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Warum kann uns Technik so verdammt gut verführen?

Ohne Smartphone ist ein Überleben im Alltag nicht möglich! Eine Gesellschaft ohne Internet, waren das nicht diese Neandertaler? Oh, vor 20 Jahren ging das noch? Nee, kann ich mir nicht vorstellen.

Eine Zeit ohne die ständige Verfügbarkeit des Wissens der Welt, oder zumindest des unerschöpflichen Kochtopfes an Informationen, aus dem man dieses Wissen extrahieren kann – ich erinnere mich noch an diese Vorzeit. Damals, als es noch keine Erklärvideos bei Youtube gab, sondern die Hobbythek mit Jean Pütz. Natürlich waren die ersten Vorzeichen schon deutlich am Horizont erkennbar. Wir hatten zum Beispiel einen C64, doch statt online zusammen zu zocken, haben wir auf dem Schulhof wabblige Floppydisks miteinander ausgetauscht. Internet, das war für uns bestenfalls im Fernsehen oder Kino zu sehen. Dort legte man einen Telefonhörer auf ein Schuhschachtel ähnliches Gerät und am Ende konnten sich zwei Teenager eine Traumfrau generieren … aber ehrlich, wie realistisch war das schon.

Doch irgendwann kam dieser Bruch. Während das Telefon, das Auto oder der Fernseher vergleichsweise langsam in den Alltag der Durchschnittsmenschen kam, drang das Internet mit einer gewissen Wucht ein. Und es verstand sich verdammt schnell unersetzlich zu machen. Alles war plötzlich zum greifen nahe, Antworten auf nie gestellte Fragen, Antworten auf gestellte Fragen, Kochrezepte, Informationen über den nächsten Urlaubsort und natürlich Pornografie jeglicher legalen und illegalen Variante. Kurzum, man hätte im Internet leben können, wäre man nicht auf regelmäßige Nahrungsaufnahme angewiesen. (Wahrscheinlich war das auch einer der Gründe, warum man den 3D Druck zu entwickeln begonnen hat.)

Steve Jobs, Luzifer der Moderne

Die neue Entwicklung hatte aber den ein oder anderen Nachteil. Für ein weltumspannendes Netz war sie recht immobil. Und wer sich noch an die kratzenden Geräusche eines Modems erinnert, die ersten Jahre unserer Internetsucht waren wir nicht gerade auf der Überholspur unterwegs – wir standen im Stau, jedes verdammte Mal! Doch dann kam Steve Jobs, ein Pionier, der schon zuvor unter Beweis gestellt hatte, das er der perfekte Luzifer der neuen Zeit ist. Fähig das einst mit Idealen gestartete Netz von Nerds in etwas zu verwandeln, was einer Gelddruckmaschine verdammt ähnlich sieht. Und wie einst die Schlange an Eva den Apfel übergab, gab Steve Jobs uns das iPhone. Das Wissen der Welt hatte plötzlich Platz in einer Hosentasche. Spätestens jetzt kam dieser Punkt, ab dem ein Leben, das nicht zumindest einen Online-Bestandteil hat, vorkam wie ein Leben in grauer Vorzeit. Diese Zeit, von der Opa immer erzählt im Krieg.

Das Interessante dabei ist ja, dass die Entwickler immer behaupten nur Bedürfnisse zu befriedigen, aber natürlich kreieren sie diese auch zu genüge. Der Kartendienst auf dem Smartphone ersetzt die unhandliche Karte, die man vorn im Auto ohnehin nie – niemals nie – wieder so zusammenfalten konnte, wie sie es ursprünglich einmal war. Aber war ständige Erreichbarkeit wirklich eines unserer Bedürfnisse – also abgesehen vom Chef, der uns immer erreichen will, oder verängstigte Eltern, die glauben ihre Kinder sehen sicherer, wenn sie kleine Punkte auf einer Karte sind. Zu vermuten, dass 2/3 der Funktionen auf meinem Smartphone Quatsch sind, kommt einer realistischen Einstellung näher, als einer kulturpesimistischen Ansicht.

