sie sein Interesse weckt.
  2. Probleme lösen – Nicht wenige Suchanfragen werden gestartet, weil der User ein ganz bestimmtes Problem hat. Wer in den ersten Zeilen klar machen kann, dass er dieses Problem löst, hat schon gewonnen.
  3. Videos – Na ja, VideoBoost muss das ja sagen. 🙂 Aber ernsthaft, ich persönlich bevorzuge inzwischen zum Beispiel wenn es um Tutorials geht eindeutig Videocontent.
  4. Visueller Content – Infografiken erklären Dinge nicht selten genauso gut wie lange Einführungstexte, zum Einstieg in ein Thema, oder um einen Überblick zu bekommen sind sie Gold wert.
  5. Klares Nutzerversprechen – siehe Problem lösen oder eben auch von Beginn an mit offenen Karten spielen, und dem User sagen, was ihn erwartet.
  6. Neugier wecken – siehe Storytelling
  7. Ladezeit – Ich finde es zwar affig, wenn mir ein Techniker sagt, er hat jetzt noch eine Milisekunde mehr rausgeholt, aber in Sekunden sollte man zumindest denken.
  8. WOW-Effekt – Hier kommt es meiner Ansicht nach sehr auf die Headline an. Aber immer daran denken, wer in der Überschrift etwas verspricht, das er im Text nicht einhält, sieht den User zurecht nie wieder.

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