Als hätte es keine Zeit ohne gegeben

Ich investierte damals mein Ausscheidergeld nach dem Ende meiner Zeit bei den Feldjägern in einen Internetzugang. Ganz ehrlich, so ein richtiger Early Adopter war ich eigentlich nie. Das erste Smartphone kaufte ich mir aus dem völlig absurden Grund der Notwendigkeit, einfach weil ich es satt hatte mir in dem TV Sender in dem ich damals die Online Redaktion schmiss ständige welche zum Testen zusammenzusuchen. Aber nachdem ich es erst einmal einen Monat hatte, da war er wieder da, dieser Effekt, als hätte es keine Zeit ohne gegeben. Und die Abstände bis dieser Effekt eintritt, werden immer kürzer. Nachdem ich mein Surface angeschafft hatte, erwischte ich mich schon nach zwei Wochen dabei, wie ich an einem stinknormalen Computermonitor Spreiz- und Wischgesten machte – ohne das sich auf dem Teil irgendetwas tat. Und als Alexa mit ihrem Echo Dot zu mir gezogen ist, dauerte es ein einziges Wochenende, bis ich mir etwa im Büro ein „Alexa, ….“ verkneifen musste, weil ich es schon so gewöhnt war Dinge mit Hilfe der Spracherkennung zu steuern. Wenn also demnächst noch mit einer Brille die Augmendet und Virtual Reality bei mir einzieht, sehe ich schwarz. Alles was ich bis jetzt durch Testbrillen selbst zu sehen bekam, sah einfach viel zu verdammt gut aus.

Jetzt könnte man argumentieren ich sei vielleicht noch immer kein Early Adopter. Wie auch, diese Scheißdinger kosten ja viel zu viel Geld und sponsern tut mich ja keiner. Aber wenn schon kein Early Adopter, dann bin ich doch zumindest stets in der 2. Generation dabei. Was man ohnehin sein sollte, denn mal ehrlich, die 1. Generation ist ungefähr so ausgereift wie eine grüne Erdbeere – man erkennt was es einmal wird, aber lässt sie lieber noch hängen. Auf der anderen Seite habe ich erst vor kurzem erlebt, wie meine Mutter ihren jahrelangen Widerstand gegen ein Smartphone aufgegeben hat und mir seitdem Video per WhatsApp schickt. Und, lieber Leser, ganz ehrlich, hast du in diesen Schilderungen nicht ein wenig von dir selbst erkannt?

Was macht also diese Entwicklung mit uns, dass wir sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchten? Und das obwohl wir objektiv wissen, dass viel davon unnötig ist und unser Leben davor jetzt auch nicht aus puren Höllenqualen bestand. Ist es wirklich nur die gleiche Geschichte, die uns im Supermarkt zu Produkten greifen lässt, die gar nicht auf dem Einkaufszettel stehen und am Ende irgendwann im Kühlschrank wiederentdeckt und weggeworfen werden. Aber mal ehrlich, welches Supermarktprodukt hat es je geschafft sich derart schnell unverzichtbar zu machen und den Lebensrhythmus Millionen von Menschen komplett an sich anzupassen? Irgendwas ist dabei anders, irgendetwas ist besser, irgendetwas ist bedrohlicher?

. . .

Computersucht, ob jetzt nach Spielen oder Pornos, ist noch ein bisschen davon entfernt in die offiziellen Klassifizierungskataloge von Krankheiten aufgenommen zu werden. Auch wenn der gesunde Menschenverstand sie längst dort vermuten würde. Wenn man sich aber die Art und Weise ansieht, wie schnell wir von den neuesten Entwicklungen abhängig werden, kommt man nicht umhin auch das Wort „Sucht“ zu denken. Wir sind längst süchtig danach geworden alle fünf Minuten auf unser Smartphone zu starren, nur um sicherzustellen kein Like, keine Nachricht oder sonst etwas verpasst zu haben. Wer früher hauptsächlich die Nachrichten gecheckt hatte, hatte noch die Ausrede ein informierter Mensch sein zu wollen. Das heutige Verhalten ist vor allem – bedeutungslos, eigentlich komplett sinnlos. Sicher, man könnte das jetzt als bloße Gewohnheit sehen. Aber dieses Gefühl, wenn dann ein Like da ist …

Zumindest eine Bedrohung weniger, die Zombieapokalypse fällt aus.

Seien wir ehrlich, sich die Brille mit dem Zeigefinger nach oben zu schieben ist eine Gewohnheit. Beim Verlassen der Wohnung noch mal zu überprüfen ob sie geschlossen ist, ist ein Tick. Was wir mit unseren Smartphones tun ist eine Sucht. Wir geben das nur nicht zu, weil – na ja, wahrscheinlich auch das weltbeste Krankenversicherungssystem darunter zusammenbrechen wird.

Und was machen wir dann?

Aber was sind die Alternativen. Schließlich profitieren wir ja auch von der neuen Entwicklung, die einen ganz viel jede Menge mehr, die Masse zumindest ein bisschen. Und es ist ja auch alles ein bisschen besser geworden, also mehr oder weniger. Okay, seien wir ehrlich, wenn dieser Sonnensturm von 1859 sich morgen wiederholt, werden die meisten von uns übermorgen nur noch primitive Wilde sein, die versuchen gefundene Konservendosen mit den Zähnen zu öffnen – sofern sie ohne Google rausbekommen, dass sich in den Dosen Essbares befindet. Aber unter uns, haben wir nach Tschernobyl oder Fukushima etwa die Atomkraft eingestellt, oder gehen wir die Frage des Klimawandels wirklich – also in echt und so – an? WTF, gehen die Malediven halt unter, den Urlaub dort konnten sich die meisten doch eh nicht leisten.

Aber selbst wenn wir Gegenmaßnahmen unternehmen würden, wie könnten diese denn aussehen? Mit Störsendern bepflanzte Gebiete als Ruheplätze? Sollen die letzten vernünftigen Menschen in die Alpen fliehen, wie einst in Michel Houellebecq’s Elementarteilchen die wenigen, die sich nicht genetisch optimieren lassen wollten. Was nahelegt, dass wir uns vielleicht schon aber Abwehrschlachten einstellen sollten, wenn man das Smartphone nicht mehr in der Hosentasche trägt, sondern den Chip im Hirn.

Wer einen Blick auf die letzten 15, maximal 20 Jahre wirft, dem schwant nichts gutes. Vor allem aber ahnt er, dass die Entwicklung in den nächsten 20 Jahren ähnlich rasant voranschreiten wird. Wer nicht mitmarschiert, wird zurückgelassen. Man könnte verzweifeln. Aber wie drückte es dieser hoffnungslos überschätzte Voltaire doch so schon aus? Die Verzweiflung hat schon manche Schlacht gewonnen.

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WooCommerce: Bestimmte Produktkategorie ausblenden

Wer die Shopseite von WooCommerce aufruft, bekommt in der normalen Ansicht alle Produktkategorien mit Grafik und Kategorietitel ausgespielt. Das macht WordPress mit seiner üblichen Schleife. Jetzt hatte ich vor kurzem aber den Fall, dass eine ganz bestimmte Produktkategorie eben nicht auf dieser Übersichtsseite angezeigt werden sollte.

Nach einiger Zeit rumrätseln hat jemand mir schließlich diesen Link hier geschickt: WooCommerce: How to hide a Category from the Product Categories Shortcode

Und wie es dort auch so schön heißt, am Ende ist alles irgendwie ganz einfach. Denn wie blendet man etwas am Besten aus? Richtig, mit display: none;. Vorgeschlagen werden hier zwei Varianten:

.woocommerce ul.products li:nth-of-type(4) {
display: none;
}

&

.woocommerce ul.products li:last-of-type {
display: none;
}

Die erste Version ist sozusagen zielgenauer und blendet die sounsovielte durch die Schleife angezeigte Kategorie aus, in diesem Beispiel die 4. Produktkategorie. Die Reihenfolge kann man problemlos in der Übersicht der Produktkategorien abzählen. Die Methode mittels last-of-type spricht immer die letzte Kategorie des Shops an, auch das kann man einfach im Backend nachsehen.

 

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Arbeiten in StartUps – Big Mother is bemuttern you

Schöne neue Arbeitswelt. Wenn sie denn irgendwo schon eingetreten sein muss, dann doch sicher in den StartUps, oder? Wenn man Mathilde Ramadier, die in einem Dutzend Berliner StartUps unterwegs war, glauben kann, dann doch eher nicht!

Und unter uns, so manches was die Französin Mathilde Ramadier in der Zeit äußerte, kommt einem doch ehrlich gesagt schon ein bisschen bekannt vor. Zumindest Big Mother, jene StartUps die für volle Kühlschränke und gemeinsame Freizeitaktivitäten sorgen, bin ich auch schon einmal begegnet. Meine Big Mother war allerdings sogar so führsorglich in warmen Sommermonaten das beste Verhältnis zwischen Frischluft und Klimaanlage festzustellen und dann dafür zu sorgen, dass es auch jeder einhielt genoss. Das zu dieser Übervorsorglichkeit der entsprechend befristete Vertrag gehörte, verstand sich von selbst – von den Vieren die damals mit mir zusammenanfingen, nahm am Ende übrigens dann auch nur Einer die volle Zeit in Anspruch,

Wir sind eine Familie? Bullshit!

Die Französin Mathilde Ramadier hat in zwölf Berliner Start-ups gearbeitet. Mitbestimmung, Sinn und Verantwortung sind nichts als faule Versprechen, sagt sie. [zum Artikel bei Zeit online]

Ein lesenswerter Artikel, den die Französin da über die deutsche, und wohl nicht nur jene, StartUp-Szene geschrieben hat und mit beinahe 500 Kommentaren auch heiß diskutiert. Darunter natürlich auch die zu erwartenden Kommentare, nach dem Motto, da hat sich eine nicht durchgesetzt und meckert jetzt. Oder ein „verwöhntes Kücken“ eben, die ein „tolles Gehalt“ und „Mitbestimmung“ erwarten würde. Hmm, na ja, seien wir ehrlich, zumindest mit dem Klischee der Mitbestimmung, im Sinne von „wir arbeiten alle an einem gemeinsamen Projekt“, spielt das durchschnittliche StartUp ja doch reichlich. Das es tatsächlich auch so gehen würde, sieht man an den Ausnahmen von der Regel, von denen uns t3n & Co. so gerne berichten. Aber das sind eben nur die Ausnahmen von der Regel. Letztlich dürfte selbst der Primus inter pares eher selten zu finden sein. Keine Anteile, keine Mitbestimmung.

Was auch noch zu verschmerzen wäre, wäre da nicht auch die Sache mit keine Anteile, kein Arbeitnehmerschutz. Es mag der Tatsache geschuldet sein, dass Mathilde Ramadier aus Frankreich noch einen echten Schutzschirm und Kampfbereitschaft der Gewerkschaft kennen mag, die deutsche StartUp-Szene hat sich dem Zugriff der Gewerkschaften längst entzogen. Hire and fire? No problem! Wer in einer Branche arbeitet, in der ein 1 Jahresvertrag mit sechs Monaten Probezeit einem Lottogewinn gleichkommt, geht sich nicht beschweren.

Ein Kickerspiel mit dem CEO macht noch keinen Sommer!

Das gute alte Klischee vom Kicker ist mir persönlich zwar noch nie über den Weg gelaufen, aber man zockte schon mal mit dem Chef an der Playstation. (Und hat sich dann gefragt, ob man ihn nicht doch lieber unauffällig gewinnen lassen soll.)

Das in StartUps so etwas wie Diversity, also eine ausgewogene Geschlechterverteilung, vorhanden sein soll, darf allerdings getrost als Märchen verstanden werden. Ich zumindest habe bisher sage und schreibe eine Programmiererin in Unternehmen kennengelernt, dabei war ich auch schon mal der Hahn im Korb in Sachen Marketing. 🙂 Aber zumindest der Machokultur kann ich widersprechen. Klar, es war und ist immer nerdig, aber das ist ja kein männliches Privileg. Aber auf der anderen Seite, 12 StartUps habe ich ja auch nicht hinter mich gebracht.

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WordPress: Login-Zustand des Users anzeigen

Derzeit beschäftige ich mich viel mit dem Thema Mitgliederbereiche bei WordPress. Dafür gibt es ja bekannte große Plugins mit eigenen Erweiterungen, aber manchmal braucht man ja nur ein kurzes Login bzw. Logout hier und da.

Problembeschreibung: Eine WordPress-Seite mit einem einfachen Communitybereich der über Berechtigungen von Benutzergruppen herum gebaut wurde, brauchte nicht nur eine eigene Anmeldeseite, sondern auch einen dauerhaften Link im Header. Sinnigerweise sollte dieser „Login“ heißen, aber dummerweise heißt er auch dann noch „Login“ wenn ein User angemeldet war.

Lösung: Eine If-Abfrage, die anhand des Anmeldestatus einen individuellen Text ausgibt.

Der Lösungsweg: Natürlich hält WordPress auch hier schon eine integrierte Funktion bereit, die den Anmeldestatus des Users abfragt: is_user_logged_in() Da es sich dabei verständlicherweise um keine Themefunction handelt, befindet sie sich nicht in der jeweiligen PHP-Datei, sondern man findet sie in wp-includes/pulggable.php:


function is_user_logged_in() {
    $user = wp_get_current_user();
 
    return $user->exists();
}

Die Funktion gibt ein true für den Fall aus, dass er User angemeldet ist bzw. ein false, falls das eben nicht der Fall ist. Genutzt wird sie von WordPress selbst für rund 30 verschiedene Zwecke, aber man kann sie wie gesagt auch in unserem Fall nutzen. Dazu benötigt es nur ein PHP-Script:


<?php if ( is_user_logged_in() ) { ?>
    <a href="linkzurlogoutseite.html">Logout</a>
<?php } else { ?>
    <a href="linkzurloginseite.html">Login</a>
<?php } ?>

Ist die Funktion is_user_logged_in() wahr, wird dem eingeloggten User ein „Logout“ angezeigt, allen nicht eingeloggten Usern das „Login“.

Protipp: In diesem Fall wurde eine individuelle Loginseite verwendet, man kann aber natürlich auch statt der individuellen URLs /wp-login.php als Link zur WordPress-Anmeldeseite verwenden und die Funktion <?php echo wp_logout_url(); ?> um den User auszuloggen.

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Sie möchten einen Newsletter erstellen – doch was passiert danach?

Kampagnen-Tracking als Schlüssel zum Erfolg

Jeder Marketeer liebt es, seine Kampagnen auswerten zu können. Das Ergebnis entscheidet über Erfolg oder Misserfolg und Zahlen bieten immer eine besonders exakte und gute Grundlage für die Bewertung einer Maßnahme. Und kaum ein Marketinginstrument eignet sich dafür so gut wie das Newsletter-Marketing. Es ist eine der am besten messbaren Disziplinen und liefert eine Fülle an Daten und Möglichkeiten zur Auswertung. Außerdem brauchen Sie keine Wochen auf die Ergebnisse zu warten, wenn Sie einen Newsletter erstellen. Bereits einige Stunde nach dem Versand der Kampagne lassen sich erste Rückschlüsse ziehen. Doch Vorsicht ist geboten. Manche Statistiken sollten stets gründlich hinterfragt werden. In diesem Artikel gibt es eine kleine Aufklärung über die wichtigsten Kennzahlen, wie Sie interpretiert werden können und wie Sie mit einem Newsletter Dienstleister ganz einfach an diese Statistiken kommen.

Wie Tracking funktioniert und wieso Sie beim Newsletter erstellen einen Dienstleister verwenden sollten

Newsletter-Tracking grenzt sich in einigen Bereichen von dem üblichen Web-Tracking ab. Zweiteres funktioniert klassischerweise mit der Hilfe von sogenannten Cookies. Der Besucher einer Website bekommt dabei quasi eine Nummer, die dann als Cookie gespeichert wird. Wenn der Besucher erneut auf die Website kommt, wird er direkt wiedererkannt.

Wenn Sie einen Newsletter erstellen, funktioniert das über so genannte Zählpixel und Tracking-Links. Auch hierbei wird dem Empfänger eine eindeutige ID zugewiesen. Der Versender merkt sich, welche ID zu welcher E-Mail gehört.

Wie Sie im Endeffekt an die Statistiken kommen? Ganz einfach, denn es gibt für’s Newsletter erstellen Dienstleister, die genau diese Statistiken in verständlicher Weise ausgeben. Sie brauchen keinerlei technische Vorkenntnisse, können sich vollends auf die Erstellung Ihrer Kampagnen fokussieren und dennoch können Sie das Verhalten Ihrer Empfänger tracken. Das von Ihnen gewählte Tools erledigt für Sie das oben erwähnte Verfahren. Doch dazu kommen wir an späterer Stelle noch ausführlicher.

Tracking Link (Call To Action)

Die wichtigsten Kennzahlen

Durch diese Vorgehensweise können demnach eine Menge an Daten gesammelt werden. Und aus all diesen einzelnen Nummern und Zahlen lassen sich mithilfe einiger Formeln wichtige KPIs ermitteln, die maßgeblich für den Erfolg Ihrer Kampagne sein können. Sie sollten die folgenden Kennzahlen stets im Auge behalten.

Zustellrate = ((Anzahl der Empfänger – Bounces) / versendete E-Mails) * 100

Die Zustellrate ist im Grunde die Basis für das Bewerten all Ihrer anderen Statistiken.

Denn stellen Sie sich vor, Ihr Newsletter enthält beispielsweise viele Spam-Wörter. Vielleicht landet er gar nicht erst im Posteingang Ihrer Empfänger, sondern im Spam-Ordner. Dann werden die restlichen Kennzahlen vermutlich auch recht enttäuschend sein.

Bouncerate = (Bounces / Anzahl der Empfänger) * 100

Diese Rate gibt Ihnen an, wie viele Ihrer Mails nicht von den Servern Ihrer Empfänger akzeptiert wurden. Dies geschieht bei inaktiven oder ungültigen E-Mail-Adressen. Alle nicht zugestellten Mails sind somit die Bounces. Und die Rate gibt das Verhältnis aller versendeten Mails zu nicht zugestellten Mails.

Bedenken Sie hierbei, dass die wichtigste Voraussetzung eine hochwertige Datenbank ist. Sind die E-Mail-Adressen Ihrer Empfänger fehlerhaft im System eingetragen, steigt die Bouncerate automatisch.

Wenn Sie jedoch für das Newsletter erstellen einen Dienstleister in Anspruch nehmen, wird Ihnen das in der Regel nicht passieren. Viele Dienstleister checken Ihre Empfänger-Daten automatisch und löschen doppelte Adressen oder korrigieren fehlerhafte E-Mail-Adressen. Dadurch garantieren sie eine repräsentative Bouncerate. So können Sie einfach Newsletter erstellen, ohne dass Sie vorab in Handarbeit jeden Tippfehler in den Adressen Ihrer Empfänger korrigieren müssen.

Newsletter im Browser öffnen

Öffnungsrate = (Unique Öffnungen / (Anzahl der Empfänger – Bounces)) * 100

Sie sollten immer die unique Öffnungsrate betrachten. Andernfalls werden Empfänger, die Ihren Newsletter mehrmals geöffnet haben, auch mehrmals gezählt. In dem Fall wird Ihnen nicht reell wiedergegeben, wie viel Prozent der Empfänger Ihre Kampagne geöffnet haben.

Conversionrate = (Conversions / Klickende Empfänger) * 100

Natürlich freuen Sie sich, wenn die Klick- und Öffnungsrate hoch ist. Doch Sie liefern Ihren Content in der Regel nicht (nur), weil Sie etwas mitzuteilen haben.

Vermutlich erhoffen Sie sich eine aktive Handlung, in der Regel einen Kauf. Diese Rate gibt Ihnen an, wieviele der Empfänger, die Ihre Kampagne auch tatsächlich geöffnet haben, die gewünschte Handlung durchgeführt haben.

Klickrate = (Klicks / (Anzahl der Empfänger –  Bounces)) * 100

Bei der Klickrate gilt dasselbe wie bei der Öffnungsrate. Schauen Sie sich unbedingt auch die unique Klickrate an. Die gibt Ihnen an, wie viele Ihrer Empfänger die E-Mail geöffnet und daraufhin auf mindestens einen Link geklickt haben. Dadurch können Sie auch gut verschiedene Werbemittel miteinander vergleichen und Handlungsempfehlungen ableiten.

Und so wird sie berechnet:

Unique Klickrate = Unique Klicks / Unique Öffnungen * 100

Call To Action

Abmelderate = (Abmeldungen / Anzahl der Empfänger-Bounces) * 100

Ähnlich wie bei der Bouncerate ist hier stets das Ziel: Je geringer desto besser. ABER: Bitte nicht um jeden Preis. Abmeldungen können auch etwas Gutes sein. Sie sollten den Abmeldebutton stets gut sichtbar platzieren. Andernfalls wird Ihre Absenderdomain im Zweifel als Spam markiert. Das Motto sollte stets sein: Qualität vor Quantität. Mit dem Empfänger, der sich für Ihre Inhalte oder Angebote nicht interessiert, werden Sie vermutlich so oder so keinen Umsatz machen.

Abmeldebutton

Damit kommen wir auch direkt zu dem nächsten, unglaublich wichtigen Punkt:

“Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!”

Zahlen verleiten uns dazu, nicht weiter über den Ursprung dieser nachzudenken. Wir nehmen das Ergebnis als gegeben hin. Ein Newsletter hat eine schlechte Öffnungsrate und Sie denken das Thema oder die Betreffzeile war Mist? Das muss nicht sein. Es kann auch einfach der falsche Zeitpunkt für diesen Newsletter gewesen sein. Nehmen wir mal ein ganz plumpes Beispiel: Der wirksamste und bestgestalteste Newsletter über Ihre Weihnachtsangebote, wird mit Sicherheit in der Osterzeit keine guten Zahlen erreichen. Dieses Beispiel soll lediglich verdeutlichen, dass Sie bei dem Auswerten Ihrer Daten und Zahlen immer die Umstände mit einbeziehen müssen. Betrachten Sie die Ergebnisse außerdem immer im Hinblick auf Ihre zuvor gesetzten Ziele (diese sollten Sie immer zuvor festlegen). Stimmt das Ergebnis überhaupt nicht mit Ihren Erwartungen überein? Dann suchen Sie nach den Umständen, an denen es liegen könnte. Vielleicht war an dem Versandtag ein wichtiges Ereignis, ein langes Wochenende, Sie haben versehentlich das falsche Geschlecht bei den Filtern ausgewählt …

Saison spezifischer Newsletter Content

Kampagnen direkt in Ihrem Newsletter Dienstleister auswerten

Ist ja alles schön und gut. Aber natürlich möchten Sie nach Möglichkeit keine Excel-Tabelle mit 100000 Datensätzen runterladen, um sich dann die Formeln einzutragen. Besser wäre es doch, wenn Sie die wichtigsten KPIs einer Kampagne direkt geliefert bekommen.

Gut, dass es fürs Newsletter erstellen Dienstleister gibt, welche genau darauf spezialisiert sind. Diese nehmen Ihnen einen Großteil der Arbeit bereits ab, indem Sie Ihnen die wichtigsten Statistiken direkt im Anschluss an die Kampagne liefern. Ganz einfach und direkt in Ihrem gewählten Tool.

Google Analytics und Co.

Eines der wohl bekanntesten Analyse Tools ist Google Analytics. Ein großer Vorteil von Google Analytics ist, dass es kostenlos ist. Darüberhinaus gibt es noch weitere kostenlose Tools, wie beispielsweise Piwik. Bei den kostenpflichtigen Tools gibt es häufig noch umfangreichere Möglichkeiten, die demnach unterschiedlich viel kosten.

Bei der Nutzung von Google Analytics (oder einem anderen Analyse Tool) für die eigene Website, muss der Besitzer einen Trackingcode in den Quellcode der Homepage einbauen.

Statistiken Newsletter Tool

Bei vielen Newsletter Dienstleistern gibt es dafür oftmals Erweiterungen. Nutzen Sie beispielsweise Google Analytics für die Auswertung Ihrer Website, können Sie dies mit Ihrem Newsletter Tool verbinden und messen, inwiefern Ihre E-Mail-Kampagnen den Traffic Ihrer Website beeinflussen.

So müssen Sie sich nicht mit dem Berechnen von Formeln beschäftigen, sondern können direkt Ihre Ergebnisse analysieren. Damit sparen Sie sich viel Zeit und Sie können sich somit bereits wieder an die Erstellung der nächsten Kampagne machen. Besser noch, denn nun können Sie all Ihre neu gewonnen Erkenntnisse nutzen, um Ihre Performance zu optimieren.

Viel Erfolg bei Ihren Newsletter Kampagnen!!!